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12:25 15.04.2021
Bei der Fahrprüfung gibt seit Jahresbeginn neue Vorgaben. Foto: dpa

Die Regeln im Straßenverkehr werden ständig an neue Bedingungen angepasst. In der Regel geschieht das am Beginn eines Jahres. Jetzt allerdings hat es eine weitere Änderung gegeben, die jedoch nicht direkt den Verkehr, sondern die Berechtigung der Teilnahme daran betreffen.

Bisher galt für Fahranfänger die Regel, dass wer seine Prüfung auf einem Automatikfahrzeug gemacht hat, nur ein Automatikfahrzeug fahren durfte. Die Änderung der so genannten Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), die zum 1. April in Kraft getreten ist, hat diese Vorschrift abgeschafft. Auch nach einer Automatikprüfung dürfen Schaltwagen gefahren werden. Es gibt allerdings Voraussetzungen dafür: Mindestens zehn 45-minütige Fahrstunden auf einem Schaltwagen sind vorzuweisen, und am Ende gibt es eine 15-minütige Testfahrt.

Die Automatikregel ist nicht die einzige Änderung in der Verordnung, sondern nur die späteste. Schon im Januar ist die Länge der praktischen Fahrprüfung geändert worden. Sie dauert jetzt zehn Minuten länger. Darin enthalten sein müssen acht vorgegebene Fahraufgaben. Darunter fallen beispielsweise ein Fahrspurwechsel oder das Verhalten im Kreisverkehr oder an einem Fußgängerüberweg. Außerdem werden noch fünf so genannte Fahrkompetenzen bewertet. Unter anderem geht es da um die Beobachtung des Verkehrs oder die selbständige Anpassung der Geschwindigkeit an den Verkehr. Am Ende der Prüfung steht mit dem Feedbackgespräch noch ein weiteres neues Element. Hier spricht der Prüfer oder die Prüferin mit dem Prüfling die absolvierte Fahrt in einem etwa fünfminütigen Gespräch durch. All diese neuen Vorgaben bedingen die längere Prüfdauer.

Naturgemäß steht die Prüfung aber erst am Ende der Ausbildung. Wie geht es eigentlich los? Mit anderen Worten: Wie finde ich eine gute Fahrschule. Wie in vielen Fällen im Alltag kann man auf Erfahrungen anderer zurückgreifen. Im Freundes- und Familienkreis kann man sicher Empfehlungen erhalten. Ein weiteres Mittel sind Bewertungen im Internet. Oder man wendet sich direkt an die örtlichen Fahrschulen, um dort entsprechende Fragen zum Ablauf und zu den Kosten zu stellen. Gute Fahrschulen werden bereitwillig Beratungsgespräche anbieten.


Die Zeit spielt für viele zukünftige Autolenker eine große Rolle. Oft ist es der 18. Geburtstag, an dem die rosa Karte im Portemonnaie stecken soll. In Niedersachsen ist es auch schon möglich, mit 17 Jahren das Steuer in die Hand zu nehmen, wenn eine erfahrene Begleitperson auf dem Beifahrersitz Platz genommen hat. Deswegen sollte man frühzeitig anfangen, sich Gedanken zu machen, denn hier sind auch behördliche Vorgänge im Spiel. Und die können mitunter dauern.

Die Anmeldung bei einer Fahrschule ist eigentlich immer der erste Schritt. Möglichst schnell sollte man sich auch um einen Sehtest kümmern. Augenoptiker und Augenärzte, aber auch das Gesundheitsamt, bieten diese gegen eine geringe Gebühr an. Außerdem muss man einen Erste-Hilfe-Kurs belegen. Der kostet zwischen 15 und 30 Euro und dauert insgesamt 7,5 Stunden. Hilfsdienste wie das DRK, Malteser-Hilfsdienst, Johanniter oder ASB bieten diese regelmäßig an. Jetzt kommt die Behörde ins Spiel, denn mit dem Ergebnis vom Sehtest und dem absolvierten Erste-Hilfe-Kurs muss bei der zuständigen Kommune ein Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis gestellt werden. Dazu muss man noch den Personalausweis, ein biometrisches Passbild und das nötige Formular mitbringen. Letzteres gibt es entweder auf der Website der Zulassungsbehörde oder bei der Fahrschule. Auch hier fallen Kosten an.

Danach kann es mit dem Lernen losgehen. In der Regel kann man mit drei bis sechs Monaten rechnen, bis es zur praktischen Prüfung geht. Von der Dauer und der Anzahl der Fahrstunden hängen auch die Kosten ab. Normalerweise kann man von einer Gesamtsumme zwischen 1000 und 2000 Euro für den üblichen Pkw-Führerschein der Klasse B ausgehen.
    

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