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Home Sonderthemen Komplett Sozialpädagogik und Sozialarbeit: Engagement für sozial Schwache und Menschen in schwierigen Lebenssituationen
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12:53 28.01.2019
Sozialpädagogen arbeiten häufig mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen.                                                  Foto: AOK Pressedienst/ Pressebilder
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Sozialpädagogen und Sozialarbeiter arbeiten an sozialen Brennpunkten der Gesellschaft. Sozialpädagogik ist ein Bereich innerhalb der Sozialen Arbeit. Der Beruf ist eine Kombination aus den Tätigkeitsfeldern der sozialen Arbeit und der Pädagogik. Sozialpädagogen versuchen, Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen. Sie helfen bei sozialen Problemen und versuchen, den Betroffenen mit entsprechenden Lösungen zu helfen. Sozialpädagogen sind meist als Erzieher außerhalb der Schule oder als Familienhelfer tätig, während sich Sozialarbeiter eher um sozial benachteiligte Menschen in schwierigen Lebenssituationen kümmern. 

Immer ein offenes Ohr für die Mitmenschen

Der Beruf des Sozialpädagogen oder der Sozialpädagogin sowie der Sozialarbeit ist etwas für alle, die insbesondere zu Kindern und Jugendlichen ein besonderes Verhältnis sowie für ihre Mitmenschen immer ein offenes Ohr haben und für die soziales Engagement eine Lebenshaltung ist. Für diese Berufe braucht man ein besonderes Einfühlungsvermögen, viel Toleranz, Offenheit, Kontaktfreude und vor allem Belastbarkeit. Denn Menschen in schwierigen sozialen Verhältnissen sind nicht immer leicht zu erreichen. Um ihnen Wege aus einer sozialen Sackgasse zu zeigen und sie zu motivieren braucht man sehr viel Geduld.

In der täglichen Arbeit analysieren Sozialpädagogen auftretende soziale Schwierigkeiten, zeigen die Ursachen auf und entwickeln Lösungen mit den beteiligten Trägern wie den Jugendämtern und Organisationen, die sich in diesem Bereich engagieren. Sie beraten, wie Betroffene Unterstützung in Anspruch nehmen können, geben Hilfestellungen und helfen dabei, die Hilfestellungen zu erhalten. Sozialpädagogen und Sozialarbeiter finden ihre Tätigkeiten im öffentlichen Dienst, bei kirchlichen und privaten Einrichtungen, Wohlfahrtsverbänden wie zum Beispiel der Caritas oder der Diakonie, in Beratungsstellen, Wohnprojekten, im Strafvollzug oder in der dann folgenden Rehabilitation.

Die Sozialarbeit unterstützt Menschen, die in schwierigen sozialen Verhältnissen leben.             Foto: AOK Pressedienst/ Pressebilder
Die Sozialarbeit unterstützt Menschen, die in schwierigen sozialen Verhältnissen leben.             Foto: AOK Pressedienst/ Pressebilder

Drei Jahre studieren

Um Sozialpädagoge zu werden, ist in der Regel ein dreijähriges Studium an Fachhochschulen oder Akademien erforderlich. Hier werden Kenntnisse aus den Bereichen Pädagogik, Recht, Sozialogie, Psychologie und Sozialarbeit vermittelt. In Hannover kann man Sozialpädagogik und Soziale Arbeit unter anderem zum Beispiel an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität, der Hochschule Hannover oder der Fachhochschule des Mittelstands studieren. Auch im benachbarten Hildesheim gibt es Möglichkeiten. Sozialpädagogik ist auch als Duales Studium, als Fernstudium und als berufsbegleitendes Studium möglich. Verwandte Studiengänge sind Soziale Arbeit und Sozialmanagement. Soziale Arbeit ist generalistischer gehalten, während das Studium Sozialmanagement betriebswirtschaftliche Themen in den Mittelpunkt rückt. Alle Möglichkeiten der Sozialpädagogik oder der Sozialarbeit beinhalten die gleiche Studienzeit, nur der Weg im berufsbegleitenden bzw. dualen Studium ist anders.

Wer die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife besitzt, kann ein Studium aufnehmen. An der Fachhochschule schließt das Studium mit dem Bachelor ab, danach kann man noch den Masterabschluss erlangen, muss dafür aber an eine Universität wechseln. Nach dem Studium kann man in Niedersachsen ein Brutto- Monatsgehalt von rund 2700 Euro erreichen. In Bayern, Hessen, Hamburg oder Baden-Württemberg sind Monatseinkommen bis zu rund 3350 Euro möglich.

Die Chancen, nach dem Studium einen Arbeitsvertrag zu erhalten sind bestens. Soziale Brennpunkte nehmen immer mehr zu. Die Migration wird in Deutschland auch weiterhin ein großes Thema sein. Es gibt immer mehr Familienkonflikte. Dazu kommt die Vereinzelung in unserer Gesellschaft, die immer stärker wird, das soziale Klima wird kälter. Alles dies führt dazu, das Sozialpädagogen und Sozialarbeiter auch in Zukunft immer stärker gefragt sein werden.

www.dsvg.org
(Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen)
www.IFSW
(Deutscher Berufsverband für soziale Atbeit e. V.)
www.berufe-lexikon.de
www.studieren.de
www.wegweiser-duales-studium.de
www.academics.de
www.helpster.de

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