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Home Sonderthemen Komplett Mit Zusatzqualifikationen Ausbildung aufwerten
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10:08 16.09.2019
iStockphoto.com/AndreaObzerova
Madsack Medien Campus GmbH & Co. KG
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Schon in ihrer Ausbildung können Lehrlinge Zusatzqualifikationen erwerben. Das macht sich gut im Lebenslauf und bringt Vorteile auf dem Arbeitsmarkt, wie die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Berufswahlmagazin (Ausgabe 01/2019) auf Planet-Beruf.de erklärt. Eine solche Zusatzqualifikation kann speziell auf den eigenen Ausbildungsberuf zugeschnitten sein – zum Beispiel der Betriebsassistent im Handwerk. Damit erwerben Azubis bereits kaufmännisches Wissen, das auch in der Meisterprüfung gefordert wird. Daneben gibt es vom Beruf unabhängige Angebote, etwa Fremdsprachenkurse, Auslandsaufenthalte oder Softwarekurse. Wer solche Qualifikationen vorweisen kann, darf vielleicht neue Aufgaben im Betrieb übernehmen oder hat bessere Chancen im Bewerbungsprozess. dpa/tmn

Region Hannover

Wie viele Stunden dürfen Auszubildende arbeiten?

iStockphoto.com/seb_ra
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Wer eine Ausbildung beginnt, macht oft zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Arbeitswelt. Da ist es gut, die wichtigsten Regeln zu kennen: zum Beispiel zur Arbeitszeit. Wie viele Stunden dürfen Auszubildende maximal arbeiten? Wie sind hier die Regeln? Das unterscheidet sich – je nachdem, ob der Auszubildende volljährig oder noch unter 18 Jahre alt ist, erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin.

Für Volljährige gelte wie für alle anderen Arbeitnehmer das Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Sie dürfen also acht Stunden täglich und an sechs Tagen in der Woche arbeiten – das sind 48 Stunden pro Woche. Die Arbeitszeit kann auf zehn Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich verlängert werden. Dann muss allerdings sichergestellt sein, dass Auszubildende innerhalb von sechs Monaten im Schnitt nicht mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten. Für Jugendliche gelten dagegen andere Regeln. Bei Minderjährigen greift das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), wie Bredereck erläutert. Demnach darf der Arbeitgeber Jugendliche nicht mehr als acht Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigen, erklärt der Fachanwalt.

Außerdem regelt das Gesetz, dass Jugendliche nicht zwischen 20 Uhr und 6 Uhr beschäftigt werden dürfen. „Für bestimmte Branchen kann es aber Ausnahmeregelungen geben“, so Bredereck. Das trifft etwa für die Gastronomie zu. Auch die Arbeit an Wochenenden sowie an Feiertagen ist nur dann erlaubt, wenn der Arbeitgeber dafür Ausgleichstage sicherstellt. dpa/tmn


Kleidungsstil und Tattoos vorab absprechen

iStockphoto.com/PeopleImages
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Tattoos, Piercings oder der individuelle Kleidungsstil: Nicht immer sind Ausbildungsbetrieb und Azubis bei diesen Themen auf einer Wellenlänge. Betrieb und Lehrling sollten ihre Erwartungen hierzu am besten schon vor Ausbildungsbeginn absprechen.

So lassen sich Missverständnisse vermeiden. Das rät Azubi-Trainer Hans Höß in der Zeitschrift „Position“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Was nicht gewollt ist, sollte den Azubis offen und sachlich dargelegt werden. Etwa, dass Auszubildende ohne Nasenpiercing zur Arbeit kommen sollen. Generell empfiehlt Höß Ausbildern, in Sachen Erscheinungsbild der Azubis nicht zu streng zu sein.

Ob jemand ein guter Lehrling sei, hänge nicht davon ab, ob er die richtigen Hosen trage. Man könne freundlich mit dem Azubi darüber reden, und über manches auch einfach mal hinwegsehen, so der Coach. dpa/tmn


Umzug für Ausbildung: Beihilfeanspruch prüfen

iStockphoto.com/kupicoo
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Einige Ausbildungen können Azubis nicht überall absolvieren. Vielleicht ist der neue Betrieb zu weit vom Wohnort entfernt, um bei den Eltern wohnen zu bleiben. Neben dem Start in die Ausbildung müssen Azubis dann den neuen Alltag in der ersten eigenen Wohnung meistern.

„Auszubildende, die für ihre neue Lehrstelle umziehen, sollten prüfen, ob sie Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben“, rät Sabrina Schittel vom Azubi-Beratungsbüro Azuro in München. Mit der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) unterstützt die Bundesagentur für Arbeit Auszubildende, die in einer eigenen Wohnung leben. Wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann zum Beispiel Zuschüsse für Miete, für Fahrten zur Arbeit oder nach Hause zur Familie bekommen. Wichtig sei, sich aber schon vor der Ausbildung Gedanken zu machen, empfiehlt Schittel. Häufig sei das Leben in einer eigenen Wohnung teurer, als sich Auszubildende das vorgestellt haben. „Gerade in Städten wie etwa München muss ich vorher genau gucken, ob ich mir das leisten kann“, sagt sie. Angehende Azubis sollten prüfen, ob es neben der BAB möglicherweise auch von anderer Seite finanzielle Hilfe gibt – oft würde der Betrieb etwa Unterstützung für die Fahrtkosten anbieten.

Ob jemand Anspruch auf BAB hat und wie hoch der Zuschuss voraussichtlich ausfällt, können Interessierte mithilfe des BAB-Rechners unter www.babrechner.arbeitsagentur.de ermitteln. dpa/tmn
  

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