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Home Sonderthemen Hannover Stadt Nord Malte Lautenbach aus Hannover: „Ein überaus interessanter Beruf“
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08:20 24.09.2020
Malte Lautenbach (rechts) kann den Beruf des Bestatters nur empfehlen. Karsten Gätcke steht ihm als Mitarbeiter zur Seite.

Immer mehr junge Menschen entscheiden sich dazu eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft zu beginnen. „Keine Frage, auch wir spüren, dass das Interesse an einer Ausbildung oder Umschulung zur Bestattungsfachkraft zunimmt“, sagt Malte Lautenbach, Leiter des gleichnamigen Familienbetriebes Gebr. Lautenbach. Er könne eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft nur empfehlen: „Ein anspruchsvoller, aber auch überaus interessanter Beruf.“

Aktuell hat bei den Gebr. Lautenbach Anja Mohr erfolgreich ihre Umschulung zur Bestattungsfachkraft beendet und arbeitet jetzt in dem Traditionsunternehmen mit. Malte Lautenbach: „Wir legen schon seit vielen Jahren großen Wert darauf, immer wieder junge Frauen und Männer an den Beruf des Bestatters heranzuführen und freuen uns, dass wir mit Anja Mohr eine Fachkraft nach ihrer Umschulung in unser Team übernehmen konnten.“ Ein weiterer erfolgreicher Auszubildender der Gebr. Lautenbach hat sich beruflich anderweitig orientiert.

Die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft dauert drei Jahre. Danach ist es möglich, dass eine Meisterschule absolviert wird. Erst seit 2003 ist der Beruf des Bestatters ein Ausbildungsberuf. Die Ausbildungszentrale steht im unterfränkischen Münnerstadt. Dort lernen die angehenden Fachkräfte neben ihrer Ausbildung in den heimischen Betrieben sämtliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten hinsichtlich verschiedener Dienstleistungen, die im Rahmen von Bestattungen wichtig sind. Das betrifft sowohl Organisatorisches, wie beispielsweise die Planung und Ausrichtung von Trauerfeiern, als auch ethische Aspekte, die den Umgang mit verstorbenen Menschen betreffen.

Seit 2001 hat der Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes die Planung, Organisation und Durchführung der Fortbildungen übernommen. Eine bundesweit einheitliche Fortbildung nach den anerkannten Standards im Handwerk gewährleistet ein einheitliches Berufsbild und eine hohe Qualität der Aus- und Fortbildungen. Die Unterrichtsinhalte sind in den einzelnen Lehrgängen definiert und aufeinander abgestimmt.

Seit 2005 finden die überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen für die Bestattungsfachkräfte und die Fortbildungslehrgänge im Bundesausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt (Unterfranken) statt. Diese Einrichtung erlaubt eine umfassende Unterweisung in allen Aus- und Fortbildungsbereichen.

„Die Bestattungsfachkraft ist ein anspruchsvoller Beruf mit Zukunftsorientierung“, sagt Malte Lautenbach. Für ihn stand schon seit Kindheitstagen fest, dass er den Familienbetrieb als Bestatter in die 5. Generation führen würde: „Ich war von Anfang an fasziniert von dem Beruf und wusste schon damals als Kind, dass ich den Betrieb übernehmen würde.“ Seine Eltern, Martina und Wilhelm Lautenbach, haben sich inzwischen in ihr Rentendasein verabschiedet – ohne den Kontakt zum Bestattungswesen ganz aufzugeben. So lehrt Wilhelm Lautenbach nach wie vor an der Fachschule in Münnerstadt.

Malte Lautenbach erklärt die Prinzipien der Bestattungsfachkraft mit den Worten: „Seine besondere Prägung erhält der Beruf dadurch, dass er ein hohes Maß an Verantwortung für Menschen – Verstorbene und Hinterbliebene – verlangt. Zudem verlangt der Beruf neben fachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten aus dem kaufmännisch-verwaltenden sowie handwerklichen Bereich wesentliche Rechtskenntnisse. Insgesamt ist der Beruf mit seinen vielfältigen Anforderungen – die von regionalen Bräuchen ebenso wie von religiösen, ethischen und ästhetischen Empfindungen abhängen – sehr anspruchsvoll und vielfältig.“ Zu den Ausbildungsinhalten zählen auch psychologische Themenbereiche – ein ganz wichtiger Teil der Ausbildung. Dazu zählen folgende Lerninhalte: Personen beraten und betreuen, situationsbezogenes Verhalten und angepasste Gesprächsführung anwenden, Trauerpsychologische Maßnahmen anwenden oder solche Leistungen Dritter vermitteln. Des Weiteren Maßnahmen zur psychologischen Verarbeitung beruflicher Eindrücke und Erlebnisse. „Dieser Teil der Ausbildung umfasst eine 14-tägige überbetriebliche Unterweisung mit dem Titel Trauerpsychologie und Beratungsgespräch“, weiß Malte Lautenbach.

Sein Fazit: „Ich kann jungen Frauen und Männern nur empfehlen, sich einmal intensiv mit der Ausbildung zur Bestattungsfachkraft zu beschäftigen – viele werden überrascht sein, wie vielfältig und überaus interessant dieser Beruf ist.“

Informationen über die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft erteilen alle hier auf dieser Seite vertretenen Bestattungsunternehmen. 

Wege aus der Trauer: Bewegung verhilft zu mehr Gelassenheit und Zufriedenheit

In schwierigen Lebensphasen neigen Menschen dazu, die Öffentlichkeit zu scheuen und die eigenen vier Wände kaum zu verlassen. Sicher hat jeder seine ganz persönliche Art, mit dem Schmerz umzugehen. Dennoch sollten der sozialen Isolation und Abschottung nicht auf Dauer Raum gewährt werden. Auch der Faktor der körperlichen Betätigung ist in solchen Phasen nicht zu unterschätzen. Bewegung, vor allem an der frischen Luft oder mit anderen Menschen gemeinsam, kann helfen die Stimmung wieder zu heben. Auch wenn anfänglich die Motivation hierfür vielleicht noch etwas schwerfallen mag, so wird diese bald zurückkehren. Dabei dürfen sich ruhig kleine oder auch größere sportliche Ziele gesetzt werden, wie beispielsweise das Absolvieren eines Stadtlaufes. Das hilft, den Fokus wieder auf Positives zu setzen und steigert durch Erfolgserlebnisse das Selbstbewusstsein. lps/ML

In Stille, Ruhe und Frieden Abschied nehmen

Seit fast 60 Jahren ist das Unternehmen Böker Bestattungen in Ricklingen der Bestatter Ihres Vertrauens

Ein versiertes Team: Laura Hefke (von links), Claudia Cornelsen und Michael Böker. Foto: Privat
Ein versiertes Team: Laura Hefke (von links), Claudia Cornelsen und Michael Böker. Foto: Privat

Firmeninhaber Michael Böker ist bewusst, dass er und seine Mitarbeiter in einem „sehr sensiblen Bereich“ tätig sind. Um den Verbliebenen in den schweren Stunden eine Stütze zu sein, braucht man gute und bestens ausgebildete Mitarbeiter, die ihr Handwerk verstehen. „So führen wir unser Unternehmen von Beginn an“, sagt er.

Das erfahrene Team besteht aus einer Bestattungsmeisterin und ausgebildeten Bestattungsfachkräften. Böker legt den Fokus auf persönliche Kundenbetreuung, Tradition und Professionalität. Dieses gilt bereits seit dem Jahr 1961, als sein Großvater und Vater das Unternehmen mit eigener Tischlerei in Ricklingen gründeten.

Die Mitarbeiter erledigen sämtliche Formalitäten, die nach einem Sterbefall anfallen, und beraten persönlich und kompetent. „Ruhig, sachlich und dennoch mit viel Einfühlungsvermögen.“ Mit diesen Worten beschreibt Böker die Vorgehensweise. Das Unternehmen führt Bestattungen auf allen Friedhöfen aus. Dabei gehen die Mitarbeiter gerne auf die individuellen Wünsche der Hinterbliebenen ein. „Auch die kreative Eigengestaltung von Urnen und Särgen ist selbstverständlich“, betont Böker. Die Beratungen und Gespräche können in den ansprechenden Räumlichkeiten an der Beekestraße 66-68 erfolgen oder auf Wunsch im privaten Umfeld der Angehörigen.

Für den Abschied steht eine eigene Trauerhalle zur Verfügung. Ein besonderer Service: Für Mobilitätseingeschränkte gibt es einen Fahrdienst. Auch eine Kinderbetreuung während der Trauerfeier organisieren die Mitarbeiter auf Wunsch. „Die Angehörigen sollen in Stille und Ruhe Abschied nehmen können“, sagt Böker. Die Bestattungsvorsorge zu Lebzeiten bietet Böker ebenfalls an.

Die Mitarbeiter sind 365 Tage im Jahr erreichbar. Weitere Informationen erteilt das fachkompetente Team unter Telefon (05 11) 42 17 17, per E-Mail an bestattungen@boeker-hannover.de sowie im Internet auf der Website www.boeker-bestattungen.de.

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