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22:50 22.03.2021
Wer sich sorgt, findet oft nicht in den Schlaf. Foto: djd/Pol Henry/iStock/ Katarzyna Bialasiewicz

Homeoffice statt Berufsverkehr, die eigenen vier Wände statt Fitnesscenter: Eigentlich haben wir durch Corona mehr Zeit zum Schlafen als zuvor. Tatsächlich schlafen aber viele Menschen schlechter, wie eine aktuelle Umfrage ergab. Stress, Sorgen und Existenzängste lassen Betroffene nicht zur Ruhe kommen. Die Folge: Schlafstörungen. Schlaftabletten sind oftmals keine Lösung, da sie langfristig abhängig machen können und viele sich nach Gebrauch morgens „wie gerädert“ fühlen. Dagegen kann die Silberlinde (Tilia tomentosa) ihre nachgewiesen beruhigenden, angstlösenden und schlaffördernden Eigenschaften ohne Suchtgefahr entfalten. Besonders viele wertvolle Stoffe sind in den Knospen enthalten. djd

Auf natürliche Weise zur Entspannung kommen

Im Schlaf sollen wir zur Ruhe kommen, doch Menschen mit Schlafstörungen können davon nur träumen. Sie schlafen schlecht ein und wachen während einer ohnehin schon ruhelosen Nacht mehrmals auf. Dauerhafter Schlafmangel kann sogar die Gesundheit gefährden: denn dadurch steigt das Risiko für Herzerkrankungen und das Immunsystem wird geschwächt. Einige Verhaltenstipps und bestimmte Vitamine und Mineralstoffe können Abhilfe schaffen. Die Basis für eine erholsame Nacht ist eine schlaffördernde Umgebung, die sogenannte Schlafhygiene. Zum Beispiel ist im Schlafzimmer eine Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad optimal. Bei Dunkelheit wird das Schlafhormon Melatonin im Körper ausgeschüttet – wir werden müde. Deshalb sollte so wenig helles Licht wie möglich, auch von Laptop oder Smartphone, im Schlafzimmer vorhanden sein. Ist das nicht möglich, kann das Tragen einer Schlafmaske helfen. Um besser ein- und durchschlafen zu können, sind bestimmte Vitamine und Mineralstoffe hilfreich, die zum Beispiel für die Bildung von Melatonin wichtig sind. Eine Vorstufe des Schlafhormons ist die Aminosäure Tryptophan. Sie ist unter anderem in Milch enthalten. Dass heiße Milch (mit Honig) als Hausmittel gegen Einschlafprobleme gilt, ist wohl eher ihrer psychologischen Wirkung zuzuschreiben, denn 100 Milliliter Milch enthalten nur etwa 49 Milligramm Tryptophan. Bei Schlafstörungen liegt die Einnahmeempfehlung aber bei mindestens 250 Milligramm. Daher kann es sinnvoll sein, die Aminosäure in Form eines Mikronährstoffpräparates einzunehmen.

Außerdem notwendig für die Produktion von Melatonin sind Vitamin B6 und Magnesium. Bei Menschen mit Schlafstörungen wird häufig ein Magnesiummangel festgestellt. Achten Sie darauf, möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen. So bleibt die innere Uhr im Takt. Vielen Menschen fällt es schwer, den Stress und die Sorgen des Tages hinter sich zu lassen. Doch egal, wie viel Sie grübeln, Probleme lassen sich nicht im Bett lösen. Wenn die Gedanken dennoch kreisen, kann es hilfreich sein, sie vor dem Schlafengehen einmal aufzuschreiben, um Abstand zu gewinnen. Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Meditation können helfen, zur Ruhe zu kommen. akz-o

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