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Home Sonderthemen Hannover Region Nord-West Assistenzsysteme machen den Alltag sicherer
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13:01 15.02.2019
Ein Smartphone oder Tablet kann als Steuerzentrale dienen. Foto: Miele

Izwischen gibt es technische Assistenzsysteme, die den Alltag im eigenen Heim bequemer und sicherer machen: „Smart Home“. Gemeint ist Alltagsunterstützung durch Technik. Herde, die sich selbst abschalten oder zumindest ein Warnzeichen geben, wenn kein Topf auf der heißen Platte steht oder die Suppe überkocht, finden sich schon in vielen Haushalten.

Wer noch nicht über so ein Gerät verfügt, kann zunächst eine besondere Herdüberwachung direkt für den Herd anbringen, die nach Ablauf der Kochzeit oder bei zu starker Hitze den Herd ausschaltet. Neben „intelligenten“ Haushaltsgeräten gibt es Systeme, die noch mehr können. Ein zentrales Abschalten der Elektrogeräte in der Nacht oder bei Verlassen der Wohnung ist auch den Kindern möglich, die weiter entfernt wohnen. Diese Möglichkeit mag für ältere Menschen zunächst befremdlich erscheinen, bietet aber auch die Möglichkeit, bei steigendem Pflegebedarf noch allein zu Hause zu wohnen. Weitere Beispiele sind Präsenzmelder, die den Angehörigen oder einem Pflegedienst melden, wenn etwas nicht stimmt.

Professionelle Wohnberater können die Seniorinnen und Senioren sowie ihre Angehörigen zu technischen Sicherungssystemen und zu baulichen Veränderungen beraten. Ein wichtiger Teil im Sicherheitssystem ist ein Hausnotruf. Solche Geräte können wie eine Uhr am Handgelenk oder wie eine Kette um den Hals getragen werden. Verbunden sind sie mit dem Festnetz oder einem Handy. Wird der Notrufknopf betätigt, meldet sich die Leitstelle des jeweiligen Notrufbetreibers. lps/Cb

Barrierefreies Wohnen: In jungen Jahren schon an das Alter denken. Foto: Dyson
Barrierefreies Wohnen: In jungen Jahren schon an das Alter denken. Foto: Dyson

Oft reichen einfache Hilfsmittel nicht mehr aus. Wenn die Badezimmertür für einen Rollator zu schmal ist, müssen bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Die Türdurchgangsbreite sollte generell 90 Zentimeter betragen, um auch mit einem Rollstuhl oder Rollator problemlos in die Räume gelangen zu können. Schwellen müssen beseitigt werden, ein unterschiedliches Fußbodenniveau kann nicht bleiben.

Das Wichtigste ist der Zugang. Der nachträgliche Einbau eines Lifts in die Obergeschosse ist nicht überall möglich oder zulässig und außerdem bringt eine solche Maßnahme erhebliche Baukosten mit sich. Auch der Einbau eines Treppenlifts ist nicht für jede Treppe möglich. Man rechnet pro Etage mit Einbaukosten ab 5000 Euro für Treppenlifte. Wer als Mieter die Bausubstanz verändern will, hat vorher beim Vermieter die Erlaubnis einzuholen. Das ist auch dann notwendig, wenn die Veränderungen eine Verbesserung darstellen. Nach Paragraph 554a BGB hat der Vermieter die Erlaubnis zu erteilen, wenn die Räume bei einer Behinderung nur so noch nutzbar sind. Das gilt auch dann, wenn nicht der Mieter selbst, sondern mitwohnende Familienangehörige betroffen sind. Der Anspruch auf den Umbau beschränkt sich nicht nur auf die Wohnung, sondern betrifft auch den Zugang sowie Keller- und Abstellräume. Der Vermieter darf seine Einwilligung an die Bedingung knüpfen, bei einem Auszug die Umbauten wieder rückgängig zu machen.

Ein mündliches Einverständnis des Vermieters reicht nicht aus, es sollte Schriftform verlangt werden. lps/C


Das Schlafzimmer sollte der ruhigste Raum in der Wohnung sein. Foto: Busche
Das Schlafzimmer sollte der ruhigste Raum in der Wohnung sein. Foto: Busche

Trotz des oft geringeren Schlafbedürfnisses älterer Menschen verbringen auch sie einen großen Teil der Zeit schlafend. Die Reaktionen auf äußere Reize sind dann reduziert.

Eine „innere Uhr“, die hormonell gesteuert wird, bestimmt den Schlaf-Wach-Rhythmus der Menschen. Regelmäßige Aktivitäten und Essenszeiten und nicht zuletzt der Wechsel zwischen Tag und Nacht beeinflussen diesen Zyklus. Man unterteilt den Schlaf in fünf Stadien vom leichten bis zum tiefen Schlaf. Mehrere Traumphasen begleiten nachts die Schlafenden. Ausreichender Schlaf ist notwendig, um den Tag erholt verbringen zu können. In den Schlafphasen kann sich der Körper besser gegen die sogenannten freien Radikale zur Wehr setzen, die man heute für die Entstehung oder Verschlimmerung etlicher Krankheiten verantwortlich macht. Giftstoffe werden besser abgebaut, und Organe können sich regenerieren. Deshalb sollte der ruhigste Raum der Wohnung der Schlafraum sein.

Neben Lattenrost und geeigneten Matratzen ist es besonders für Ältere wichtig, der Jahreszeit entsprechende Bettdecken zu verwenden, um Frieren oder Schwitzen in der Nacht zu vermeiden. Fachleute empfehlen atmungsaktive, schweiß- und mikrobenabweisende Decken. Viele favorisieren leichte und trotzdem wärmende Wildseidendecken. Wer Daunendecken bevorzugt, kann diese speziell reinigen lassen. In der Nacht reicht eine Temperatur von höchstens 18 Grad bei maximal 50 Prozent Luftfeuchte aus. Vor dem Schlafen lüftet man noch gründlich. lps/Cb

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