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Themenwelten
11:19 14.06.2021
Der öffentliche Dienst bietet ein weites Feld, um sich beruflich zu engagieren und eine Tätigkeit oder die Ausbildung zu finden, die der individuellen Eignung entspricht. Foto: iStockphoto.com, 513957135

Rund fünf Millionen Arbeitnehmer sind im öffentlichen Dienst tätig. Rund 90 000 Auszubildende werden pro Jahr von Bund, Ländern und Gemeinden eingestellt. Damit ist der öffentliche Dienst der größte Arbeitgeber und Ausbilder in Deutschland. Der öffentliche Dienst nimmt wichtige Aufgaben für die Gesellschaft und für die Funkionsfähigkeit des Staates, der Wirtschaft und der Gesellschaft wahr.

Im öffentlichen Dienst geht man Aufgaben nach, die für den Staat wichtig und nötig sind. Man arbeitet für den Bund, die Länder oder die Städte und Gemeinden, als Polizist oder Soldat, damit die Bürger sich sicher fühlen, aber auch als Arzt, denn die Gesundheit der Bevölkerung ist auch eine Aufgabe des Staates. Als Lehrer vermittelt man Kindern und Jugendlichen das Wissen, dass sie später brauchen, um im Berufsleben ihr Geld verdienen und ihre Familien versorgen zu können. Mit ihrem Verdienst zahlen sie wiederum Steuern, mit denen die Aufgaben des Staates und die Mitarbeiter des Staates bezahlt werden. Und da sind wir auch schon bei den Mitarbeitern in den Behörden und Finanzämtern. Auch diese Berufe sind ein Teil des öffentlichen Dienstes.

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Es lassen sich aber noch viele weitere berufliche Tätigkeiten im öffentlichen Dienst nennen. Das geht von der Justiz über die Verwaltungen bis zu Tätigkeiten in und für die Politik.

Die Arbeit im öffentlichen Dienst trägt zur Sicherheit, zur Bildung oder zur Gesunderhaltung der Bevölkerung bei – oder man sichert mit seiner Arbeit zum Beispiel auch die Demokratie unseres Staates.

Engagement für die Gemeinschaft

Die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst leisten mit ihrer Tätigkeit einen erheblichen Beitrag für die Funktionalität von Staat und Wirtschaft. Im Gegenzug haben sie tarifvertraglich abgesicherte Arbeitsbedingungen und einen sehr sicheren Arbeitsplatz.

Arbeitgeber sind die öffentlichen Verwaltungen, staatliche Energieversorger, Universitäten, Schulen, Kindergärten, Kliniken, Vereine, Stiftungen, die Sparkassen, die Landes- und Bundesbanken, die Sozialversicherungen und gesetzlichen Krankenkassen. Man sieht, wie groß das Spektrum ist. Das bietet Mitarbeitern ein weites Feld, um sich beruflich zu engagieren und die Tätigkeit oder die Ausbildung zu finden, die den persönlichen Eigenschaften entspricht und die man gerne macht.

Attraktive Alternative zur Privatwirtschaft

Die Arbeitswelt wird immer dynamischer, dazu kommen wirtschaftliche Unsicherheiten und Konjunkturkrisen. Da sind die Vorteile einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst nicht von der Hand zu weisen. Immer stärker rücken bei der Berufswahl Zuverlässigkeit, Planbarkeit und Sicherheit in den Vordergrund. Wer Wert auf diese Aspekte legt, der ist im öffentlichen Dienst genau richtig. Eine Umfrage ergab, das sich sogar rund 80 Prozent der Führungskräfte in der freien Wirtschaft vorstellen könnten, im öffentlichen Dienst zu arbeiten.

Ein duales Studium verbindet Theorie und Praxis. Foto: iStockphoto.com, 000031838926
Ein duales Studium verbindet Theorie und Praxis. Foto: iStockphoto.com, 000031838926

Die Arbeit beim Staat ist eine attraktive Alternative zur Karriere in der privaten Wirtschaft. Vor allem gehen die Tätigkeiten weit über den klassischen öffentlichen Dienst in Behörden und Verwaltungen hinaus. Denn es gibt spannende Jobs in der Forschung, spezielle Tätigkeiten in den öffentlichrechtlichen Betrieben, und es gibt echte Traumberufe wie beispielsweise den des Lokführers.

Hohe Sicherheit

Die Vorteile einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst sind eine hohe Arbeitsplatzsicherheit – unabhängig von der Konjunktur und Krisen wie in Pandemiezeiten. Besonders hier hat sich die besondere Sicherheit einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst gezeigt. Während in der privaten Wirtschaft viele Arbeitsplätze in der Pandemie zur Disposition standen, waren die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes davon praktisch ausgenommen. Dazu kommen eine hohe Zuverlässigkeit und Planbarkeit bei der Karriere sowie geregelte und sehr oft flexible Arbeitszeiten. Ein hoher Urlaubsanspruch und sehr viel Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Hier punktet der öffentliche Dienst ganz besonders gegenüber der Privatwirtschaft.

Die Vergütung ist immer transparent nach Tarifvertrag, die Gehaltszahlungen kommen pünktlich, und die regelmäßigen Gehaltserhöhungen erfolgen ohne anstrengende Verhandlungen. Dazu kommen zusätzliche Vergütungen und geldwerte Vorteile.

Personen, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, üben unterschiedlichste Berufe aus. Da gibt es die Beamten, aber auch die Richter. Die Soldaten der Bundeswehr und sogar Kirchenbeamte, denn die christlichen Kirchen in Deutschland verfügen über den Status einer Körperschaft.

Für die Laufbahn als Beamter werden zum Beispiel 30 Ausbildungsgänge angeboten. In der Bundesverwaltung finden sich 80 Ausbildungsberufe und in den Bundesbehörden sind es 130 staatlich anerkannte Ausbildungen. Das Spektrum geht vom Erzieher über Fluglotsen bis zum Finanzbeamten.

Angestellter oder Beamter

Im öffentlichen Dienst kann man angestellt oder verbeamtet arbeiten. Verbeamtete Mitarbeiter findet man in erster Linie innerhalb der Justiz, der Polizei, der Feuerwehr, in der Finanzverwaltung und natürlich im Bildungswesen. Ein großer Vorteil des Beamtenstatus ist die Unkündbarkeit. Eine Verbeamtung gilt immer auf Lebenszeit. Deshalb kann man beamtete Mitarbeiter nicht so einfach aus dem Dienst entlassen. Es sei denn, sie haben sich strafrechtlich etwas Schwerwiegendes zu Schulden kommen lassen.

Auch sind die Bezüge der Beamten höher, weil sie weniger belastet werden. Damit bleibt Beamten mehr netto vom Bruttogehalt. Allerdings müssen Beamte laut Bundesbeamtengesetzes (BBG) bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen deutsche Staatsbürger sein, und der zukünftige Beamte muss für die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik im Sinne des Grundgesetzes eintreten. Und er muss eine für die Beamtenlaufbahn erforderliche Ausbildung absolviert haben. Allerdings haben auch Angestellte im öffentlichen Dienst einen sehr sicheren Job. Der öffentliche Dienst bietet ein sehr stabiles Umfeld, da man hier nicht so sehr von wirtschaftlichen Schwankungen abhängig ist, wie in der freien Wirtschaft. Berufe im öffentlichen Dienst sind in der Regel systemrelevant und können nicht einfach abgebaut werden. Dazu kommt, dass man auch als Angestellter spätestens nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit den gleichen Unkündbarkeitsanspruch hat wie Beamte. Der öffentliche Dienst bietet große Sicherheiten. Sogenannte „sinnstiftende Tätigkeiten“ sind Programm. Man arbeitet für die Gemeinschaft und zum Wohlergehen der Gesellschaft.

Dazu gibt es viele Möglichkeiten, um im Beruf voranzukommen. Die Karriereoptionen können sich wirklich sehen lassen. Und man kann in andere Bereiche wechseln, ohne zu kündigen. Das ist in der freien Wirtschaft sehr oft nicht möglich. Der öffentliche Dienst bietet so viele Möglichkeiten, neue und interessante Tätigkeiten auszuüben, ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen. Alle aus der bisherigen Tätigkeit erworbenen Anwartschaften bleiben damit bis zur Pensionierung erhalten. Sicherer geht es kaum.

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