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17:31 01.01.2022
… und Tschüss: Horst Pipho, der von Monika Jansen betreut wurde, winkt zum Abschied. Fotos: Privat (2)
Haus am Hirtenbach Betrieb GmbH

Es ist Zeit zu gehen“: Dieser Hit der deutschen Pop-Band „Unheilig“ war den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pflegedienst Jansen gerade populär genug, um ihrer bisherigen Chefin Monika Jansen einen mehr als gebührenden Abschied zu organisieren. Nach 13 Jahren seit Gründung des Unternehmens in Bredenbeck zieht sich „Schwester Monika“ nun endgültig in das Privatleben zurück, um mehr Zeit für Familie und Hobbys zu haben. Als Nachfolge wurden bereits im Sommer Waldemar Baumgärtner und Roman Artes vorgestellt.

So viele Geschenke: Schwester Monika zeigt sich mehr als gerührt und dankbar über so viel Aufmerksamkeit zu ihrem beruflichen Abschied.
So viele Geschenke: Schwester Monika zeigt sich mehr als gerührt und dankbar über so viel Aufmerksamkeit zu ihrem beruflichen Abschied.

Tränen en Masse …

Wie sehr die Bredenbeckerin bei „ihren Mädels“, wie sie ihre Mitarbeiter/ Innen liebevoll bezeichnet, beliebt war, das zeigen Videoaufnahmen von der Abschiedsfeier: Tränen der Rührung und Dankbarkeit sorgten für viel Gefühl im Saal des Dorfgemeinschaftshauses. Spalier bildend und zur Musik von „Unheilig“ nahm die Pflegedienstleiterin noch einmal jede Mitarbeiterin, jeden Mitarbeiter, persönlich in dem Arm, um danke zu sagen und sich zu verabschieden. Nach einem liebevoll gereimten Gedicht auf ihre „Schwester Monika“ ging die Verabschiedung in eine Kaffee- und Kuchenrunde über, bei der viel gelacht und „Weißt-du-noch-Geschichten“ erzählt wurden.

Alles begann 1979 in Cloppenburg


Die im emsländischen Sögel geborene Monika Jansen begann 1979 ihren beruflichen Werdegang als Auszubildende im Krankenhaus in Cloppenburg. In den achtziger Jahren folgte der berufliche Umzug nach Hannover, wo sie viele Jahre, unter anderem als OP-Schwester, im Vincenz Krankenhaus tätig war. Es folgte der Wechsel in die ambulante Pflege in der Regio Hannover und dann im Jahre 2008 die Gründung des eigenen Pflegedienstes in Bredenbeck. Mit drei Mitarbeiterinnen ging die Mutter von zwei erwachsenen Kindern an den Start, aktuell sind es 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für ihr Unternehmen tätig waren und sind.

Pflege mit Herz!

„Einer der Gründe, warum ich mich selbstständig gemacht habe, war, dass ich Pflege mit Herz anbieten wollte.“ Ein schwieriges Unterfangen mit Blick auf die strengen gesetzlichen Vorgaben, die engen Zeitfenster und viele, viele bürokratische Hürden. Doch Monika Jansen hielt unbeirrt an ihrem Konzept fest – mit Erfolg. Die Zahl der zu pflegenden Kunden wuchs und wuchs. „Meine Kundinnen und Kunden waren natürlich sehr traurig als sie gehört haben, dass ich aufhöre.“ Wie viel Wertschätzung sie bei den zu Pflegenden hat, wird daran deutlich, dass sich in ihrem Wohnzimmer ein ganzer Berg Geschenke stapelt sowie ein kräftiger finanzieller Zuschuss zu einer geplanten Städtetour, die sie gerne unternehmen möchte.


Meine private Zukunft wird sehr aktiv sein

Monika Jansen


„Wichtig sind Empathie und der Blick für das Wesentliche!“

Gefragt, was für sie das Wichtigste ist, um eine gute Pflege anzubieten, antworte die künftige Ruheständlerin: „Empathie und der Blick für das Wesentlich.“ Zudem sei es wichtig, flexibel auf die Bedürfnisse eines jeden Einzelnen einzugehen. „Dienst nach Vorschrift geht halt nicht immer, und deshalb habe ich meinen Mitarbeitenden immer wieder mit auf den Weg gegeben, unseren zu Pflegenden nicht nur mit großem Respekt, sondern auch mit viel Einfühlungsvermögen, eben Empathie und Flexibilität, entgegen zu treten.“

„Danke an alle, die den Weg mit mir gegangen sind!“

Mit einer sehr persönlichen Videobotschaft sind nun alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgerüstet. Darauf zu sehen ist Monika Jansen, wie sie sich bei allen Kundinnen und Kunden für das Vertrauen und die vielen Geschenke und guten Wünsche bedankt. „Das sollen meine Mädels abspielen, wenn sie die Kundinnen und Kunden jetzt besuchen.“ Danken möchte die scheidende Leiterin aber auch für die gute Zusammenarbeit allen Ärzten/Innen, Apotheker/ Innen, Therapeuten/Innen und allen jenen, die sie in den vergangenen Jahren so oder so begleitet haben.

…und was kommt jetzt?

„Meine private Zukunft wird sehr aktiv sein“, blickt Monika Jansen voraus. Erst einmal ein paar ruhige und besinnliche Tage mit der Familie, bevor noch ein paar „Aufräumarbeiten“ anliegen, um die „letzten Reste“ der Abwicklung des Unternehmens ordentlich und korrekt zu erledigen. „Danach freue ich mich auf die gemeinsame Freizeit mit meiner Familie.“ Geplant sind diverse Städtereisen, das Erlernen einer Fremdsprache, voraussichtlich spanisch, aber auch immer wieder das Ausprobieren von neuen Rezepten, denn Kochen ist „die“ große Leidenschaft der scheidenden Schwester Monika.

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