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18:50 16.11.2020
Wer alten Stühlen, Schränken und Kommoden einen neuen Anstich verpasst, verschönert sein Zuhause auf einfache Weise, ohne neue Möbel zu kaufen. Foto: iStockphoto.com/RgStudio

Mit frischer Farbe gelingt es leicht, Möbeln einen neuen Look zu verleihen. Wer die Einrichtung in seinem Zuhause aufhübschen will, fängt am besten mit klassischen Holzmöbeln an, dazu rät Mareike Hermann von der DIY Academy.

Auch Metall könne man lackieren. Bei Kunststoff wird es schon etwas schwieriger: Die Oberfläche ist sehr glatt. Dadurch haftet die Farbe nicht so gut. Doch auch bei Holzmöbeln gibt es unterschiedliche Materialen und eine große Auswahl an Farben und Lacken. Was gibt es also zu beachten?

Untergrund vorbereiten

Holz kann man sowohl im Rohzustand als auch mit einem Altanstrich lackieren. „Wichtig ist, dass der Untergrund tragfähig ist“, erklärt Hermann. Das bedeutet: Löst sich der alte Lack schon und blättert ab, sollte man ihn abschleifen.

Ist die Lackschicht nur sehr dünn, reicht es teilweise, den alten Lack anzurauen. Bei einer großen Fläche kann ein Schleifgerät hilfreich sein. Bei einem Stuhl oder Nachtkästchen genügt meist der Schleifklotz mit Schleifpapier. „Je glatter der Untergrund ist, desto schöner wird der Lackierauftrag“, erläutert Hermann. Sie empfiehlt ein stufenweises Abschleifen: Also grob mit Schleifpapier mit 120er- Körnung beginnen und sich dann bis zum Feinschliff vorarbeiten mit einer 180er- oder 220er-Körnung. Anschließend das Möbelstück sorgfältig entstauben, etwa mit einem alten Baumwolltuch. Dadurch hält der Lack besser.

Lacke auf Wasserbasis

Farbige Oberflächen kann man durch Beizen, Lasuren oder Decklacke erhalten, erklärt Achim Völker vom Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie. Lasuren sind Lacke mit geringem Pigmentanteil. Sie lassen den Untergrund durchscheinen. Alle drei Verfahren gibt es auf lösemittelhaltiger oder wässriger Basis. Wasserbasierte Acryllacke sind besonders leicht verwendbar. Sie sind weniger geruchsintensiv, und man kann die Arbeitsmaterialien mit Wasser auswaschen, erklärt Hermann. Bei vielen dieser Lacke ist die Grundierung bereits integriert.

Auf Sauberkeit achten

Bevor es mit dem Lackieren von Kommoden oder Schränken losgeht, besser die Scharniere abschrauben oder abkleben. Die Umgebung sollte sauber und gut gelüftet sein: Am besten arbeitet man in der Garage oder bei gekipptem Fenster. Im Garten kann es passieren, dass sich Fliegen in den frischen Lack setzen oder Baumpollen und Blätter hineinfallen.

Gerade bei unbehandelten Möbeln braucht es meist mehrere Lackiervorgänge. Der erste Anstrich erfolgt nass in nass, um sichtbare Spuren zu vermeiden. Das heißt, man streicht jede Bahn einmal vor und zurück. Wichtig ist, nicht zu viel Farbe zu nehmen.

Hilfreiches Detail

Nach einem Anstrich richten sich oft die Holzfasern wieder auf, weshalb es einen Zwischenschliff braucht: Dabei schleift man das lackierte und getrocknete Holz mit feinem Schleifpapier oder Schleiffließ ab, entstaubt es und lackiert ein weiteres Mal. Heimwerker lackieren meist mit einer Rolle oder Pinseln. Für größere dreidimensionale Gegenstände eignen sich auch Spritzlacke, erklärt Völker. Dafür benötigt man einen Spritzstand, Pressluft, Spritzpistolen und geeignete Aufhängungen und Ablagen. Um ein Möbelstück zu renovieren, muss man sich nicht das komplette Equipment neu kaufen, sagt Mareike Hermann. Viel Werkzeug kann man sich auch leihen: er entweder vom Nachbarn oder aus dem Baumarkt. Treibt man trotzdem nur noch einen alten, haarenden Pinsel auf, hat Hermann einen Tipp: „Einfach den Pinsel ein-, zweimal über das Schleifpapier ziehen, damit sich lockere Haare lösen.“ Wer mit einem kleinen runden Pinsel streicht, muss die Farbdose nicht umschütten, sondern kann dort direkt eintauchen. Damit nicht alles verklebt und sich die Dose noch verschließen lässt, ist es ratsam, den Dosenrand mit Kreppband abzukleben. dpa

Pressspan öfter streichen

Bei Möbelstücken aus Pressspan oder mitteldichten Faserplatten (MDF) empfiehlt Achim Völker, mehrere Lackschichten aufzutragen. Denn so gelingt ein optimales Farbergebnis, erklärt der Experte vom Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie. Zunächst braucht man dafür einen Absperrgrund, also eine Grundierung, die unschöne Flecken verhindern soll. Mit einem Füller lassen sich mögliche Unebenheiten beseitigen. Anschließend kann man Decklack und Klarlack auftragen

Seifenreiniger nicht für Sofas

Wer Polster von Flecken befreien will, sollte auf geeignete Reinigungsmittel achten. Foto: Getty Images/iStockphoto
Wer Polster von Flecken befreien will, sollte auf geeignete Reinigungsmittel achten. Foto: Getty Images/iStockphoto

Polstermöbel wie Sofa und Sessel sollten regelmäßig in Faserrichtung abgesaugt werden. Das reicht oft schon aus, um sie wieder etwas frischer wirken zu lassen. Flecken sollte man mit speziellen Produkten für diese Möbelgruppe angehen. So gibt es zum Beispiel auch Schäume und Shampoos für Polstermöbel, erklärt der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. Die Produkte wirken kurz ein und werden dann mit einem Lappen abgetupft oder abgesaugt.

Seifenreiniger sollte man nicht verwenden. Sie hinterlassen dem Verband zufolge Rückstände im Polster, auf denen sich bald wieder neue Flecken zeigen. Denn die Seifenreste ziehen Schmutzpartikel geradezu an und halten sie fest. Bei hartnäckigen Verunreinigungen empfiehlt es sich daher, eine Fachfirma zurate zu ziehen, die mit speziellen Reinigern Flecken schonend zu Leibe rückt und Pflegetipps fürs Sofa hat. dpa


Reparieren statt Wegwerfen

Studie liefert gewichtige Erkenntnisse über Elektroschrott

Grafik*: Wertgarantie
Grafik*: Wertgarantie

Alle drei Tage hebt vom Flughafen Langenhagen ein Flugzeug aus entsorgten Elektrogeräten ab. In einem Jahr sind das 114 Mittelstreckenflugzeuge aus der Region Hannover ...“ Zum Glück muss sich niemand Sorgen um die Flugsicherheit machen – dieses fiktive Szenario veranschaulicht aber, welche Mengen an entsorgten Geräten in und um Hannover innerhalb von nur drei Tagen auf dem Müll landen. Anhand dieser Zahlen kann jeder von uns kurz sein eigenes Konsumverhalten hinterfragen: Denn jährlich verursacht jeder deutsche Haushalt durch Entsorgung defekter Elektrogeräte 8,04 Kilo Schrott, das zeigt eine repräsentative Studie des Spezialversicherers WERTGARANTIE*. Hochgerechnet auf die Haushalte in unserer Region kommen so jährlich rund 4800 Tonnen zusammen – und das entspricht dem Gewicht der 114 fiktiven Schrottflugzeuge.

Bei einem defekten Elektrogerät entscheiden sich die meisten Verbraucher aus Kostengründen für einen Neukauf statt für eine Reparatur, zeigt die WERTGARANTIE-Studie. Und obwohl nachhaltiger Konsum gesellschaftlich einen immer größeren Stellenwert einnimmt, sprechen die Studienergebnisse eine andere Sprache: Alle 66 Minuten wird in Deutschland Elektroschrott entsorgt, der so viel wiegt wie ein Mittelstreckenflugzeug.

Um die Nutzungsdauer von Elektrogeräten zu verlängern und dadurch Ressourcen zu sparen, ist die Reparatur defekter Geräte ein wichtiger Ansatzpunkt. Daher macht WERTGARANTIE unter dem Grundprinzip „Reparieren statt Wegwerfen“ auf das Potenzial von Reparaturen aufmerksam und schafft Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Denn eine Geräteversicherung kann ein sinnvoller Schritt in Richtung eines nachhaltigen Konsumverhaltens sein.

„Mit unseren Geräteversicherungen und unserem Service liefern wir überzeugende Argumente pro Reparatur“, erklärt WERTGARANTIE-Vorstand Konrad Lehmann. „WERTGARANTIE übernimmt die vollen Reparaturkosten bei Elektronik- oder Feuchtigkeitsschäden, Displaybruch, Fall- oder Sturzschäden und sogar bei Verschleiß und unsachgemäßer Handhabung – inklusive Arbeitslohn, Ersatzteilen und Fahrtkosten!“


Erfahren Sie mehr über Nachhaltigkeit bei der WERTGARANTIE Group.

Gelebte Nachhaltigkeit ist auch fester Bestandteil am Standort Hannover. Neben dem Grundprinzip „Reparieren statt Wegwerfen“ als Kern der Geschäftsstrategie ist die Erreichung eines klimaneutralen Geschäftsbetriebs bis 2025 ein wesentliches Ziel.

Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert alle Nachhaltigkeitsaktivitäten der Versicherungsgruppe und deren Status quo

*Die deutschlandweit repräsentative Studie „Reparieren statt Wegwerfen“ im Auftrag der WERTGARANTIE SE liefert Ergebnisse zum typischen Nutzerverhalten deutscher Haushalte von zwölf Elektrogeräten (Fernseher, Laptop, Tablet, Elektroherd, Geschirrspüler, Kühlschrank, Waschmaschine, Wäschetrockner, Handy bzw. Smartphone, Kaffeevollautomat, Mikrowelle und Staubsauger). Die Umfrage unter insgesamt 3576 Haushalten in Deutschland wurde von der imug Beratungsgesellschaft im Auftrag der WERTGARANTIE SE im Dezember 2019 durchgeführt

Über WERTGARANTIE


WERTGARANTIE ist der Fachhandelspartner Nr. 1 im Bereich Garantie-Dienstleistung und Versicherung für Konsumelektronik, Hausgeräte und Fahrräder. Kunden finden WERTGARANTIE-Produkte vor allem im mittelständischen Fachhandel.

Seit 1963 bietet das zur WERTGARANTIE Group zählende Unternehmen Garantie- Lösungen über die gesetzliche Gewährleistung hinaus. Der Bestand der Gruppe zählt aktuell über 6,75 Millionen Kunden.

WERTGARANTIE www.wertgarantie.com So erreichen Sie uns: Telefon: 0511 71280-123, kunde@wertgarantie.com

Kunden wollen Geräte nachhaltiger nutzen

Das Team von EP:Maxx setzt sich für Reparaturen ein (v. li.): Dirk Sander (Geschäftsführer), Björn Fuchs (Technischer Meister) und Georg Suhrau (Geschäftsführer). Foto: EP:Maxx
Das Team von EP:Maxx setzt sich für Reparaturen ein (v. li.): Dirk Sander (Geschäftsführer), Björn Fuchs (Technischer Meister) und Georg Suhrau (Geschäftsführer). Foto: EP:Maxx

Bei den Kunden im Fachhandel gewinnt die Reparatur von Elektrogeräten zunehmende Bedeutung.

Das bestätigt auch EP:Maxx-Hausgeräte in Hannover: „Wir haben einen sehr großen Zulauf an Reparaturen, weil viele tatsächlich ihre Geräte nachhaltiger nutzen wollen. Wir versuchen, für unsere Kunden auch alles zu retten, was zu retten geht. Durch WERTGARANTIE können wir es den Kunden leichter machen, ihre Geräte reparieren zu lassen: WERTGARANTIE springt auch bei höheren Reparaturkosten ein, wenn zum Beispiel ein Ersatzteil mal teurer ist. Generell legen wir im Geschäft großen Wert auf vernünftige Geräte, die auch nach acht bis zehn Jahren noch reparabel sind.“

Dirk Sander, Geschäftsführer EP:Maxx-Hausgeräte

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