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20:01 15.11.2021
Grabbepflanzungen sind auch ein Ausdruck für die Emotionen der Trauernden.

Allgemein werden Pflanzen und Blumen als Sinnbild von Werden und Vergehen betrachtet. Als Grabpflanzen tragen die verschiedenen Arten eine je eigene, teils christliche Symbolik. Der Buchsbaum und das Immergrün stehen für das ewige Leben und Unsterblichkeit.

Rose drückt Liebe aus

Die Chrysantheme symbolisiert die Liebe, die über den Tod hinausgeht, während Margeriten vergossene Tränen versinnbildlichen. Pfingstrosen sind ein Mariensymbol und stehen für die Demut und Liebe Marias und Ringelblumen verkörpern die Ewigkeit und die Erlösung nach dem Tod.

Wer seine tiefe Liebe zum Ausdruck bringen möchte, pflanzt vorzugsweise rote Rosen. Weiße Rosen hingegen sind der Inbegriff von Reinheit und Vergänglichkeit. Im Allgemeinen drücken Rosen eine starke Anteilnahme und Verbundenheit aus. Sie werden zudem äußerst gerne für Grabkränze-, Gebinde- und Gestecke verwendet.

Verbindet man mit dem Verstorbenen eher Bescheidenheit, Unschuld und Demut, sollten Stiefmütterchen das Grab zieren. Veilchen und Vergissmeinnicht repräsentieren den zärtlichen Abschied und stehen für Treue. Daneben haben auch die Farben der Pflanzen ihre eigene Symbolik.

Blau steht für Treue

Rot steht für Liebe, Weiß für Unschuld. Während Blau Treue symbolisiert, steht Gelb für Kraft und Grün für Hoffnung.


Formel taucht im Alten und Neuen Testament noch nicht auf

Die Formulierung „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ kommt in vielen Bibelauslegungen vor. Diese Formulierung hat – auf Deutsch gelesen – die wörtliche Bedeutung, dass nach dem Ende einer Ewigkeit jeweils eine neue Ewigkeit beginnt und nach dem Ende dieser neuen Ewigkeit wiederum eine neue Ewigkeit – und dies als unendliche Aufeinanderfolge von Ewigkeiten. Die einzelne Ewigkeit ist dabei von endlicher Dauer vorgestellt, denn wenn die einzelne Ewigkeit wirklich ewig, also von endloser Zeitdauer wäre, dann könnte keine weitere Ewigkeit auf sie folgen. Man versteht diese Formulierung als Ausdruck der absolut endlosen Dauer der Zukunft, die auch dann noch endlos wäre, wenn das Wort Ewigkeit nicht endlose Bedeutung hätte. Diese Formulierung „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ kommt so im biblischen Grundtext an keiner Stelle vor, und auch die oben erläuterte deutsche Bedeutung kommt in der Bibel nicht vor, weder im Alten Testament noch im Neuen Testament. Betrachtet man beispielsweise das Gebet „Vaterunser“ muss man anmerken, dass der letzte Satz umstritten ist – zumindest, was seine jesuanische Herkunft betrifft.

Denn in den ältesten Handschriften der Bibel fehlt der formelhaft klingende Gebetsschluss mit dem Hinweis auf die Ewigkeit. In der Tat klingt es wie eine folgerichtige Zusammenfassung des vorher Gesagten: dass Gott uns das tägliche Brot gebe, die Schuld vergebe und vom Bösen erlöse.

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