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06:20 13.06.2019
In lockerer Runde ins World Wide Web einsteigen: Die Silver Surfer der Oldies Hannover sind mit viel Spaß bei der Sache. Fotos: Anna Beckmann

Smartphone, Tablet und Computer sind vielen älteren Menschen noch immer fremd. Anders sieht das Ganze bei den Senioren vom Oldies Club Hannover aus: Sie lassen sich von der Digitalisierung nicht abhängen, sondern wissen genau, wie Whatsapp, Youtube und Co. funktionieren. „Computer und Internet eröffnen der älteren Generation ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation und Freizeitbeschäftigung“, sagt Thorsten Hoffmann, der die Oldies Hannover vor fast 17 Jahren gegründet hat und damit interessierten Senioren den Weg ins World Wide Web ebnet. Mit großem Erfolg, denn die meisten Neueinsteiger vertiefen erlangtes Wissen und Können später in Fortgeschrittenenkursen.

Ganz gleich, ob E-Mails schreiben oder Musik herunterladen, Kursleiter Thorsten Hoffmann zeigt den Teilnehmern, die zwischen 60 und 80 Jahren alt sind, in ruhiger Atmosphäre alles, was sie wissen wollen. „In den vergangenen Jahren sind immer mehr Senioren gekommen, die von ihren Kindern ein Smartphone oder Tablet geschenkt bekommen haben, um mit ihnen in Kontakt zu bleiben“, erzählt er.

Bei den Oldies Hannover können Interessierte Einzelunterricht in den eigenen vier Wänden buchen. Für Installationen, Reparaturen oder die Einrichtung von Router und anderem Zubehör steht der PC-Homeservice der Oldies nach Absprache bereit.
           

„Ein ganz spezieller Service, den unsere Stammkunden sehr zu schätzen wissen, ist die Möglichkeit, uns bei Fragen und Problemen an sieben Tagen in der Woche – also auch abends und am Wochenende – anrufen zu können“, sagt Thorsten Hoffmann, der als Experte auch für eine Fernwartung zur Verfügung steht. Den Fokus legt er jedoch auf das Lernen in der Gemeinschaft. Dass es viele ältere Menschen gibt, die sich den Herausforderungen der digitalisierten Welt stellen wollen und müssen, gerät, laut einer Studie von Bremer und Berliner Wissenschaftlern, oft in Vergessenheit.

Insgesamt seien bis zu 20 Millionen Senioren von der Digitalisierung abgehängt. Oft sei dafür nicht das fehlende Interesse der Menschen verantwortlich, sondern der Mangel an Angeboten für die Zielgruppe.
                  

Fit am Computer in kleinen Gruppen

Bei den „Oldies Hannover“ lernen Senioren zunächst in Einsteigerkursen in kleinen Gruppen den Umgang mit Computer, Smartphone und Tablet. Angewendet und vertieft wird das Gelernte anschließend im Oldies Club, der sich alle 14 Tage trifft. „Bei den regelmäßigen Treffen kann das Gelernte ausprobiert und so oft wie möglich geübt werden, damit nichts in Vergessenheit gerät“, sagt Thorsten Hoffmann. Wie viel Erleichterung die Digitalisierung seinen „Schülern“ bringt, merken diese, wenn Hoffmann ihnen beispielsweise zeigt, wie man online Zugtickets buchen, einen Termin beim Bürgeramt reserviert oder aber seine Bankgeschäfte erledigt. Aber er spricht mit den Teilnehmern auch darüber, dass sie im Internet Spuren hinterlassen. „Ein wichtiges Thema ist auch, wie sie ihren digitalen Nachlass verwalten, denn das gerät bei den Spielereien mit Fotobearbeitung und anderen Programmen schnell in Vergessenheit“, erklärt Thorsten Hoffmann.

Angst, etwas falsch zu machen, haben die Silver Surfer, wie Internetnutzer ab 50 Jahren gern genannt werden, in der Regel nicht. Sie probieren sich gern aus, helfen sich bei Problemen gegenseitig. Während sich die einen im Kurs Musikvideos anschauen, schneiden andere an eigenen Videos. Einig sind sich jedoch alle: Langweilig wird’s am Computer nicht.

Zwei neue Kurse finden noch im Juni statt: Der PC- und Internetkurs, Teil 1, am Montag, 17. Juni, um 10 Uhr und der Kurs „Tablet & Smartphone (Android)“, Teil 1, am Dienstag, 18. Juni, um 10 Uhr.

Infos zu weiteren Angeboten und den aktuellen Kursplänen gibt es bei Oldies Hannover, Alte Döhrener Straße 12, unter Telefon (05 11) 70 03 40 97, nach einer E-Mail an t.hoffmann@oldieshannover.de oder im Internet unter www.oldies-hannover.de.

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