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Home Sonderthemen Komplett Bestatter stehen den Trauernden mit Rat und Tat sowie Fachwissen zur Seite
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03:46 05.11.2019
Eine würdevolle Trauerfeier zu organisieren – auch das gehört zu den Aufgaben eines Bestatters. Fotos: BDB (2)

Die Suche nach den helfenden Händen ist immer dann besonders schwer, wenn Menschen in Not geraten. Tritt ein Trauerfall ein, dann ist die seelische Not groß, die Betroffenen werden nicht selten „kopflos“, können kaum noch einen klaren Gedanken fassen und sind mit der Situation schlichtweg überfordert.

Die Mitgliedsbetriebe des Fachverbandes Hannoverscher Bestatter e. V. sind Unternehmen, die mehr als „nur Helfer in der Not“ sind. Sie sind die „berühmten Rettungsanker“, die die Trauernden ergreifen. Die Trauer ist dadurch kaum gelindert, doch die professionelle und umsichtige Hilfe, die die Angehörigen an ihrer Seite spüren, ist beruhigend und hilft, die schwere Situation durchzustehen.
        

Fachverband Hannoverscher Bestatter e. V.

Bestatter vermitteln Ruhe und Umsicht

Die Bestattungsunternehmen sorgen mit Ruhe und Umsicht dafür, dass alle Wünsche, die der Verstorbene zu Lebzeiten hatte, umgesetzt werden. Die Angehörigen kommen mit vielen Fragen, doch die Fachkompetenz der Bestatter sorgt für Antworten. So zum Beispiel zu den Fragen, welche Formen der Bestattung es gibt und wie der Verstorbene seine letzte Ruhe finden kann.

Formen der Bestattung

Die traditionelle Form der Bestattung in einem Sarg und einem Erdgrab ist in Deutschland immer noch am weitesten verbreitet. Es gibt aber viele andere Formen der letzten Ruhestätte. „Es empfiehlt sich sehr, dass schon zu Lebzeiten zu regeln, damit die Hinterbliebenen ein sicheres Gefühl haben, die Bestattung nach dem Wunsch des Verstorbenen geregelt zu haben“, empfehlen auch die Bestatter. Aber das ist nicht immer der Fall, und deshalb ist auch hier der Rat des Bestatters sehr wichtig. Er hilft den Angehörigen sehr bei der Entscheidungsfindung.
        

Die Mitgliedsbetriebe des Fachverbandes Hannoverscher Bestatter e. V. bieten eine Rundum-Betreuung an.
Die Mitgliedsbetriebe des Fachverbandes Hannoverscher Bestatter e. V. bieten eine Rundum-Betreuung an.

Erd- und Feuerbestattungen

Grundsätzlich ist zwischen zwei Bestattungsarten zu unterscheiden. Die zwei Elemente Erde und Feuer kommen dabei zur Geltung. Da in Deutschland grundsätzlich Friedhofszwang besteht, darf auch eine Urne nicht einfach mit nach Hause genommen werden – sie muss auf einem Friedhof oder einer von der Verwaltung zugelassenen Alternative bestattet werden.

Die Sargbestattung des Leichnams wird typischerweise in der Erde eines Friedhofs oder einer dementsprechenden vorbereiteten Fläche durchgeführt. Die Bestattung erfolgt dabei als Einzelgrab, als Wahlgrab, in Reihenfolge als Rasenreihengrab in jeweils gesonderten Stätten oder als anonyme Bestattung.

Urne hat vielfältige Ruhestätten

Bei der Feuerbestattung wird der Leichnam im Krematorium eingeäschert. Nach der Kremation erfolgt die Beisetzung der Asche mit oder ohne Urne wiederum in der Erde, gewöhnlich auf einem umgrenzten, dafür vorgesehenen Friedhof.

Auch hier besteht die Möglichkeit, ein Urnenwahlgrab oder aber ein Urnenrasenreihengrab zu wählen. In jüngster Zeit werden schnell abbaubare Urnen auch im Wurzelbereich von Bäumen oder auf Bergwiesen beigesetzt, diese Naturbestattungen sollen den Kreislauf zu neuem Leben befördern. Urnen werden aber auch zunehmend in einer Urnenwand oder in Nischen der Friedhofsmauer eingestellt. Ohne Urne ist das Verstreuen der Asche nur auf See zulässig. Auskünfte über die Arten der Bestattungen und die dafür geltenden Gesetze sowie Vorschriften erteilen die Bestatter und die jeweiligen Friedhofsverwaltungen.

Bestatter helfen mit Rat und Tat

Das Erd- und Urnenwahlgrab kann selbst nach Größe und Lage ausgesucht werden. Es sind zwei Bestattungen möglich, zum Beispiel von Ehepaaren. Es wird für 25 Jahre gekauft, kann aber verlängert werden. Das Erdreihengrab wird einmalig gekauft. Das Bestattungsfeld wird von der Friedhofsverwaltung festgelegt. Das gilt auch für das Erd- und Urnenrasenreihengrab, bei dem maximal eine Gedenkplatte angebracht werden darf.

Beim Erd- und Urnengrab bleibt der Beisetzungsort unbekannt. Wie immer sich auch Angehörige entscheiden beziehungsweise der Verstorbene zu Lebzeiten seine Wahl getroffen hat: Die Bestattungsunternehmen führen den Wunsch mit sehr viel Sorgfalt und Verantwortung aus.

Kontakte zu den kompetenten Ansprechpartnern der Mitgliedsbetriebe des Fachverbandes Hannoverscher Bestatter e. V. stehen im Anzeigenfeld auf dieser Seite.


Sargträger fühlen sich in der Regel dazu berufen, eine Aufgabe zu übernehmen, die sehr viel sicheres Auftreten und Taktgefühl voraussetzt. Ein gepflegtes Äußeres ist ebenso wichtig, um gegenüber dem Verstorbenen, aber auch den Trauernden kein peinliches Gefühl zu wecken. Sargträger ist kein Beruf, sondern vielmehr ein verantwortungsvoller Job, den oftmals Ruheständler im Auftrag der Bestatter ausüben. Auch die Friedhofs- oder Stadtverwaltung stellt auf Anfrage Sargträger. Nicht selten sind es aber auch Freunde oder Bekannte der Verstorbenen, die somit, zum Beispiel ihrem Freund oder Arbeitskollegen, eine ganz besondere letzte Ehre erweisen. Ein Sargträger ist eine der Personen, deren Aufgabe es ist, bei einer Bestattung den Sarg von der Trauerfeier oder dem Friedhofseingang bis zur ausgehobenen Grabstätte zu bringen.

Seriosität ist Voraussetzung

Da der Anlass eine Bestattung ist, sollten Sargträger seriös und gepflegt auftreten. Sargträger sollten sich untereinander mit nur wenigen Worten verständigen können, da es bei einer Beerdigung als unhöflich gilt, viel zu reden. Aufgrund der Schwere eines Sarges sollten die Träger kräftig sein. In der Regel gibt es sechs davon.

Ein eingespieltes Team

Die Männer sind ein eingespieltes Team. Nach der Trauerfeier heben sie den Sarg auf einen Wagen und schieben ihn zum Grab. Der Sarg wird auf zwei Brettern über dem offenen Grab abgestellt. Mit Seilen wird die Holztruhe dann von vier Männern angehoben, zwei ziehen die Bretter weg. Langsam und gleichmäßig lassen die vier Träger den Sarg herunter.

„Da muss man eingespielt sein, schließlich wäre das mehr als schlimm, wenn er dabei kippen würde“, sagt Peter Berger aus Hannover, der ehrenamtlich als Sargträger seine Dienste anbietet. Eine Uniform gibt es bei Sargträgern nicht, aber zwei Dinge gehören fest zur Ausstattung: ein schwarzer Anzug und ein Zylinder.

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