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14:48 29.10.2020
Mit einer Thermografie lassen sich die energetischen Schwachstellen eines Hauses erkennen.

Die Energieeffizienz eines Hauses ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden – insbesondere seit 2014 der Energieausweis eingeführt wurde, der bei einem Verkauf eines Hauses die energetischen Werte des Objektes aufzeigen muss. Nichtsdestotrotz scheint es nach wie vor eine große Anzahl an Fenstern in deutschen Häusern zu geben, die den energetischen Ansprüchen moderner Fenster nicht entsprechen. Die Folge sind hohe Heizkosten für die Bewohner und dadurch auch eine schlechte Klimabilanz des Hauses. Mit einer Thermografie, bei der mit einer Wärmebildkamera eine Aufnahme des Hauses gemacht wird, lassen sich die Schwachstellen eines Hauses leicht erkennen. In der Regel sind die Fenster dabei.

Tischlerei Maik Othmer

Daraus kann man leicht ablesen, dass die zunächst einmal kostenintensive Modernisierung der Fenster auf Dauer eine Investition ist, die sich rechnet. Nicht nur werden die Heizkosten gesenkt. Das Haus oder eine Wohnung lassen sich zudem besser verkaufen oder vermieten. Aus diesem Grund unterstützt die öffentliche Hand solche energetischen Sanierungsmaßnahmen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die dem Bund gehört. Über Kredite und Tilgungszuschüsse bis zu 120 000 Euro werden energetische Sanierungen gefördert. Einzelmaßnahmen – wie der Austausch von Fenstern – können mit bis zu 50 000 Euro gefördert werden.

Der Bedarf scheint da zu sein, denn noch bis weit in die Siebzigerjahre hinein war der Einbau von Fenstern mit Einfachverglasungen üblich. Da viele Häuser aber noch deutlich vor dieser Zeit gebaut wurden, kann man sich leicht vorstellen, wie viele dieser Fenster noch vorhanden sind. Zugige Wohnräume und schnell auskühlende Räume sind die Folge, gegen die mit dem Aufdrehen der Heizung angekämpft wird.

Moderne Fenster erkennt man an deren Wärmedurchgangskoeffizienten. Dieses sperrige Wort verbirgt sich hinter dem so genannten U-Wert eines Fensters. Je geringer der U-Wert, desto höher die Isolierung. Die eingangs erwähnte Einfachverglasung hat einen Wert von sechs. Doppelverglasungen – heute noch in vielen Häusern zu finden – einen Wert um die drei. Moderne Fenster dagegen liegen in der Regel bei 1,3 bis 1,7 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m2K). Um von der KfW gefördert zu werden, müssen sogar Fenster mit Werten ab 0,95 W/m2K oder weniger verbaut werden.

Weiterhin muss bei der Erneuerung der Fenster der so genannte g-Wert eine Rolle spielen. Er bezeichnet die Gesamtenergiemenge, die ein Fenster durchlässt. Je höher der g-Wert, desto mehr Sonnenlicht – und damit Wärme – kommt hindurch. Mit einem hohen Wert kann man also im Winter die Wärme der Sonne nutzen, um die Heizung zu unterstützen. Im Sommer dagegen kann das zu einem Problem werden. Bei der Auswahl der Fenster ist es also wichtig, in welche Himmelsrichtung das Fenster zeigt. Nach Süden sollte ein niedriger g-Wert eingeplant werden, der das Aufheizen von Räumen im Sommer vermeidet. Ist das Fenster nach Norden gerichtet, ist der g-Wert von untergeordneter Bedeutung.
    

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