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Home Sonderthemen Komplett IoT: Reale und virtuelle Welten verschmelzen
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13:25 08.04.2019
Die neue Version TIA Portal V14 (Totally Integrated Automation) hat Siemens für die Anforderungen von Industrie 4.0 ausgestattet, mit der Endkunden ihre Produktivität erhöhen können. Foto: Siemens

Reale und virtuelle Welt wachsen zusammen. Der deutlichste Ausdruck dafür ist das IoT das „Internet der Dinge“ (Internet of Things). Es ist ein Netzwerk von physischen Objekten wie Fahrzeuge, Maschinen oder Haushaltsgeräten, die mit Sensoren und „Application Programming Interfaces“ (APIs) mit dem Internet verbunden sind und Daten austauschen. Das Internet of Things soll dabei helfen, den Alltag im privaten und wirtschaftlichen Bereich einfacher zu machen.

5G, der neue Mobilfunkstandard, gilt als eine der Schlüsseltechnologien für das IoT, mit dem Fahrzeuge, Maschinen bis zu Heizungen im privaten Haushalt vernetzt werden. 5G ist die Voraussetzung für die großen Datenmengen, die für das IoT nötig sind. Das IoT berührt auch insbesondere den Datenschutz, da hier eine Vielzahl von Informationen ausgetauscht werden.

Das „Internet der Dinge“ kann man als Revolution sehen. Hier sehen sich die deutschen, ingenieurswissenschaftlich geprägten Konzerne gut gewappnet. Das IoT führt die physikalische Welt mit der virtuellen Welt des Internet und damit Ingenieure und Techniker aus der realen Welt mit Spezialisten aus der digitalen Welt zusammen. Techniker und Ingenieure arbeiten im IoT mit IT-Spezialisten so eng zusammen wie noch nie zuvor und es werden neue Tätigkeiten entstehen, in denen beide Berufsbereiche miteinander verschmelzen.

IoT schafft neue Berufe

Mit IoT-fähigen Produkten lässt sich bisher Unverbundenes miteinander verbinden. Das Internet der Dinge bietet neue Möglichkeiten für die Effizienzsteigerung, für die Kundenbindung und für die Entwicklung neuer Geschäftschancen. Expertenschätzungen zufolge werden bereits bis 2020 über 28 Milliarden IoT-Geräte im Einsatz sein. Mit Blick auf diese enorme Zunahme wird sich insbesondere für die Zukunft ein interessanter Arbeitsmarkt ergeben, in dem Techniker und Ingenieure viel enger vernetzt mit den Spezialisten der virtuellen Welt arbeiten. Das setzt natürlich auch voraus, dass sich technologisches und virtuelles Spezialistentum in engstem Kontakt austauschen muss. IoT, in Deutschland auch als „Industrie 4.0“ bezeichnet, verändert die Berufswelt. So wird die Nachfrage nach bestimmten höherqualifizierten IT-Berufen steigen. Durch die neuen Technologien und Verfahren im industriellen Internet werden auch neue Berufe entstehen. Im Konsumbereich wie auch bei E-Commerce-Unternehmen sind sogenannte Datenanalysten ein stark wachsendes Berufsbild. Datenanalysten extrahieren Daten aus unterschiedlichen Quellen, erstellen daraus umfangreiche Analysen, um so Produkte und Produktionsverfahren zu verbessern. Programmierkenntnisse sind daher unverzichtbar.

Roboter übernehmen zunehmend die Produktion in Fabriken. Ein neuer Industrial IoT-Beruf wird der Roboterkoordinator sein. Er wird die Roboter innerhalb der Produktion überwachen und auf Störungen sowie Fehler reagieren. Er führt auch Wartungen aus. Techni-IoT: Reale und virtuelle Welten verschmelzen ker und auch heutige Maschinenbediener stehen hier im Fokus der entsprechenden Schulungen.

Da IT-Systeme in den verarbeitenden Unternehmen immer komplexer und wichtiger werden, müssen IT-Lösungsarchitekten die Verantwortung für das gesamte System übernehmen. Gemeinsam mit anderen Spezialisten werden sie die technischen Rahmenbedingungen festlegen und die unterschiedliche Technologien, Plattformen und deren Mitarbeiter miteinander verbinden. Wie der industrielle Datenanalyst muss der IT-Lösungsarchitekt sowohl über betriebliches Know-how und IT-Erfahrung mit Kompetenzen in Datenmanagement sowie Anwendungs- und Technologiekenntnisse verfügen. Die vom IT-Lösungsarchitekten entworfene IT-Lösung muss dann wiederum von einem industriellen Entwickler in die Realität umgesetzt werden.

Eine Berufsgruppe, die den Weg von der Welt der Konsumgüter zur Industrie findet, sind User Interface-(UI) und User Experience (UX)-Entwickler. Von intuitiven bedienbaren Dashboards auf Tablets und Smartphones über Maschinenoberflächen und Roboterinteraktionen, Augmented-Reality-Anwendungen in Betrieb und Wartung bis hin zum Service- und Produktdesign für Nutzer von Industrieausrüstungen – das industrielle Umfeld wird eine drastische Zunahme digitaler Benutzeroberflächen erleben. Dafür braucht es diese Spezialisten, die dafür sorgen, dass Produkte einfach zu handhaben sind.

IT-Spezialisten und Ingenieure sowie Techniker kommen sich in ihren Tätigkeiten immer näher, dabei entstehen neue Berufsfelder.

Informative Links:

- www.bitkom.org
- www.vdma.org
- www.zvei.org
- www.ingenieur.de
- www.kompetenzzentrum-darmstadt.digital
- www.mitunsdigital.de
- www.iph-hannover.de
- www.nds.de
- www.arbeitsagentur.de/unternehmen/industrie-4-made-in-germany
- www.datenschutzbeauftragter-info.de (IoT und Datenschutz)

IoT wird in Deutschland auch als Industrie 4.0 bezeichnet. Hinter der deutschen Initiative „Industrie 4.0“ stehen die Branchenverbände Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V.), VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V.) und ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V.). Der Begriff soll auf die vierte industrielle Revolution hinweisen, die Maschinen, Produkte und Prozesse in einer sogenannten Smart Factory verbindet.

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