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10:08 07.10.2021
Der Stammsitz in der Karmarschstraße ist zum 150. Geburtstag von Liebe festlich geschmückt. Fotos: Ramin Faridi (2)

Herr Prenzler, was geht Ihnen spontan durch den Kopf, wenn Sie an das 150-jährige Jubiläum der Parfümerie Liebe denken?

Vor allem, dass wir den Menschen eine Freude bereiten wollen. Es geht nicht darum, uns selber zu feiern, wir möchten unseren treuen Kunden danken und dafür sorgen, dass Sie mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gehen.

In 150 Jahren hat sich viel verändert – auch in Ihrem Unternehmen. Was war die größte Veränderung?

Sicherlich die Erweiterung zur Welt für Schönheit und Mode in den Siebziger Jahren. Liebe war von da an nicht nur eine Parfümerie, sondern wir haben um neue Abteilungen für Mode und Kosmetik erweitert. Die acht Kosmetikkabinen, die wir in der 5. Etage errichtet haben, sieht man ja von Außen gar nicht. Dazu kam dann auch noch eine Abteilung für Geschenkartikel.

Und worauf sind Sie besonders stolz?

Zum einen darauf, dass wir bei vielen Marken eine Vorreiterrolle hatten. Wir waren die Ersten, die in den Zwanziger Jahren Arden aus den USA ins Sortiment genommen haben. Bei Estee Lauder Cosmetics in den Fünfziger Jahren und bei Saint Laurent in den Siebzigern ebenfalls. Wir haben unseren Kunden eigentlich immer Neuheiten präsentiert. Und dann sind da noch die beiden Säulen, auf die ich besonders stolz bin.

Welche sind das?

Vor allem unsere Mitarbeiter. Für uns sind sie wichtiger als alles Geld auf dem Konto. Wir bilden jedes Jahr drei bis vier neue Mitarbeiter aus, und viele von ihnen bleiben danach bis zur Rente bei uns. Wir haben bei Liebe kaum Fluktuation, jeder hilft wie in einer großen Familie mit. Das ist eine unserer großen Stärken. Und die zweite Säule ist unser Angebot. Bei uns bekommen die Kunden besondere Düfte, die eine Geschichte haben. Und unsere Mitarbeiter können die auch erzählen: Unter den derzeit etwa 80 Mitarbeitern sind alleine 20 Maître de Parfum sowie Makeup- und Kosmetik-Spezialisten.

Und hat Sie in den vielen Jahren auch etwas besonders überrascht?

Ich finde die Vorherrschaft der EDV heutzutage schon erstaunlich. Viele Kunden bestellen im Internet und wissen gar nicht, ob das Produkt für ihre Haut richtig ist. Vielleicht können wir bei den Preisen im Internet manchmal nicht mithalten, aber wir verkaufen nicht nur teure Produkte und achten vor allem darauf, dass die Kunden zufrieden sind. Schließlich möchten wir ja, dass sie gerne wieder zu uns kommen.
  

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