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14:32 03.08.2021
Das Gebäudeenergiegesetz schreibt eine Dämmung des Hauses vor. Foto: rgbuw-thermonatur

Staub, Gerümpel und Spinnweben – das ist das typische Bild in den Köpfen der meisten Menschen, wenn es um das Thema Dachboden geht. Dorthin kommen all die Sachen, die man derzeit – und vermutlich für lange Zeit – nicht mehr braucht, aber die man auch nicht entsorgen möchte. Diese Vorstellung und Nutzung des obersten Stockwerks eines Hauses unterliegt derzeit allerdings einem Wandel – und das liegt am fehlenden Wohnraum, besonders in den Ballungsräumen.

Die dadurch steigenden Immobilienpreise führen dazu, dass verstärkt jeder Quadratmeter Hausfläche für Wohnzwecke genutzt wird – auch der Dachboden. Statt einer Rumpelkammer unter dem Dach kann man dort beispielsweise eine Einliegerwohnung einrichten, die man vermieten oder in der die nächste Generation wohnen kann. Auch Spielzimmer für die Kinder sind hier beliebt.

Natürlich muss ein solcher Dachausbau gut geplant werden. Was sollte man also beim Dachausbau beachten?

Ausbau braucht eine Baugenehmigung

Dachfenster sorgen für lichtdurchflutete Räume. Foto: Velux
Dachfenster sorgen für lichtdurchflutete Räume. Foto: Velux

Zunächst ist die Behörde am Zug, denn in der Regel steht am Ende des Dachbodenausbaus eine neue, abgeschlossene Wohneinheit. Hierfür ist es notwendig, eine Baugenehmigung zu beantragen. Mit dem Gang ins Rathaus beginnt also jeder Umbau.

Liegt die Genehmigung vor, kann es ans konkrete Planen gehen. Das Thema Dämmung steht dabei ganz oben auf der Liste. Das Gebäudeenergiegesetz schreibt eine Dämmung des Hauses nach modernen und strengen Vorgaben vor. Üblicherweise kommt es hier zur Zwischensparrendämmung, bei der der Dämmstoff zwischen den Dachsparren verbaut wird. Das hat den Vorteil, dass das Dach nicht neu gedeckt werden muss. Ist zwischen den Sparren nicht genügend Platz vorhanden, wird die Untersparrendämmung angewandt.

Die optimale Ausnutzung des Dachbodenraums allerdings verspricht die Aufsparrendämmung. Der Nachteil: Das Dach muss für diese Art der Dämmung ab- und wieder eingedeckt werden.

Nachhaltige Dämmstoffe sind erhältlich

Wer ans Dämmen geht, sollte sich auch Gedanken darüber machen, welchen Dämmstoff man nutzt. Die meisten Stoffe enthalten Erdölprodukte oder Kunststoffe. Nachhaltiger sind da etwa Dämmstoffe aus Pflanzenfasern, die allerdings auch oft teurer sind als herkömmliches Dämmmaterial. Die Ökobilanz eines natürlichen Stoffes muss man dabei auch beachten, denn wenn das Material erst über tausende Kilometer herangeschafft werden muss, ist es schnell vorbei mit der Nachhaltigkeit. Darüber ob und welcher Dämmstoff sich lohnt, kann ein Gespräch mit einem Energieberater Aufschluss geben.

Moderne Dämmstoffe sind besonders in Zeiten des Klimawandels besonders wichtig, denn schlecht gedämmte Dachgeschosse sind im Sommer der Hitze ausgesetzt und kühlen im Winter schnell aus. Bei einer schlechten Dämmung entweicht außerdem in der kalten Jahreszeit die Heizenergie durch die Schwachstellen im Dach. Eine Dämmung nach modernen Gesichtspunkten ist also für die Energiebilanz eines Hauses insgesamt von äußerster Wichtigkeit.

Gauben bringen Platz, Fenster mehr Licht

Die Dachschrägen eines Bodens sind immer ein Nachteil, wenn man unter dem Dach wohnen möchte. Bei der Planung sollte man also frühzeitig überlegen, wie man mit diesen Schrägen umgeht. Nicht selten muss hier abgewogen werden zwischen Licht und Platz. Die Protagonisten für diese beiden Pole sind Gauben und Dachfenster. Der Einbau einer oder mehrerer Gauben bringen zusätzlichen Platz in einem Dachgeschoss und damit eine Erweiterung des Wohnraums.

Dachfenster dagegen lassen bis zu dreimal mehr Tageslicht in die Wohnräume als Gauben. Damit können Wohnungsbesitzer also Licht durchflutete Räume schaffen.
   

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