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Home Sonderthemen Hannover Region Süd St.-Petri-Gemeinde in Rethen: „Weihnachten in Tüten“ bringt große Freude
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08:49 31.12.2020
Jugendliche vom Treff Andersroom der St.-Petri-Gemeinde helfen beim Zählen der Sterne und Weihnachtsgeschichten. Foto: privat

„Wenn die Menschen Weihnachten nicht in die Kirche kommen, dann muss die Kirche eben zu ihnen nach Hause kommen“, lautet das Motto des Kirchenvorstands, der eine große Welle der Hilfsbereitschaft angestoßen hat.  

Überraschend große Resonanz  

„Mit so einer großen Resonanz auf unsere Aktion hatten wir gar nicht gerechnet“, sagt Regionaldiakon Gunnar Ahlborn erfreut. Auf der Facebook-Seite der Gemeinde (St.-Petri-Kirchengemeinde Rethen/Leine) habe die Aktion rund 3500 Aufrufe bekommen. Viele Menschen sind aber auch aktiv geworden. „Unzählige Leute haben mehr als 3000 Sterne gebracht und mehr als 700 handschriftliche Weihnachtsgeschichten bei uns abgegeben“, sagt Ahlborn. Dabei haben nicht nur Rethener gebastelt oder geschrieben. Handschriftliche Abschriften der Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium, das alle Teilnehmer auf der Homepage der Gemeinde einsehen konnten, seien sogar aus Münster, Bremen und mehreren Städten der Region Hannover bei der Gemeinde eingetroffen. Viele Kinder hätten sich beteiligt und die Geschichte mit viel Mühe in Schönschrift abgeschrieben, liebevoll verziert oder auf buntes Papier geklebt.

Etwa die Hälfte der Weihnachtsgeschichten sei anonym im Briefkasten der Gemeinde gelandet. „Es gab aber auch zahlreiche berührende Begleitschreiben“, erzählt Ahlborn. Viele Absender berichteten, wie den Menschen das Basteln und Schreiben geholfen habe, das vergangene Jahr zu verarbeiten oder um in der Corona-Zeit in Weihnachtsstimmung zu kommen.

Menschen besinnen sich

„Diese große Emotionalität der Menschen hat uns positiv überrascht“, sagt der Regionaldiakon. „Man merkt, dass sich viele Menschen wieder auf das Wesentliche besinnen.“ Ahlborn sieht etwas Positives in der Corona-Weihnachtsfeier. Er sagt: „In den Vorjahren sind viele Menschen in die Kirche gekommen und haben sich berieseln lassen. Jetzt beteiligen sie sich wieder selbst.“

Große Packaktion

Am 12. Dezember wurde die Rethener Grundschule zur Packstation. Rund 70 Helfer aus der Gemeinde füllten unter strengen Corona-Auflagen in vier Schichten die 2500 Weihnachtstüten mit den handschriftlichen Weihnachtsgeschichten, den selbst gebastelten Sternen, je einem Rethener Weihnachtsfestheft mit Liedern und anderen Texten zum Mitfeiern sowie einer Kerze. Freiwillige verteilten die Tüten an alle Haushalte von Gemeindemitgliedern sowie an Rethener, die sich dafür angemeldet hatten.


"Wenn die Menschen Weihnachten nicht in die Kirche kommen, dann muss die Kirche eben zu ihnen nach Hause kommen."


Lichtermeer erstrahlt heute

Heute, am Heiligen Abend, sind alle Gemeindemitglieder eingeladen, um 18 Uhr mit den Kerzen, den Sternen und den Weihnachtsheften vor ihre Haustür zu treten und bei der Aktion „Lichtermeer“ als Zeichen der Verbundenheit mit sicherem Abstand gemeinsam Weihnachtslieder zu singen. Bereits um 16 Uhr gibt es außerdem einen Onlinegottesdienst unter www.kirche-rethen.de, bei dem Rethener von verschiedenen Orten die Weihnachtsgeschichte vorlesen. „Es ist einfach toll, wie viele Menschen sich bei dem alternativen Weihnachtsfest engagieren“, sagt Regionaldiakon Ahlborn und dankt im Namen des gesamten Kirchenvorstandes den vielen Helfern, die geschrieben, gebastelt, gepackt, verteilt oder gelesen haben. „Sie alle haben in großartiger Weise dazu beigetragen, die diesjährige, coronabedingte ,andere Weihnacht‘ zu ermöglichen.“  Von Stephanie Zerm


Ein Hoch auf die Freundschaft

Heike Jähnig-Rockmann aus Laatzen sendet ein Dankeschön in die USA

Merry Christmas nach Dana Point!
Merry Christmas nach Dana Point!

Ich sende meiner Freundin Katja und ihrem Mann Paul ganz liebe Weihnachtsgrüße. Sie leben in Dana Point in den USA.

Wir kennen uns seit der Schulzeit und hatten eine gemeinsame Ausbildung. Katja ist eine tolle Patentante für meine Tochter. Wir wollen sie beim weihnachtlichen Keksebacken online überraschen.

Trotz der Entfernung telefonieren wir noch immer regelmäßig und unterstützen uns gegenseitig, wo Hilfe nötig ist. Da aktuell die Situation in den USA aufgrund von Corona noch schwieriger ist als hier in Deutschland, weiß ich um ihre Sorgen und Ängste. Die staatliche Absicherung ist in Deutschland einfach unschlagbar. Das wird mir immer wieder bewusst. Ich bekomme durch Katja mit, wie schlimm die Zustände vor Ort in Amerika sind.

Katjas Eltern besuche ich auch hin und wieder. Wenn sie Hilfe brauchen, biete ich mich gern an. Für mich macht Freundschaft gerade das aus: füreinander da zu sein.

Besuche sind nur selten möglich, aber es gibt ja beispielsweise Facetime. Zum runden Geburtstag haben wir es geschafft, gemeinsam zu feiern. Ich wurde zum Brunchen ins tolle Ritz eingeladen. Die Erinnerungstasse erfreut mich jeden Morgen.

Frohe Weihnachten und ein gesundes und fröhliches Beisammensein, das wünsche ich. Heike Jähnig-Rockmann
                                  

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