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12:02 28.12.2021
Silke Butenholz

Die Krise macht den Geschäftsleuten allerorts zu schaffen, hat aber vor allem in den Stadtteilen den Zusammenhalt gestärkt. Silke Butenholz, Vorsitzende vom Wirtschaftskreis Badenstedt e. V. und ihre Stellvertreterin Kathrin Rudolph ziehen eine hoffnungsvolle Bilanz.

Frau Rudolph, hinter der Geschäftswelt liegt ein turbulentes Jahr, das aber durchaus Lichtblicke zulässt. Da sind die wirtschaftlichen und materiellen Sorgen der Kaufleute und Dienstleister auf der einen, die gegenseitige Unterstützung auf der anderen Seite. Wie blicken Sie auf das zweite Corona-Jahr in Badenstedt zurück?

Wir persönlich können sagen, dass unsere Kunden uns treu geblieben sind, wir sogar einige Neukunden gewinnen konnten, da der Weg in die Innenstadt doch häufig gern vermieden wird. Die wirtschaftliche Unterstützung hat uns sehr spät erreicht, weil die Kommunikation mit der N-Bank doch erheblich schwierig war. Auch kämpfen wir mit Lieferengpässen unserer Lieferanten. Zum Glück haben wir ja ein umfangreiches Produktangebot, sodass wir oft ausweichen können.

Kathrin Rudolph
Kathrin Rudolph

Frau Butenholz, viele Bewohner der Stadtteile haben erkannt: Um die Vielfalt in ihrem Quartier zu erhalten, müssen sie bereit sein, vor Ort einzukaufen und so etwas für ihre Händler zu tun. Konnten die Badenstedter Geschäftsleute auf ihre Kundschaft zählen?

Auf jeden Fall, wir haben eine sehr vertrauensvolle Beziehung zu unseren Kunden. Wir haben schnell gemerkt, dass der Wille vieler Menschen, weiter einkaufen zu gehen oder der Wunsch nach kosmetischen Behandlungen weiterhin besteht. Herausfordernd war es, die sich laufend ändernden Maßnahmen und Vorschriften auch immer entsprechend zu kommunizieren. Hier haben wir uns oft eine deutlich stringentere Kommunikation seitens der Stadt und des Landes gewünscht.

Frau Rudolph, Sie sagen, ein gesunder Einzelhandel ist mehr als ein schönes Schaufenster für Badenstedt. Was macht die Geschäftsleute und Dienstleister im Stadtteil aus?

Wir kennen unsere Kunden oft schon seit vielen Jahren, wir haben einen persönlichen Bezug zu ihnen. Wir sind die Nahversorger mit allen Gewerken und nah am Kunden. Nicht umsonst sagt man bei uns: „Ich geh dann mal ins Dorf!“

Frau Butenholz, in diesem Jahr durften die Badenstedter keine Feste feiern. Für den Wirtschaftskreis Badenstedt e. V. war die Krise somit gleichzeitig Anlass, einen Anlauf für Neues zu wagen. Sie haben das Christmas-Shopping mit vielen attraktiven Angeboten aus der Taufe gehoben, um noch mehr die Menschen in die Geschäfte zu locken. Wir erfolgreich war die Aktion?

Feste werden in der Zukunft auch ein zentrales Anliegen des Wirtschaftskreis Badenstedt e. V. bleiben, da sie eine echte Möglichkeit der Begegnung in Badenstedt schaffen. Man denke an die Veranstaltungen auf dem Marktplatz oder an der IGS Badenstedt. Als kleine Alternative wurde das Christmas Shopping gut angenommen.

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