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06:30 14.12.2021
Das Handwerk bietet jede Menge Chancen für einen Karrierestart. Foto: Seventyfour/ stock.adobe.com

Alle Unternehmen sind auf der Suche nach den Fachkräften von morgen. Insbesondere im Gesundheitswesen, in der Gastronomie und dem Handwerk gibt es überdurchschnittlich viele Unternehmen, die dringend nach neuen Auszubildenden suchen. Aber auch im öffentlichen Dienst schauen die Kommunen nach dem beruflichen Nachwuchs. Das bietet jungen Menschen beste Chancen, ihren Traumberuf realisieren zu können. In Deutschland gibt es 450 anerkannte Ausbildungsberufe auf hohem Niveau wie sonst kaum weltweit.

Branchen suchen dringend nach beruflichem Nachwuchs

Besonders der Pflege- und Gesundheitsbereich spürt den Nachwuchs- und Fachkräftemangel sehr stark. Überall werden händeringend qualifizierte Fachkräfte gesucht. Dazu hat der gesetzliche Anspruch auf einen Kitaplatz die Suche nach Fachpersonal in Kindergärten nach oben schnellen lassen. Laut dem „Fachkräfte-Radar für Kita und Grundschule“ der Bertelsmann-Stiftung sollen bis zum Jahr 2030 mehr als 230.000 Erzieher und Erzieherinnen fehlen.

Auch der Lehrermangel ist ein bundesweites Problem. Seit Jahren können nicht mehr alle offenen Stellen mit ausgebildeten Fachkräften besetzt werden. Das ergibt auch Chancen für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die ein anderes Hochschulstudium als ein Lehramtsstudium abgeschlossen haben. Interessant ist, dass bei Lehrern auch eine Verbeamtung möglich ist, die noch mehr berufliche Sicherheit gibt. Auch die Berufe im elektrotechnischen Bereich haben eine gute Zukunft. Hier geht das Spektrum vom Industrietechnologen über den Mechatroniker bis zum Fluggeräte- oder Anlagenmechaniker. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit des Studiums im Maschinenbau und im Ingenieurwesen. Vor allem im IT-Bereich warten interessante Berufe auf junge Auszubildende und natürlich die Studienfächer rund um die Informatik und die Elektrotechnik.

Handwerk: Karrierechancen mit Zukunft

Im diesjährigen Wahlkampf machten die Parteien deutlich, wie sie Deutschland voranbringen wollen. Ob Energiewende, Digitalisierung und Infrastrukturprojekte – viele der Ziele lassen sich ohne das Handwerk nicht umsetzen. Für Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), sind die Herausforderungen der Zukunft unmittelbar mit dem Handwerk verbunden.

Es gibt jede Menge Chancen im Handwerk durchzustarten. Die Vielfalt an Ausbildungs- und Studienangeboten ist heute höher denn je. Doch womit wird man glücklich? An was hat man Freude? Wo liegen Talente und Fähigkeiten? Und wo wird die Nachfrage hoch bleiben? Fragen, auf die manche Jugendliche in der Berufsorientierung für sich noch keine Antworten haben. Im Handwerk können sie diese Antworten finden. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Die Ausbildungs- und Arbeitsplätze bieten Sicherheit und Entwicklungschancen bis hin zum selbstständigen Unternehmer. Und: Das Handwerk bietet auch internationale Ausbildungs- und Berufschancen.

Spannende Karrierewege

Bettina Ladwig, Projektleitung und Marcus Voitel, Beratung, informieren mit dem Projekt „Umsteigen statt Aussteigen“ über berufliche Perspektiven neben dem Studium in und um Hannover. Foto: Iris Terzka/ Region Hannover
Bettina Ladwig, Projektleitung und Marcus Voitel, Beratung, informieren mit dem Projekt „Umsteigen statt Aussteigen“ über berufliche Perspektiven neben dem Studium in und um Hannover. Foto: Iris Terzka/ Region Hannover

Das Handwerk hält viele Erfolgsgeschichten bereit. So hat sich Nina Sicher als Schornsteinfegermeisterin bereits mit 31 Jahren selbständig gemacht und ist nun glücklich als ihre eigene Chefin mit eigenem Kehrbezirk. Magdalena Hinze ist auf dem Weg den Betrieb ihres Vaters zu übernehmen. Als beste Gesellin Niedersachsens im Steinmetzhandwerk hat sie nach der Ausbildung Steinrestaurierung studiert und den Techniker gemacht. Als nächster Schritt folgt die Meisterprüfung. Jan-Hendrik Karstens hat sich in Hannover mit einer eigenen Zweiradmechatronikerwerkstatt für Fahrradrahmen aus Bambus und Faserverbundwerkstoffen einen Namen gemacht. Man sieht, es gibt sehr spannende Karrierewege im Handwerk.

Das Beste aus zwei Welten: Triales Studium im Handwerk

Die Ausbildungsmöglichkeiten reichen von A wie Augenoptikerin und Augenoptiker bis Z wie Zimmerin und Zimmerer. Freie Lehrstellen findet man am einfachsten in der Online-Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Hannover. Ein Tipp ist, einfach mal ein Praktikum zu machen. So kann jede und jeder schnell den richtigen Beruf und den passenden Ausbildungsbetrieb finden.

Nach einem Realschulabschluss könnte auch das Berufs-Abitur die richtige Wahl sein. Hier kann man gleichzeitig Geld verdienen und Abitur machen, denn beim Berufs-Abitur kombiniert man eine duale Berufsausbildung mit der Vorbereitung auf die Fachhochschulreife. Und wer die Fachhochschulreife oder das Abitur in der Tasche hat, für den ist ein triales Studium vielleicht das Richtige. Hier wird eine Lehre im Handwerk bis zur Meisterprüfung mit einem Bachelorabschluss kombiniert. Zwei exklusive Möglichkeiten bietet die Handwerkskammer Hannover gemeinsam mit Kooperationspartnern an. Mit dem Bachelor of Arts „Handwerksmanagement“ erlangen Studierende kaufmännisch-betriebswirtschaftliches Know-How. Der Bachelor of Arts „Craft Design“ ist für all diejenigen spannend, die am Thema Gestaltung und Design Spaß haben.

■ Umfassende Informationen finden sich auf: www.hwk-hannover.de/karriereimhandwerk.
  

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