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Home Sonderthemen Hannover Region Süd-West „Sie sind das Rückgrat in der Patientenversorgung“, so Dr. Matthias Bracht vom Klinikum Region Hannover
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08:34 28.12.2020
Dr. Matthias Bracht (von links), KRH-Geschäftsführer Medizin, Barbara Schulte, KRH-Geschäftsführerin Finanzen und Infrastruktur, und Michael Born, KRH-Geschäftsführer Personal, zollen allen Beschäftigten des Klinikums Region Hannover Respekt für ihre Leistungsbereitschaft. Foto: MAREN KOLF

Sie machen nicht viele Worte, sondern sind da, wenn sie gebraucht werden, an sieben Tagen in der Woche, jeweils 24 Stunden lang. „Sie tragen die Hauptlast bei der Versorgung von Corona-Patienten in der Region Hannover“, sagt Dr. Matthias Bracht, Geschäftsführer Medizin im Klinikum Region Hannover (KRH). Gemeinsam mit Barbara Schulte, Geschäftsführerin Finanzen und Infrastruktur, und Michael Born, Geschäftsführer Personal, bedankt er sich bei allen Beschäftigten des Klinikverbunds: „Sie waren super und Sie sind super!“

2020 sei ein außergewöhnliches Jahr, in dem vielen Außergewöhnliches abverlangt wurde. „Wir, die KRH-Geschäftsführung, können uns sehr glücklich schätzen, dass wir eine Belegschaft in unserem Krankenhausunternehmen wissen, die ebenfalls außergewöhnlich ist“, sagt Born. „In der Pandemie hat sie sich als das dringend benötigte Rückgrat in der Patientenversorgung erwiesen.“

Erschwerte Bedingungen

Bei der Versorgung von Corona-Patienten müsse ein hohes Maß an Schutzvorkehrungen umgesetzt werden, erläutert Dr. Bracht. Bei jedem Patientenkontakt müssen sich Pflegende, Ärzte, Physiotherapeuten, die Beschäftigten in den Untersuchungseinheiten, Reinigungskräfte und der Patiententransportdienst speziell kleiden, Schutzmasken, Visiere und Kittel anlegen. „Das Arbeiten unter diesen Schutzmaterialien ist alles andere als einfach“, sagt Dr. Bracht. „Die Atmung ist beeinträchtigt, die Atmungsaktivität der Kleidung eingeschränkt, Visiere und Schutzbrillen erschweren das Sehen.“ Dennoch bräuchten die Patienten gerade in dieser Phase eine besonders menschliche Zuwendung. „Unter all den Schutzvorrichtungen ist es täglich eine kleine Quadratur des Kreises, die unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern da gelingt.“ Die Arbeit bedeute eine große körperliche Belastung. „Das Umbetten von Patienten, Lagern und Transportieren – und das unter Vollschutz –, manch einer fühlt sich da, als müsse er in einer Sauna arbeiten.“ Nicht nur die Arbeit mit den am Coronavirus Erkrankten sei herausfordernd. Auch bei den vielen Menschen mit Verdacht auf eine Infektion müsse ein hohes Maß an Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.

Keinen Patienten vergessen

Und nicht zu vergessen alle anderen Patienten eines Krankenhauses – etwa Menschen mit Krebsdiagnose oder chronisch Kranke. „Ihnen allen begegnen unsere KRH-Profis mit großem Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein“, sagt Dr. Bracht.

Dass sie ihre Aufgabe ernst nehmen, sei Ausdruck der Professionalität aller KRH-Beschäftigten, sagt Michael Born und betont: „Das gilt auch für diejenigen, die nicht direkt am Patienten arbeiten, sondern im Hintergrund wirken.“

Daher wolle die KRH-Geschäftsführung der Belegschaft etwas zurückgeben, sagt Barbara Schulte, „indem wir nicht nur zutiefst dankbar sind, sondern auch selbst unser Bestes geben, wenn es darum geht, die Rahmenbedingungen so sicher wie möglich zu gestalten und so viel Unterstützung anzubieten, wie es in unserer Kraft und Macht steht.“ Von Stephanie Zerm


Ein besonderes Weihnachten in Cannes

Amadine Riechers aus Landringhausen absolviert ein Diakonisches Jahr in Frankreich

Ich komme ursprünglich aus dem kleinen Dorf Landringhausen. Dort habe ich bisher immer Weihnachten mit meiner Familie zusammen gefeiert. In diesem Jahr wird das anders sein.

Ich hatte beschlossen, von September dieses Jahres bis August 2021 ein Diakonisches Jahr im Ausland zu machen. Mein Plan war es, nach Südafrika zu gehen, aber leider hat mir Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotz vieler Umwege bin ich dennoch ins Ausland gekommen. Dafür bin sehr dankbar. Allerdings bin ich nicht in Südafrika gelandet, sondern in Frankreich.

Inzwischen kann ich sagen: Frankreich hat sehr viel zu bieten und ist sehr vielfältig. Zwar arbeite ich erst seit November hier in einem kleinen Internat in der Stadt Figeac. Dennoch bin ich schon sehr viel mit dem Auto herumgekommen. Zur Orientierung: Figeac ist etwa zweieinhalb Stunden von Toulouse entfernt. Die Stadt ist also sehr unscheinbar auf der Karte.

Mein Kollege und ich haben für Weihnachten einen Trip nach Cannes geplant. Dort wollen wir mit den anderen Freiwilligen Weihnachten und Silvester zusammen verbringen und ein bisschen feiern. Es wird auf jeden Fall etwas ganz anderes sein, als zu Hause zu feiern. Aber gerade dies zu erleben ist auch mal schön, denn so werden wir wahrscheinlich die Traditionen von zu Hause umso mehr schätzen.

Ich wünsche meiner Familie und allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2021! Amadine Riechers

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