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11:56 30.10.2020
Mit einer Thermografie lassen sich die energetischen Schwachstellen eines Hauses erkennen. Foto: fotolia/Bartussek

Die Energieeffizienz eines Hauses ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden – insbesondere seit 2014 der Energieausweis eingeführt wurde, der bei einem Verkauf eines Hauses die energetischen Werte des Objektes aufzeigen muss. Nichtsdestotrotz scheint es nach wie vor eine große Anzahl an Fenstern in deutschen Häusern zu geben, die den energetischen Ansprüchen moderner Fenster nicht entsprechen. Die Folge sind hohe Heizkosten für die Bewohner und dadurch auch eine schlechte Klimabilanz des Hauses. Mit einer Thermografie, bei der mit einer Wärmebildkamera eine Aufnahme des Hauses gemacht wird, lassen sich die Schwachstellen eines Hauses leicht erkennen. In der Regel sind die Fenster dabei.

Modernisierung ist eine Investition in die Zukunft

Daraus kann man ablesen, dass die zunächst kostenintensive Modernisierung auf Dauer eine Investition ist, die sich rechnet. Nicht nur werden die Heizkosten gesenkt. Das Haus oder eine Wohnung lassen sich zudem besser verkaufen oder vermieten. Aus diesem Grund unterstützt die öffentliche Hand solche energetischen Sanierungsmaßnahmen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die dem Bund gehört. Über Kredite und Tilgungszuschüsse bis zu 120 000 Euro werden energetische Sanierungen gefördert. Einzelmaßnahmen – wie der Austausch von Fenstern – können mit bis zu 50 000 Euro gefördert werden.

Die Erneuerung der Fenster spart langfristig Geld.
Die Erneuerung der Fenster spart langfristig Geld.

Auf Verglasung achten

Der Bedarf scheint da zu sein, denn noch bis weit in die Siebzigerjahre hinein war der Einbau von Fenstern mit Einfachverglasungen üblich. Da viele Häuser aber noch deutlich vor dieser Zeit gebaut wurden, kann man sich vorstellen, wie viele dieser Fenster noch vorhanden sind. Zugige Wohnräume und schnell auskühlende Räume sind die Folge, gegen die mit dem Aufdrehen der Heizung angekämpft wird. Moderne Fenster erkennt man an deren Wärmedurchgangskoeffizienten. Dieses sperrige Wort verbirgt sich hinter dem sogenannten U-Wert. Je geringer der Wert, desto höher die Isolierung.

Himmelsrichtung ist relevant

Die Einfachverglasung hat einen Wert von 6. Doppelverglasungen – heute noch in vielen Häusern zu finden – einen Wert um die 3. Moderne Fenster dagegen liegen in der Regel bei 1,3 bis 1,7 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m2K). Um von der KfW gefördert zu werden, müssen sogar Fenster mit Werten ab 0,95 W/m2K oder weniger verbaut werden. Weiterhin muss bei der Erneuerung der sogenannte g-Wert eine Rolle spielen. Er bezeichnet die Gesamtenergiemenge, die ein Fenster durchlässt. Je höher der g-Wert, desto mehr Sonnenlicht – und damit Wärme – kommt hindurch. Mit einem hohen Wert kann man also im Winter die Wärme der Sonne nutzen, um die Heizung zu unterstützen. Im Sommer dagegen kann das zu einem Problem werden. Bei der Auswahl der Fenster ist es also wichtig, in welche Himmelsrichtung das Fenster zeigt. Nach Süden sollte ein niedriger g-Wert eingeplant werden, der das Aufheizen von Räumen im Sommer vermeidet. Ist das Fenster nach Norden gerichtet, ist der g-Wert von untergeordneter Bedeutung.


Moderne Kühlschränke haben viele Extras

Einige Modelle gibt es in der smarten Variante

Die richtige Anordnung der Lebensmittel fördert die Energieeffizienz des Gerätes. Foto: Pixabay
Die richtige Anordnung der Lebensmittel fördert die Energieeffizienz des Gerätes. Foto: Pixabay

Kühlschränke sind mehr als Küchengeräte, die stumm in der Ecke stehen und die Lebensmittel kühlen. Kühl-, Gefrier- und Kombigeräte werden inzwischen mit zahlreichen innovativen Funktionen ausgestattet.

Diverse Extras wie Multizonen-Einteilungen, Abtauautomatik und Schnellkühlfunktionen halten einen Mehrwert für den Konsumenten bereit. Mittlerweile ist auch der Kühlschrank in das Smarthome-Netz integrierbar. Die wichtigen Kühlgeräte werden mit diversen Zonen versehen, die sich optimal auf die Lagerungsbedürfnisse der Lebensmittel einstellen. Das Bio-Frischefach, auch als „Gemüseschublade“ bekannt, ist eine Kaltlagerzone und für Gemüse, Obst und Salate bestens geeignet. Sie wurde für Lebensmittel konzipiert, die es etwas feuchter mögen. Ab dem mittleren Preissegment weisen die Geräte oft eine Abtauautomatik auf. Diese Technik ermöglicht ein Abtauen, noch bevor sich eine Eisschicht bilden kann. Sobald ein Gerät sehr vereist, wird die Leistung verringert und der Energieverbrauch steigt. Kühlschränke mit einer Abtauautomatik sind demzufolge energieeffizient. Die bereits verbaute Wasserrinne und Verdunstungswanne sorgen für den Abtransport des Wassers. Die Zeiten, in denen man Putztuch und Wassereimer benötigte, sind somit vorbei.

Ebenfalls vorbei ist das Warten bis das gewünschte Lebens- oder Genussmittel endlich kalt ist. Mittels Schnellkühlfunktion können Salate, Desserts oder auch Sektflaschen rasch auf die gewünschte Temperatur heruntergekühlt werden. Ist der Kühlschrank in das Smarthome-Netz integriert, so kann eine Kamera im Inneren des Gerätes den Inhalt aufzeichnen. Eine App auf dem Smartphone greift dann auf diese Aufzeichnung zu. So kann man sich im Supermarkt seine Lebensmittelvorräte ansehen und weiß, was noch benötigt wird. lps/AM


Bodenfliesen möglichst professionell verlegen lassen

Fachleute gleichen Unebenheiten im Untergrund aus

Keramische Fliesen mit sehr geringer Wasseraufnahme eignen sich besonders gut fürs Bad. Foto: Leonardo
Keramische Fliesen mit sehr geringer Wasseraufnahme eignen sich besonders gut fürs Bad. Foto: Leonardo

Ohne Kenntnisse über den Untergrund, die Bauchemie sowie die verschiedenen Fliesenarten droht selbst erfahrenen Heimwerkern nach fehlerhaftem Verlegen ein böses Erwachen. Fliesen können Risse zeigen, springen oder sich lösen.

Mit der Beauftragung von Fachleuten ist man auf der sicheren Seite. Wichtig für das Verlegen ist ein ebener Untergrund. Besonders bei den heute beliebten großen Formaten ist ein ebener Untergrund unverzichtbar. Bei kleineren Formaten können Unebenheiten im Estrich besser ausgeglichen werden. Als Untergrund verwendet man einen gegossenen Estrich oder Trockenestrich. Der Estrich wird „schwimmend“ verlegt, damit er nicht mit der darunterliegenden Ebene verbunden ist. Für den nötigen Abstand zur Wand sorgt eine Fuge, sonst gibt es keine Schalldämmung. Fachleute belegen einen unebenen Boden mit einer selbstverlaufenden Ausgleichsmasse. Vorher wird der alte Estrich gründlich von Kleber-Resten gereinigt. Ein alter Holzfußboden kann auch überfliest werden. Darüber wird zuerst schwimmend eine Spanplatte gelegt, die ebenfalls als Schalldämpfer dient. Auf dem vorbereiteten Untergrund wird danach der Fliesenstärke entsprechend eine fünf bis zehn Millimeter dicke Schicht Kleber aufgebracht und mit einem sogenannten Zahnspachtel verteilt. Äußerst hilfreich sind Fliesenkreuze als Abstandhalter zwischen den Fliesen. Entsprechend der angegebenen Abbindezeit des Klebers müssen die Fliesen vor dem Verfugen trocknen. Erst dann kann verfugt werden. Mit einem Gummiwischer gelingt das Einschlämmen der Fugen besonders gut. Mörtelspuren werden mit klarem Wasser und einem Schwamm erst dann von den Fliesen gewischt, wenn der Fugenmörtel abzubinden beginnt. Ränder verschließen die Handwerker danach mit Silikon. lps/Cb
      

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