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08:59 05.11.2020
Gaststätte und Bäckerei haben das Haus an der Marktstraße über Generation beliebt gemacht. Foto: Heinrich Nöhre

Zweimal jährlich können die Lehrter in die Geschichte ihrer Heimatstadt eintauchen. Jeweils im Frühjahr und im Herbst erscheint das Magazin „Lehrter Land & Leute“, in dem verschiedene Autoren Themen aus der Historie der früheren Ortschaft und heutigen Stadt beleuchten. Jetzt ist die 55. Ausgabe erschienen.

Einen besonderen Platz nimmt dabei Heinrich Nöhre ein. Der Lehrter Landwirt im Ruhestand und Ortshistoriker war überraschend im Mai verstorben. Im aktuellen Heft gibt es deswegen einen Nachruf der Redaktion auf ihren Mitarbeiter. Aber auch inhaltlich hat Nöhre noch bis zuletzt zu dem neuen Heft beitragen. Zu lesen ist darin der zweite Teil einer Chronik Nöhres über das Haus in der Marktstraße 13.

Dieses Haus am Marktplatz hat für viele Lehrter eine besondere Bedeutung. Hier haben Generationen in der Bäckerei Ibenthal Brötchen und Kuchen geholt – am Sonntag sogar in der Backstube, als der Sonntagsverkauf eigentlich noch nicht erlaubt war. Bis heute residiert dort mit Christian Maaßen ein Bäcker, der diese Tradition übernommen hat.

Im Mittelpunkt des Berichts steht dabei Ernst-August Ibenthal, der vom Bäcker zum Wirt wurde und das Café am Markt zu einem beliebten Treffpunkt hatte werden lassen. Anekdotenreich beschreibt Nöhre das Treiben in der Gaststätte, die Ibenthal bis zu seinem Tod 2017 betrieb. Heute ist dort ein Café beheimatet.

Ein weiteres Projekt, das im gerade erschienenen Heft begonnen wird, ist ebenfalls von Heinrich Nöhre initiiert worden. Im Januar dieses Jahres hat Nöhre die Biografie eines entfernten Verwandten von ihm mit in die Redaktionssitzung gebracht. Louis Rust ist als Zehnjähriger mit seiner Familie 1903 von Immensen nach Amerika ausgewandert und repräsentiert damit nicht nur ein Stück Lehrter Geschichte, sondern steht auch für viele gleiche Lebensläufe aus dieser Zeit.

Rusts Lebensgeschichte ist in den USA vor Kurzem als Buch erschienen. Sie basieren auf den Erinnerungen Rusts, die seine Tochter Ruth Rust Brown aufbewahrt hat, Fotos und zeitgenössischen Zeitungsberichten. Nachfahrin Laura Jannika hat sie zur Veröffentlichung aufgearbeitet. In einer Fortsetzungsreihe soll das Buch in gekürzter und übersetzter Fassung über die nächsten Ausgaben abgedruckt werden.

In weiteren, zum Teil ausführlichen Beiträgen beleuchtet die Herbstausgabe des Magazins unter anderem die Entwicklung des Tennissports in Lehrte seit 1922, wie der Ausbruch des Ersten Weltkriegs in der Stadt wahrgenommen wurde, die Sievershäuser Kirchwege, sowie die Geschichte der Chemischen Fabrik Lehrte (CFL) in der Köthenwaldstraße.

Die Ausgabe Nr. 55 von „Lehrter Land & Leute“ kostet 6,50 Euro und ist erhältlich in der Bücherstube Veenhuis, Iltener Str. 28, in der Buchhandlung C.Boehnert, Zuckerpassage 19, im Edeka Hohlfeldt, Mergelfeld 1 in Ahlten, sowie im gerade neu eröffneten Dorfladen in Immensen, Bauernstraße 25. Während der Corona-Zeit kann es auch online über die Internetseiten sb-mediengestaltung.de und lehrter-land.de bestellt werden.


In der Pandemie kommt das bettenhaus welge auch nach Hause

Regina Rosenbaum hat einen besonderen Service für Corona-Risikogruppen eingeführt.
Regina Rosenbaum hat einen besonderen Service für Corona-Risikogruppen eingeführt.

Deutschland und damit Lehrte mag sich seit ein paar Tagen im erneuten Lockdown befinden, aber eines ist anders als im Frühjahr: Die Geschäfte haben weiterhin geöffnet. Trotzdem ist es natürlich gerade für Risikogruppen ein Wagnis, sich in Pandemiezeiten in ein Einkaufszentrum zu begeben, wo sie anderen, möglicherweise infektiösen Menschen begegnen können.

Das bettenhaus welge möchte dieses Risiko für seine Kunden mildern. Deswegen haben Inhaberin Regina Rosenbaum und ihr Team einen besonderen Service für diese Risikogruppen eingeführt. Wenn ihnen der Weg ins bettenhaus welge im Neuen Zentrum zu weit oder gar zu riskant erscheint, kommt das bettenhaus welge zu ihnen.

„Uns ist die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden wichtig“, sagt Regina Rosenbaum. Deswegen können auf Wunsch die ausgebildeten Fachberaterinnen und Fachberater des bettenhauses zu den Kunden nach Hause kommen.

Ein Anruf genügt, um diesen Service in Anspruch zu nehmen. In diesem Telefonat werden die Wünsche der Kunden entgegengenommen, Fragen zur Gesundheit geklärt und ein Termin vereinbart. Dann kommen die Bettenexperten ins Haus.

Jeder Fachberater von welge ist dabei mit Masken und Handschuhen ausgestattet. Sie bringen die nach der Absprache passenden Produkte mit, die originalverpackt und hygienisch einwandfrei ins Haus kommen.

Termine können unter der Rufnummer (0 51 32) 23 74 oder per E-Mail an info@bettenhauswelge.de vereinbart werden.

Die individuelle Beratung der Kunden ist ein zentraler Punkt der Arbeit im bettenhaus welge. „Die Nacht, wenn wir schlafen, ist keine verlorene Zeit, wie viele denken, sondern unsere Tankstelle“, erklärt Regina Rosenbaum zu dem Thema. „Dort holen wir die Energie, die wir für den nächsten Tag benötigen und schöpfen Kraft für unsere Arbeit und Ruhe für den Geist.“ Deswegen ist es so wichtig, dass ein Bett genau auf den jeweiligen Schläfer oder die Schläferin angepasst ist. Das bettenhaus welge sorgt auch unter Pandemiebedingungen dafür, dass das so ist.


Im November bietet der Nöhrenhof frische Hähnchen und Wurstwaren

Qualität aus dem Lehrter Dorf: Wurstwaren vom Nöhrenhof.
Qualität aus dem Lehrter Dorf: Wurstwaren vom Nöhrenhof.

Verbraucher achten immer mehr darauf, wo die Lebensmittel herstammen, die auf den Tisch kommen. Das hat etwas mit der Qualität und mit der Umweltbilanz zu tun. In beiden Bereichen ist der Nöhrenhof weit vorn zu finden.

Wer zum Beispiel frisches Geflügel auf den Tisch stellen möchte, ist im Jägerwinkel im Lehrter Alten Dorf genau richtig. Gemeinsam mit den Berufskollegen Immo Behre und Karl Eckerlin zieht Harm Nöhre nur ein paar Meter neben dem Nöhrenhof Freilandhähnchen auf. In einem mobilen Stall werden die Hähnchen in Freilandhaltung gehalten. Und sie bekommen mehr Zeit für ein gesundes Wachstum. Wenn sie das Gewicht von rund zweieinhalb Kilo erreicht haben, werden sie geschlachtet und können von den Kunden im Nöhrenhof gekauft werden – das nächste Mal bereits morgen, Freitag, 6., und Sonnabend, 7. November.

Eine Woche später kommen dann wieder frische Wurstwaren in den Hofladen im Lehrter Dorf. Sie stammen von den Duroc-Schweinen, die direkt auf dem Hof gehalten werden.

Ganz frisch kommen jetzt die verschiedenen Darmwürste wie Leberwurst, Knappwurst, Zungenwurst oder Rotwurst in den Tresen. Aber auch Sülze ist dann zu haben. Die Rezepte, nach denen die Würste entstehen, werden seit Generationen im Haus verwendet.

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