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Home Sonderthemen Hannover Region Ost Trotz aller Beschränkungen: Zeit für Abschied und Trauer nehmen
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10:32 10.06.2020
Geschmackvoll: Ein mit Blumen geschmücktes Grab Foto: Kerstin Gernig

Die derzeitige Situation geht auch an der Bestattungsbranche und Angehörigen, die einen akuten Trauerfall in der Familie haben, nicht vorbei. Denn es stellen sich, vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus, zahlreiche Fragen hinsichtlich aktueller Bestattungen: Dürfen beispielsweise Trauerfeiern noch stattfinden? 

Bestattungen sind ausdrücklich vom Kontaktverbot ausgeschlossen. Der Kreis der Teilnehmer ist jedoch auf den engsten Familienkreis zu beschränken und hygienische Mindestanforderungen sind zu beachten. Es gibt bundesweite Unterschiede. Die aktuell gültigen Bedingungen erfahren Sie bei Ihrem Bestatter vor Ort, den Sie unter www.bestatter.de finden. Verschiedene Städte fordern dazu auf, eine Teilnehmer- und Kondolenzliste zu führen, damit bei einer eventuellen Erkrankung der Infektionsweg nachvollzogen werden kann.

Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollte bei Trauerfeiern auf körperliche Gesten der Anteilnahme verzichtet werden, d. h. keine Umarmungen, Küsse, Händeschütteln – es gilt auch auf dem Friedhof die 1,5-Meter-Abstandsregelung. Soweit die technischen Voraussetzungen da sind, kann die Trauerfeier über das Internet online übertragen werden. Größere Trauer-/Gedenkfeiern sind erst nach der Corona-Krise wieder möglich. Hier kann auch ein Video der Trauerfeier gezeigt werden.

Systemrelevanz des Bestatterhandwerks

Bisher bewerten nur einige Bundesländer das Bestatterhandwerk als systemrelevant. Die meisten Bundesländer sehen zwar den wichtigen Berufsstand, ohne aber die notwendige Systemrelevanz zu bejahen. „Das Bestatterhandwerk muss zwingend bundesweit als systemrelevant behandelt werden“, fordert Stephan Neuser, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V. Aktuell können die dt. Bestattungsunternehmen keine bzw. nicht ausreichend Desinfektionsmittel, Mund-Nasen-Schutz, Schutzbrillen und Einweg-Infektionshandschuhe käuflich erwerben. Somit stehen schon jetzt für den täglichen Gebrauch (d.h. für die Versorgung der „regulären“ ca. 925.000 Sterbefälle in Deutschland pro Jahr) und für den Fall, dass es zu einem Anstieg der Sterbefälle aufgrund von SARS-CoV-2 kommt, nicht ausreichend Materialien zur Verfügung. Diese sind aber nötig, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Handwerks und deren Angehörige zu schützen, damit auch weiterhin alle Verstorbenen würdevoll bestattet werden können. akz-o


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Geschmackvoll: Ein mit Blumen geschmücktes Grab Foto: Kerstin Gernig
Geschmackvoll: Ein mit Blumen geschmücktes Grab Foto: Kerstin Gernig

Der Sarg oder die Urne wird zur Trauerfeier üblicherweise mit Blumen geschmückt. Das sogenannte Bukett, welches direkt auf dem Sarg oder der Urne liegt, wird in der Regel von den Angehörigen ausgewählt.

Bei der Wahl eines passenden Buketts unterstützt der Bestatter oder die Angehörigen bestellen die gewünschten Blumen bei einem Floristen. Häufig werden Lilien, Rosen, Calla. Nelken oder Vergissmeinnicht gewählt. Von der übrigen Trauergemeinde werden zusätzlich Kränze oder Sträuße aufgestellt. Der Trauerkranz als Kreis ohne Anfang und Ende symbolisiert dabei die Ewigkeit und gilt als Zeichen für ein Leben nach dem Tod.

Die Kränze und Sträuße haben in der Regel eine breite Schleife. Auf der einen Seite der Schleife ist ein Abschiedsgruß aufgedruckt, auf der anderen Seite steht der Namen des Absenders. Kränze und Sträuße kann man meist auch direkt zur Trauerhalle liefern lassen.
  

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