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15:17 29.10.2021
Viele Europäer reisen nach Fernost, um die Kunst der Meditation zu erlernen.

Die Deutschen und viele andere Europäer haben einen hohen Anspruch an sich selbst. Im Gegensatz zu vielen Asiaten gehen sie jedoch weit unbedachter mit Stress um. Man gönnt sich keine Auszeiten, hört nicht auf seinen Körper und lässt den Geist kaum zur Ruhe kommen.

Meditative Auszeiten können Wunder bewirken. Die Asiaten integrieren Meditationen in ihren Berufsalltag. Der Fokus wird hierbei nach innen gerichtet und Arbeit und Alltag für einen Moment ausgeblendet. Das Außen bleibt draußen. Immer mehr Deutsche sehnen sich nach Auszeiten dieser Art.
  

Aber wie erlernt man die Kunst der Meditation? Zahlreiche Reiseveranstalter machten es sich zur Aufgabe, Gruppenreisen anzubieten, die inspirierende und sinnstiftende Meditationen beinhalten. Durch die Corona-Pandemie gingen die Zahlen der Fernost-Reisen zwar zurück, aber auch hierzulandkönnen solche „Seelen-Urlaube“ erlebt werden. Mediationswochenenden an der Ostsee oder ein einwöchiger Stille-Retreat im Schwarzwald sind einmalige und unvergessliche Erfahrungen. Bei diesen Reisen meditiert man täglich, findet sich in wohltuenden Yoga-Positionen wieder, verzichtet bewusst auf das Sprechen und lenkt seine Aufmerksamkeit allein auf sich selbst. Was denke ich? Was macht das mit meiner Gefühlswelt? Was fühle ich überhaupt? Das Ich steht im Mittelpunkt dieser Reisen. Oft soll sogar auf das Smartphone verzichtet werden. Das mag vielen Menschen Angst machen, aber nur wenn man auch mit sich allein sein kann, wird man ein ausgeglichenes und besonnenes Selbst erlangen. Die Vielzahl an begeisterten Reisenden belegt die Wirksamkeit und Wohltat solcher Meditationsreisen. Eine Reise zum Ich wird die Persönlichkeit entfalten, die sich unter Termindruck und Alltagsroutine verbirgt. lps/AM
  

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