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Home Sonderthemen Hannover Stadt Nord Physiotherapeut Hendrik Neumann aus Empelde: Bewegung hilft gegen Rückenschmerzen!
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11:42 08.10.2020
Physiotherapeut Hendrik Neumann kann seinen Patienten anhand einer Videoanimation genau zeigen, wo sich die Problemzonen befinden.

Hendrik Neumann ist gemeinsam mit seinem Partner Lars Papenberg Inhaber der Physio Impuls GbR mit Praxen in Ronnenberg-Empelde sowie Hannover an der Sophienstraße.

Dort behandelt das Team seine Patienten, zu denen unter anderem Olympioniken und bekannte Schauspieler gehören.

Rückenschmerzen gehören schon lange zur Volkskrankheit Nummer eins. Sie sind die zweithäufigste Ursache für Arztbesuche.

Herr Neumann, stimmen Sie mit anderen Experten überein, dass Rückenschmerzen zu den Volkskrankheiten Nummer eins zählen?

Unbedingt, allein in unserer Praxis hat statistisch gesehen fast jeder zweite Patient Beschwerden im Rückenbereich. Der Altersdurchschnitt wird dabei immer jünger.

Welches sind die Ursachen dafür?

Nun, da gibt es sehr unterschiedliche Ursachen. Zu der genetischen Komponente kommt natürlich auch die fehlende Bewegung/Belastung. Die dadurch resultierenden Dysfunktionen im Bewegungsapparat können im Alltag nur selten ausgeglichen werden. Neueste zahlen besagen, dass wir mittlerweile mit rund 80 000 Sitzstunden pro Person und Arbeitsleben unseren Alltag verbringen.

Aber das sind nicht die einzigen Ursachen?

Nein, Stress und zu wenig Bewegung sind ebenfalls häufige Ursachen für Rückenschmerzen. Es gibt aber auch unspezifische Schmerzen, bei denen die Ursachen oftmals nicht geklärt werden können – trotz aufwendiger diagnostischer Ursachenforschung.

Wie behandeln Sie Rückenschmerzen?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Das hängt vom jeweiligen Befund und der bereits oben genannten Diagnostik ab. Jeder einzelne Patient benötigt eine individuelle Behandlung, diese reicht von einer Schmerztherapie bis hin zur aktiven Therapie.

Damit es nicht so weit kommt, dass ein Arzt aufgesucht werden muss, was kann ich selbst tun, um Rückenschmerzen vorzubeugen?

In erster Linie ist Bewegung wichtig, egal welcher Art. Zu empfehlen ist immer das Training mit dem eigenen Körpergewicht, damit ist das funktionelle Training gemeint. Weiterhin ist ein gerätegestütztes Krafttraining in einem Fitnessstudio zu empfehlen. Hier empfiehlt es sich, den individuellen Trainingsplan engmaschig von ausgebildeten Trainern oder Therapeuten kontrollieren zu lassen und vor allem die Trainingstage fest in seinen Alltag einzubinden. Am Ende des Tages spielt die Ernährung natürlich auch eine große Rolle.

Vielen Dank für das Gespräch!


Ernährung im Seniorenalter: Das braucht der Körper

Im Alter lässt der Energiebedarf nach, der Bedarf an lebenswichtigen Nährstoffen bleibt aber gleich. Foto: WavebreakMediaMicro/fotolia/Nestlé Ernährungsstudio
Im Alter lässt der Energiebedarf nach, der Bedarf an lebenswichtigen Nährstoffen bleibt aber gleich. Foto: WavebreakMediaMicro/fotolia/Nestlé Ernährungsstudio

Im Alter verändert sich der Körper und damit auch sein Energiebedarf. Ältere Menschen brauchen zwar weniger Energie, aber der Bedarf an lebenswichtigen Nährstoffen bleibt gleich. Diese Anforderungen müssen beim Essen und Trinken berücksichtigt werden.

Weniger Energie …

„Schon ab dem 30. Lebensjahr nimmt im Körper die Muskelmasse kontinuierlich ab und der Fettanteil zu“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. „Dies führt dazu, dass der Grundumsatz und damit der Energiebedarf sinkt. Deutlich wird das ab dem 60. Lebensjahr.“ Im Vergleich: Während der Richtwert für die Energiezufuhr abhängig von der körperlichen Aktivität einer 30-jährigen Frau bei rund 2.100 Kilokalorien am Tag liegt, sind es bei einer über 65-Jährigen circa 1.900 Kilokalorien. Ein Energiebedarfs-Rechner bietet Senioren einen Anhaltspunkt, wie viel Kilokalorien sie täglich benötigen.

… unveränderter Nährstoffbedarf

Bei den lebensnotwendigen Nährstoffen, wie den Vitaminen C und D oder dem Mineralstoff Calcium, zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Deren Bedarf beziehungsweise die Empfehlung für die Tageszufuhr bleibt gleich oder ist sogar höher. „Daher sind mit zunehmendem Alter Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte zu bevorzugen, also solche, die wenig Energie, jedoch viele Nährstoffe enthalten“, empfiehlt Neubert. Beispiele hierfür sind fettarme Milchprodukte oder fettarmes Fleisch und Fleischprodukte sowie Gemüse wie Möhren oder Kohlrabi und Obst wie zum Beispiel Äpfel oder Erdbeeren, die auch reich an Vitamin C sind.

Vitamin C und D im Alter

Vitamin C hat viele Aufgaben im menschlichen Körper. So unterstützt es beispielsweise die normale Funktion des Nervensystems, des Energiestoffwechsels und des Immunsystems. Zudem trägt es auch zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zur besseren Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln bei.

Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert
Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert

Auch gesunde Senioren sollten täglich 100 Milligramm Vitamin C mit der Nahrung aufnehmen. „Für ältere Menschen ist es darüber hinaus empfehlenswert, auf die Versorgung mit Calcium und Vitamin D zu achten, um das Osteoporoserisiko zu senken“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin.

Fische wie Makrele oder Lachs sind gute Vitamin D-Lieferanten. Regelmäßige Spaziergänge im Freien sorgen dafür, dass mit Hilfe der Sonnenstrahlen auf der Haut im Körper Vitamin D gebildet wird. Weil im Alter diese Fähigkeit der Haut jedoch deutlich abnimmt, sollte nach Rücksprache mit einem Arzt eventuell ein Vitamin D-Präparat eingenommen werden.

Osteoporoserisiko senken

Calcium ist auch für ältere Menschen ein wichtiger Mineralstoff. Es wird für die Aufrechterhaltung der Knochen und Zähne benötigt. Auch die Muskelfunktion und die Zellteilung werden unterstützt. Milch und Milchprodukte stellen die Calciumversorgung sicher. „Dazu genügen bereits zwei kleine Scheiben Emmentaler mit etwa 40 Gramm, ein Glas fettarme Milch mit circa 250 Milliliter und 250 Gramm Naturjoghurt“, verrät Dr. Annette Neubert.

Trinken nicht vergessen

Ausreichend zu trinken, ist im Seniorenalter ebenso wichtig – etwa 1,5 Liter am Tag. Gerade ältere Menschen haben häufig keinen Durst. Hier ein Tipp: Steht ein Getränk stets in Reichweite, erinnert es an das regelmäßige Trinken, wodurch die empfohlene Menge leichter erreicht wird. Wichtig ist auch, zu jeder Mahlzeit ein Getränk einzuplanen. Mineralwasser, Schorle (Verhältnis: ¼ Saft und ¾ Wasser) und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees eignen sich besonders. Ein calciumhaltiges Mineralwasser (Calciumgehalt > 150 Milligramm pro Liter) ist gleichzeitig für die Knochengesundheit und somit zur Osteoporosevorbeugung gut.

Einen Energiebedarfsrechner gibt es online unter ernaehrungsstudio.nestle.de/tippstools/rechner/kalorienbedarf

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