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11:17 02.01.2020
Grüße aus Afrika, Marlene

Seit Oktober bin ich in Mwanza, Tansania, und arbeite als Freiwillige in einer Grundschule. Weihnachtsstimmung kommt hier nicht auf – es ist mit 25 Grad Celsius ungewohnt warm, und Weihnachtsbräuche wie in Deutschland gibt es auch nicht. In meiner liechtensteinisch-tansanischen Gastfamilie habe ich mit meiner Mitfreiwilligen einen Adventskranz gebastelt und Kekse gebacken, die auch sehr schnell gegessen wurden. Die gefüllten Nikolausstiefel, die wir am 6. Dezember frühmorgens vor die Zimmertüren gestellt haben, haben für Verwirrung bis Belustigung gesorgt, es haben sich aber alle sehr gefreut.

Die Schule, in der ich arbeite, deckt ihre laufenden Kosten größtenteils mit Schulgeldeinnahmen, sie wird aber auch von vielen privaten Sponsoren aus Europa unterstützt. Diese finanzieren teilweise das Schulgeld der Kinder, aber auch Projekte wie den Bau von neuen Gebäuden. Im November waren wir sehr beschäftigt, mit den Kindern Weihnachtskarten für die Sponsoren zu basteln und uns auf diesem Weg zu bedanken. Eine Herausforderung war allerdings, dass viele Kinder Weihnachtsbäume nur aus dem Fernsehen kennen, und so sind vor allem bei den Jüngeren einige sehr fantasievolle Karten entstanden – etwa Tannenbäume mit drei Stämmen, Bäume mit dem Stamm auf der Spitze oder auch Geschenken auf der Spitze des Baumes. Alle Kinder haben mit Liebe zum Detail die Karten gestaltet, und ich wäre gerne dabei, wenn sie geöffnet werden.

Heiligabend werde ich bei meiner Gastfamilie verbringen. Wir werden einen kleinen Plastikbaum aufstellen, gemeinsam essen und einen schönen Abend haben. Nach den Feiertagen werde ich mit meiner Bekannten nach Uganda reisen und dort auch Silvester feiern. Es ist eine sehr andere Weihnachtszeit, es macht aber auch viel Spaß, die Zeit ohne den vorweihnachtlichen Geschenkestress zu erleben. Was ich vermisse? Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern, Lebkuchen und Glühwein und natürlich Familie und Freunde.

Vieles in Tansania ist anders als in Deutschland. Ich erlebe hier täglich viel Armut, die mich einmal mehr daran erinnert, wie privilegiert ich bin, in Deutschland zu leben. Viele Menschen haben aber auch den unbedingten Willen, aus jeder Situation das Beste zu machen und hart zu arbeiten, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Auf der anderen Seite gibt es sehr fortschrittliche Mobile Payment Systems, die in einer App sämtliche Transaktionen abdecken – von Überweisungen über Parkgebühren bis zur Steuererklärung.

Allgemein sind die Menschen hier sehr hilfsbereit, und wenn ich zum Beispiel unterwegs bin und Probleme mit meinem Kiswahili habe, findet sich fast immer jemand, der mir mit einer Engelsgeduld beim Übersetzen hilft. Und danach entsteht mit dieser Person häufig ein interessantes Gespräch.

Afrika hat 1000 Gesichter und es ist unmöglich, diese in einem Absatz darzustellen.

Ich wünsche allen aus der Ferne schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Marlene Bültemann


Liebe Grüße, Daniela
Liebe Grüße, Daniela

Wir grüßen zu Weihnachten meine Eltern und Schwiegereltern Rita und Heinz Domdey sowie meine Schwester Melanie in Laatzen und Hannover. Dieses Jahr werden wir nicht zusammen Weihnachten feiern, da uns das Fernweh gepackt hat. Wir haben uns eine Auszeit vom Joballtag genommen und touren drei Monate lang durch Australien.
 

Merry Christmas, Markus
Merry Christmas, Markus

Hier werden wir Weihnachten gemütlich im Wohnmobil auf einem Campingplatz in Tasmanien verbringen, vermutlich umgeben vom nächtlichen Kreischen der hier lebenden Tasmanischen Teufel. Vermissen werden wir dann vor allem das Weihnachtsgebäck und die Märchenfilme im Fernsehen. Daniela und Markus Domdey
 

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