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Home Sonderthemen Hannover Region Süd Von der Fliese bis zum Linoleum – bei Fußböden kommt es auf die Nutzung an
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19:42 02.03.2020
Für ein angenehmes Wohnambiente ist Holz unübertroffen.

Fußböden gehören zu den am meisten strapazierten Bauteilen eines Hauses. Bei der Wahl des Fußbodens muss also besondere Sorgfalt an den Tag gelegt werden. So gibt es in den verschiedenen Räumen beispielsweise unterschiedliche Anforderungen an das Bodenmaterial, je nach Belastung.

Für Bad, Küche und WC nehmen Hausbesitzer häufig Fliesen. Sie lassen sich leicht reinigen.

Linoleum galt lange als rückständig und spießig. Neue Gestaltungsformen und die fast vollständige Herstellung des Linoleums aus nachwachsendem, natürlichem Rohstoff lassen diesen Belag wieder zu einer Alternative werden. Das Material ist besonders rutschfest und muss beim Verlegen fachmännisch verklebt werden, damit es seinen Unverwüstlichkeit und Langlebigkeit ausspielen kann.

Ein Klassiker für den Wohnbereich ist Holz. In der Ausstrahlung und für das Wohnambiente ist Holz unübertroffen. Dabei gibt es noch erhebliche Unterschiede, je nach Wahl der Holzart. Eiche ist ein besonders hartes Holz und ist somit wertbeständig. Es hat allerdings durch seine Dunkelheit ein etwas altbackenes Image. Ebenso hart wie Eiche ist die hellere Buche, die durch ihre ins rötliche gehende Färbung sehr viel Wärme ausstrahlt. Wer es eher naturverbunden und etwas skandinavisch liebt, greift zur Kiefer, die allerdings nachdunkeln kann.

K+K Bautenschutz

Laminat als Alternative

Den Vorteil einer Holzoptik bei ungleich geringeren Kosten bietet das Laminat. Es hat den Vorteil, dass es die Anforderungen an modernen Bodenbelag wie individuelles Design am besten umsetzen kann. Wer es also nicht unbedingt als „Holzersatz“ sehen möchte, kann mit verschiedenen Designs und Farbgebungen erstaunliche Wohneffekte erzielen. Außerdem hat das Laminat gegenüber dem Holzfußboden den Vorteil, dass es sehr viel strapazierfähiger ist.

Wer es gern ursprünglich und ein wenig mediterran haben möchte, kann sich mit dem Material Stein beschäftigen. In Italien oder Spanien ist ein Steinfußboden gang und gäbe, was in erster Linie mit den dort herrschenden Temperaturen zu tun hat. Was dort sinnvoll ist, gereicht im kalten Deutschland zum Nachteil, denn Steinplatten sind enorm fußkalt. Wer sich dessen bewusst ist und etwa mit ein paar Teppichen dagegen steuert, kann sich mit einem Steinfußboden ein exklusives Ambiente schaffen, das aber auch vom Preis her hochklassig sein kann.

Kork fürs Kinderzimmer

Ganz das Gegenteil des langlebigen Steins ist Kork. Als Bodenmaterial besticht es durch seine Natürlichkeit, den Gehkomfort und einwandfreie Ökologie. Es ist zudem rutschfest, nachgiebig und gleichzeitig strapazierfähig – ein idealer Belag für das Kinderzimmer, wo sich viel auf dem Boden abspielt. Allerdings nutzt sich Kork vergleichsweise schnell ab und muss in der Regel nach rund zehn Jahren erneuert werden.


Shabby Chic: Scheinbar schäbig liegt im Trend

Bei dieser Kommode im Shabby Look gehört der Eindruck, es handle sich um ein gebrauchtes Stück, zum Konzept.
Bei dieser Kommode im Shabby Look gehört der Eindruck, es handle sich um ein gebrauchtes Stück, zum Konzept.
Foto: Busche

Mit kleinen Schrammen, Kratzern und allerlei alten oder alt wirkenden Details wehren sich viele gegen die Spanplatten aus dem Möbelgroßmarkt. Shabby Chic ist ein Einrichtungsstil mit einer Mischung aus

Erbstücken, Objekten vom Trödelmarkt und Selbstgemachtem, bei dem Farben aus dem Spektrum der Pastellfarben sowie Gebrauchsspuren zum Konzept gehören. Der Stil mit dem gewollt nicht perfekten Charme nennt sich auch Vintage. Das steht für die gute Qualität eines älteren Jahrgangs. Schatzsuchende bevölkern vermehrt die Flohmärkte und stöbern beim Trödler. Gebrauchte Möbel mit schönen Formen auf dem Trödelmarkt zu finden, ist wie Schätze zu heben. Der Stil entstand angeblich in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts in Anlehnung an die Einrichtung alter britischer Landsitze. Wer ein solches Stück liebevoll aufarbeitet oder Trödel mit sichtbaren Fehlern, Kerben und Schrammen bei sich aufstellt, möchte ein kleines Stück Historie bei sich zu Hause haben. Statt schon wieder neues, vielleicht sogar belastetes Material aufzustellen, bewahrt man etwas Altes. Das schließt auch solche Möbel ein, die zusätzlich oder neu angebrachte Gebrauchsspuren wie abgeplatzten Lack, sichtbare Schichten verschiedener Lackierungen und grobes Holz zeigen. Meist sind auch auf alt getrimmte Stücke besser verarbeitet als die Neuware aus dem Möbelhaus mit unechtem Furnier und standardisierten Elementen.

Der Einrichtungsstil Shabby Chic hat sich von einer alternativen Bewegung zum trendigen Massengeschmack entwickelt. Inzwischen stellen nicht nur kleine Manufakturen, sondern auch große Firmen solche Möbel her. Echte Antiquitäten sind allerdings meist hochpreisig. Es gilt deshalb, die Augen offen zu halten, wenn man auf Trödelmärkten noch ein preiswertes Stück finden möchte. lps/Cb


Wohnen mit Kindern: Die richtige Einrichtung

Das Zusammenleben mit Kindern ist eine besondere Freude.
Das Zusammenleben mit Kindern ist eine besondere Freude.
Foto: Busche

Kinder sind eine besondere Herausforderung und Freude im Leben. Das häusliche Umfeld kindgerecht zu gestalten, kann helfen, den Alltag mit dem Nachwuchs zu erleichtern, sodass mehr Energie und Zeit für die schönen Beschäftigungen mit den Kindern bleiben.

Dabei gilt es, dass das Ambiente im eigenen Heim sowohl praktisch als auch angenehm sein soll. Schließlich möchte man den Kindern nicht nur ein Haus, sondern auch tatsächlich ein Zuhause bieten, indem sich alle wohlfühlen können. Gelingt dies, kommt es den Kleinen meist nicht auf Faktoren wie die Größe des Hauses an. Ist weniger Platz vorhanden, heißt es diesen für alle Familienmitglieder nutzbar zu machen. Wo tagsüber Spielsachen den Platz einnehmen, sollte auch genug Stauraum zur Verfügung stehen, damit abends die Erwachsenen ohne allzu großen Aufwand ihr Reich nutzen können. Regale, die zwar von den Kindern selbst eingeräumt werden, aber auch hinter modisch ansprechenden Fronten verschwinden können, sind hier ideal. Dass dabei zerbrechliche Gegenstände wie Vasen oder Bilderrahmen sowie potenziell für kleine Kinder gefährliche Dekorationen außer Reichweite bleiben sollten, versteht sich meist von selbst. Auch verschiedene kleinere Einrichtungskomponenten, die sich leicht verschieben lassen, gewähren ein Höchstmaß an Flexibilität. Sind an diesen Rollen verbaut, lässt sich der Wohnraum meist schnell und unkompliziert reinigen, indem die Möbel einfach zur Seite geschoben werden können.

Nach langen Spielnachmittagen kann dies für die schnelle Reinigung am Abend äußerst hilfreich sein und Nerven sparen.

Der Boden kann mit schönen und auch waschbaren Teppichen ausgelegt sein. So bietet er Platz als Spielwiese, ohne dass die Gefahr besteht, ein besonders wertvolles Stück dauerhaft zu ruinieren. lps/ML

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