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Home Sonderthemen Komplett Neue Beschäftigungsfelder erfordern mehr Flexibilität und Methodenkenntnisse sowie digitales Know-how
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05:48 04.11.2019
Forscher arbeiten im Projekt Rheticus daran, aus Kohlenstoffdioxid wertvolle Spezialchemikalien zu erzeugen. Hier ist neben technischen Fertigkeiten IT- und Kommunikationswissen gefragt. Foto: Siemens
Stadt Hameln - Personalabteilung
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In der VDI-Studie „Ingenieurstudium für die digitale Transformation – Zukunft durch Veränderung“ aus dem April dieses Jahres ist zu lesen, dass die Hochschulen sich angesichts einer zunehmend digitalisierten Lebenswelt auch anpassen und weiterentwickeln müssen, um Nutzen aus den digitalen Tools und den Stärken neuer Technologien ziehen zu können.

Die neuen Beschäftigungsfelder am Arbeitsmarkt seien tendenziell komplexer als die bisherigen. Daher werde es mehr auf Flexibilität und Methodenkenntnisse beim Einsatz von digitalen Technologien ankommen – ohne digitale Bildung keine digitale Wirtschaft. Sie ist Kernelement der Zukunftsfähigkeit des deutschen Technologie- und Innovationsstandorts. Die Digitalisierung werde in der Arbeitswelt zu deutlich kürzeren Innovationszyklen führen.

Die Komplexität nehme in der Industrie 4.0 zu. Ingenieurinnen und Ingenieure müssten in der Lage sein, diese Komplexität zu beherrschen. Aus diesem Grund brauchen Ingenieure und Techniker hybride Fähigkeiten. Grundlegendes Ingenieur- und Technikerwissen müsse gepaart sein mit soliden Grundkenntnissen in digitalen Disziplinen.
      

GVS Gesellschaft für Verkehrsberatung und Systemplanung mbH

Wissensfelder verschmelzen

Ob Kraftfahrzeuge, Garagentore oder Maschinen: Die Produkte werden immer kommunikativer. Die Folge ist, dass sich die Anforderungen an Ingenieure, Techniker und IT-Spezialisten drastisch verändern. Diese Digitalisierung wirkt auf Ingenieure, Techniker und den IT- und Kommunikationsbereich. Das bietet Chancen auf ganz neue Berufsfelder.

Zwei Drittel der zukünftigen Jobs für die heutige Generation gibt es heute noch gar nicht. Sie werden in den nächsten Jahren erst entstehen, prognostiziert der Internetverband Eco. „Im Zeitalter von Industrie 4.0 werden Techniker sowie Ingenieure ohne starken IT-Background nicht mehr weit kommen“, sagt Jessica Volkwein, Partnerin bei der Executive Search Beratungsgesellschaft LAB & Company in München. Sie rät Studenten dazu, das Studium mit möglichst vielen IT- und Softwaremodulen anzureichern. Nur Personen mit digitaler Kompetenz werden in Zukunft an gute Jobs kommen.

Neue Jobs entstehen

Die Jobs an der Schnittstelle von IT und Ingenieurwesen haben zurzeit noch eher vage Stellenbeschreibungen und sind noch nicht richtig greifbar. Doch das wird sich schnell ändern. Die Arbeitsbereiche verschmelzen immer stärker miteinander.

Ein Beispiel dafür ist der Beruf des Data Scientist. Er stellt eine Mischung aus den Berufen Informatiker, Mathematiker und Ingenieur dar. Er filtert aus verschiedenen Datenquellen Informationen heraus und untersucht sie auf bestimmte Muster und wie sich zum Beispiel Komponenten verhalten, kurz bevor sie ausfallen.

Auf dieser Basis können Tools entwickelt werden, die den Ausfall vorhersehen sollen. Im Smart-Home-Bereich und in der Industrie 4.0 braucht man intelligente Halbleiterkomponenten. Sie machen die Maschinen „schlau“ – aber dafür werden Spezialisten benötigt, die Hard- und Software entwickeln und dann zusammenbringen können.

In Deutschland herrscht Fachkräftemangel. Unternehmen suchen dringend nach Spezialisten in allen Branchen. Das gilt auch für IT-Spezialisten, Techniker und Ingenieure. Trotzdem gilt, wer gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben möchte – insbesondere zukünftig – der muss sich der digitalen Welt stellen. Sie verändert das traditionelle Wissen dieser Branche.

Die einzelnen Disziplinen werden sich öffnen und zu gewissen Teilen miteinander verschmelzen. Wer zusätzliches Wissen generiert, wird beruflich auch in Zukunft erfolgreich sein.

Mehr Informationen:
www.vdi.de
www.ingenieur.de

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