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12:12 25.03.2020
Matthias Brodowy tritt gleich zweimal in der Lütt-Jever-Scheune auf.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Schweren Herzens hat die Lütt-JeverScheune ihr Programm für dieses Frühjahr nahezu komplett neu terminiert. 

„Selbstverständlich tut uns das von ganzem Herzen leid, doch in Anbetracht der Tatsache, dass wir nicht wissen, wie sich die Situation um das Coronavirus in der nahen Zukunft entwickelt, haben wir die Reißleine gezogen und vorerst bis Ende April unser komplettes Programm gestrichen“, sagt Hendrik Walde, Chef der Lütt-JeverScheune.

Ausweichtermine nach den Sommerferien

„Alle Künstler haben mit uns versucht, Ausweichtermine für den Zeitraum nach den Sommerferien zu finden, was auch hier und da gelungen ist.“ Karten behalten zudem ihre Gültigkeit und können auf die neuen Termine getauscht werden.

Gastspiel von Matthias Brodowy auf August verlegt

Die für den 20. und 21. März geplanten Auftritt von Matthias Brodowy wurden auf den 21. und 22. August, 20 Uhr, verlegt. „Wir freuen uns, dass wir mit Matthias diese Ausweichtermine gefunden haben und freuen uns schon jetzt auf seine Auftritte“, sagt Hendrik Walde. „Sein neuestes Programm `Keine Zeit für Pessimismus´ passt ja so ein ganz klein wenig in die aktuelle Situation hinein.“

Matthias Brodowy ist ein klassischer Künstler

Matthias Brodowy sieht sich selbst als „klassischen Künstler“. Auf seiner Künstler-Homepage wird der Hannoveraner so beschrieben: Brodowy ist ein Hypochonder, der in der nächsten Sekunde irgendeinen über ihn einbrechenden Super-Gau erwartet. Im Zweifel einen dinosauriesken Meteoriteneinschlag. Und gerade deswegen ist er der Meinung, dass definitiv keine Zeit mehr für Pessimismus ist. Klingt widersprüchlich?

Höchstens so widersprüchlich wie das Leben.

Aber eigentlich ist es die einzige Chance, das Ruder rumzureißen. Denn den Kopf in den Sand zu stecken, ist definitiv nicht atmungsaktiv!

Warum also nicht der Apokalypse ein Bein stellen und einfach mal handeln? Mit einem Lächeln im Gesicht, denn es wäre zu schade, die Welt Leuten zu überlassen, denen man es sowieso nie recht machen kann.

„Immer einen Besuch wert“

„Die Abende mit Matthias Brodowy sind immer einen Besuch wert, deshalb haben wir ihn auch an gleich zwei Abenden hintereinander gebucht – unser Publikum liebt diesen Künstler und er sein Publikum“, sagt Hendrik Walde. Das Motto des Künstlers lautet denn auch: „Dieser Kabarettabend ist ein klares Ausrufezeichen für alle, die auch dann noch ein Apfelbäumchen pflanzen, wenn morgen die Welt unterginge. Entweder im Garten oder virtuell vom Sofa aus. Geht ja heute alles auch online und im Netz ist sowieso die Hölle los.“

Also: Aufbruch! Und falls wir unsicher sind: Ran an den Rollator! Gibt’s bestimmt bald auch mit E-Motor!

Brodowy: „Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, gilt ein Grundsatz: Keine Zeit für Pessimismus! Und dann? Konfetti! Biologisch abbaubar.“

Brodowys zehntes Programm ist wie immer politisch, literarisch, musikalisch! Darüber hinaus frönt der selbsternannte Vertreter für gehobenen Blödsinn gerne auch der gepflegten Albernheit und der grotesken Geschichte.

Seit mehr als 30 Jahren auf der Bühne

Matthias Brodowy steht seit 1989 auf der Kabarettbühne, wurde von Hanns-Dieter Hüsch entdeckt und gefördert. Er erhielt in seiner bisherigen Laufbahn zahlreiche Kabarettpreise, darunter das „Schwarze Schaf“, den „Prix Pantheon“ und den Deutschen Kleinkunstpreis.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Der „Lütte Ronnenberger 1. Comedy Preis“, organisiert und präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein, wurde ebenfalls abgesagt. Vorgesehen war das Finale für den 28. März. „Einen neuen Termin gibt es noch nicht, da müssen wir abwarten, wie sich die Situation entwickelt“, sagt Hendrik Walde. Moderiert und präsentiert werden soll die Veranstaltung von Comedian-Profi Sascha Korf. Für die Premiere des Preises sind drei Abenden vorgesehen. Jeweils eine Vorrunde für Frauen und Männer getrennt, dann das Finale. Hendrik Walde ist überzeugt: „Lassen Sie sich verzaubern von diesen tollen Künstlerinnen und Künstlern – ein Besuch lohnt sich allemal – sobald wir wissen, wann das sein wird, werden wir rechtzeitig informieren.“

Claudia Rimkus liest zu einem späteren Zeitpunkt aus Krimi

Claudia Rimkus liest aus ihrem neuen Buch „Rabeneck - ein Hannover Krimi“ zu einem späteren Zeitpunkt, der noch bekannt gegeben wird. Ursprünglich war der 16. April vorgesehen. „Um ein wenig Spannung aufzubauen, damit wir dann später einen guten Besuch generieren können, habe ich ein bisschen aus dem Inhalt zusammengestellt“, sagt Hendrik Walde.

Hier seine Appetithäppchen: Nach lebensgefährlichen Ermittlungen ist Charlotte Stern, ehemalige Leiterin des Kriminalarchivs, probeweise in die Senioren-WG ihrer Freunde eingezogen. Kriminalfällen will sie künftig weiträumig aus dem Weg gehen. Dennoch lässt sie sich von Hauptkommissar Hannes Bremer zu einem Undercover-Einsatz im Internat Rabeneck überreden, in dem eine Lehrerin ermordet und ein Kind entführt wurde. Während Charlotte dort Informationen sammelt, wird sie Zeugin einer weiteren Entführung und dadurch selbst zur Zielscheibe der Verbrecher...

„Den neuen Fall von der Romanfigur Charlotte Stein sollte sich keiner entgehen lassen. Er fesselt dank einer tollen Künstlerin, die der Kulturverein Ronnenberg e.V. nach Ronnenberg holen möchte. Einen neuen Termin werden wir zeitnah bekannt geben.“


Lütt-Jever-Scheune: Nach den Sommerferien geht es mit Volldampf weiter

Veranstaltungen vom Frühjahr in den Spätsommer verlegt – Tickets behalten ihre Gültigkeit

Der Auftritt der Bösen Schwestern musste in den September verlegt werden (Bild links). Piero Masztalerz mit seiner „Live Cartoon Show“ ist verlegt auf den 28. August (Bild rechts). Fotos: Marianne Schneider/privat
Der Auftritt der Bösen Schwestern musste in den September verlegt werden (Bild links). Piero Masztalerz mit seiner „Live Cartoon Show“ ist verlegt auf den 28. August (Bild rechts). Fotos: Marianne Schneider/privat

Wir alle von der Lütt-Jever-Scheune hoffen, dass wir alsbald weitermachen können, Karten behalten ihre Gültigkeit, und natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn uns unsere Besucher auch über diese schwere Zeit hinweg die Treue halten und vielleicht schon jetzt ihre Tickets für die verlegten Veranstaltungen nach den Sommerferien kaufen. Vorerst ist aber das Wichtigste, dass alle gesund bleiben“, sagt Hendrik Walde, Inhaber und „Macher“ der Lütt-Jever-Scheune.Nachfolgend eine Vorschau auf die verlegten Veranstaltungen aus diesem Frühjahr, die nun ab August stattfinden sollen.


Piero Masztalerz mit „Live Cartoon Show“ verlegt auf 28. August

Das ist Stand-up-Comedy vom Allerfeinsten: Piero Masztalerz hat mit seiner Live-Cartoon-Show ein neues Genre geschaffen. Dabei tritt er mit seinen Cartoon-Figuren in einen unterhaltsamen Dialog. Er singt, liest und spielt. Und er macht etwas, was in dieser Form einzigartig ist: Er spricht sogar mit seinen skurrilen Comicfiguren, die ebenso schlagfertig sind wie ihr Schöpfer. Die „Live-Cartoon-Show“ von Piero Masztalerz versteht sich als bunter Mix aus politischen und gesellschaftskritischen Cartoons, Stand-up-Comedy, Animationen und musikalischen Einlagen. Kabarett und Comedy geben sich kurzweilig die Hand.

Doch das ist längst nicht alles. Stand-up-Comedy und musikalische Einlagen machen sein Programm zu einem einzigartigen Erlebnis. Übrigens: Piero Masztalerz wurde bereits zweimal mit dem Deutschen Cartoonpreis ausgezeichnet. Am Freitag, 28. August, 20 Uhr, soll die vom 25. April vorgesehene Veranstaltung nachgeholt werden. 

Veranstalter Hendrik Walde hofft, dass es demnächst in der Lütt-Jever-Scheune weitergeht.
Veranstalter Hendrik Walde hofft, dass es demnächst in der Lütt-Jever-Scheune weitergeht.

Die bösen Schwestern verlegt auf 11. September

Mit ihrem Programm „Verflixt und nachgelacht“ gastieren die Bösen Schwestern nun am Freitag, 11. September, 20 Uhr, in der Lütt-Jever-Scheune. Das Programm lässt kein „Fettnäpfchen“ aus.

Ein paar Inhaltsangaben: Komm ein bisschen mit nach Fäkalien! Wie geht man um mit Populismus und rechter Angstmacherei? Wo ist der Weg zwischen aufrechtem Gang und persönlicher Bereicherung? Und wem kann man noch glauben? Der AFD? Der BILD? Anita Palmerova, ihres Zeichens Chansonette und Weltstar aus Ungarn? Die hat sich ja gerade vom ungarischen Geheimdienst einkaufen lassen. Um Europa zu retten! Oder die Demokratie? Oder beides??

Nur eine lässt sich nicht so einfach vom unverhofften Karriereglück im Altenheim überzeugen: Anitas beste und einzige Freundin Magda Anderson. Sie ist zwar „nur“ Hausfrau und Mutter, aber sie weiß, wann etwas zum Himmel stinkt. Außerdem:

Was führt Gula Schtopf, der Chef des ungarischen Geheimdienstes, im Schilde? Und wieso soll Magda ihre Freundin zwar auf ihrer Europa-Tournee begleiten - aber nicht auf der Gitarre?! Ob Ronan Keating, Bee Gees, Freddy Quinn oder Elvis Presley - nichts, was Anita und Magda nicht im Paket hätten und mit Begeisterung zum Besten gäben. Wie alle Böse Schwestern-Programme brachial komisch, pädagogisch wertvoll und zutiefst anrührend! Zwei Stunden Spaß mit Gitarre, Tamburin und Eierlikör.

Heute schon mal nachgelacht? Das sind die Bösen Schwestern

Die Bösen Schwestern, das sind seit vielen Jahren die beiden Frauenfiguren Anita Palmerova und Magda Anderson von der Näh- und Singegruppe „Nähen für den Hunger“. Eine Wandergitarre, ein Tamburin und die obligatorische Flasche Eierlikör sind immer im Gepäck - und ein Garant für gute Laune!
 

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