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Home Sonderthemen Hannover Stadt Süd „Wir wollen auch 2030 Einzelhandel in Kirchrode haben“
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07:50 31.01.2020
Peter Busche ist Vorsitzender der Gemeinschaft Kirchroder Kaufleute (GKK). Foto: Architekten + Stadtplaner GmbH

Herr Busche, auf welche GKK-Veranstaltungen können sich die Bürger 2020 freuen?

Wieder auf eine ganze Menge. Das fängt mit dem Kinderkarneval am Sonntag, 9. Februar, an, den die GKK gemeinsam mit dem Leonardo Hotel und den Leinespatzen organisiert. Für Erwachsene gibt es ja viele Veranstaltungen, für Kinder ist das sicher eine der schönsten Vorstellungen.

Früher haben Sie diese Veranstaltung mit Plakaten an öffentlichen Plätzen beworben. Nun sieht man keine mehr hängen. Warum?

Das hängt mit einer Verordnung der Stadt zusammen, die schon im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist, von der ich aber bislang offiziell immer noch nichts weiß. Demnach soll das wilde Plakatieren verhindert werden. Viele haben ihre Plakate aufgehängt, aber später nie abgenommen. Eine Freiwillige Feuerwehr und ein Schützenverein hatten schon Strafen angedroht bekommen. Plakate kann man jetzt nur noch aufhängen lassen. Das kostet aber viel Geld, weil es nur noch mit einer Firma möglich ist.

Was bedeutet das für die GKK?

Wir haben immerhin noch die Möglichkeit, Plakate in unseren Mitgliedsbetrieben in Kirchrode aufzuhängen. Das Geld für das teure Plakatieren haben die meisten Einrichtungen nicht. Das macht es unmöglich, groß auf kulturelle Veranstaltungen im Ort hinzuweisen. Das Gemeinschaftsleben wird durch die Stadt somit nachhaltig behindert.
     

„Wir wollen auch 2030 Einzelhandel in Kirchrode haben“ Image 1

Welche weiteren Veranstaltungen planen Sie für das Jahr?

Im Mai findet für unsere Mitgliedsbetriebe das GKK-Schießen statt. Auf Entdeckertour mit dem Fahrrad geht es wieder am 27. Juni. Dabei besteht die Möglichkeit, den Stadtteil noch besser kennenzulernen. Eine Beteiligung möglichst vieler wäre wünschenswert. Je nach Teilnehmerzahl und geradelter Kilometer spendet die GKK anschließend das Geld für eine Organisation im Stadtteil, in diesem Jahr an das Hospiz Luise. Natürlich gibt es auch wieder den Gewerbe-Erlebnis-Sonntag am 22. November im Leonardo Hotel.

Die Brabeckstraße wird aktuell noch umgebaut. Wie steht die GKK zu den Maßnahmen dort?

Das sehen wir teilweise kritisch. Die Straße wird um 50 Zentimeter verengt. Man muss aber bedenken, dass bei den 18 angesiedelten Geschäften permanenter Lieferverkehr stattfindet und solch eine Einkaufsstraße nicht mit der einer reinen Anwohnerstraße verglichen werden kann. Hier herrscht reger Verkehr. Straßen sollen sicherlich nicht zum Paradies für Raser werden und hier sollte auch Einhalt geboten werden.

Es gab kürzlich ein Gespräch vor Ort mit den Verantwortlichen Personen. Wie verlief dieses?

Sehr konstruktiv und es wurde uns zugesagt, die Bedürfnisse der Bevölkerung und Betrieb auch während der Baumaßnahmen nicht aus den Augen zu verlieren. Trotzdem ist Skepsis geboten.

Warum genau?

Das Ergebnis der neuen Straßenführung in Bemerode und die dortige Verengung der Straßenspur führt eher zu Unmut, anstatt zur Verkehrsberuhigung. Das, was dort stattfand, ist daher eher als Bankrotterklärung der Straßenplaner zu bewerten. Aber die Verantwortlichen sitzen letztendlich im Rathaus und diese sollten allmählich ein Konzept erarbeiten.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was wünschen Sie sich für Kirchrode?

Das wäre ein Parkhaus. Das würde die Straßen entlasten. Es müsste natürlich zentral liegen. Örtliche Angestellte sollten das dann nutzen, damit der öffentliche Parkraum für die Einkaufenden bestehen bleibt. Das Parkhaus müsste ein Solardach bekommen, um Strom erzeugen zu können für Beleuchtung oder für das Aufladen von Elektroautos. Das müsste natürlich alles noch viel konkreter geplant werden und finanzierbar sein.

Wäre Kirchrode damit für die Zukunft gut aufgestellt?

Wir machen uns natürlich schon Gedanken, wie Kirchrode 2030 aussehen wird. Wir wollen auch dann noch den Einzelhandel hier haben. Allerdings muss dafür einiges passieren. Menschen brauchen kurze Wege, müssen die Geschäfte schnell erreichen können.


Die kleinen Narren sind los

GKK feiert Karneval im Leonardo Hotel

Die Gemeinschaft der Kirchroder Kaufleute (GKK) und die Leinespatzen (Stadtgarde Hannover von 1954) veranstalten am Sonntag, 9. Februar, eine Kinderkarnevalssitzung im Leonardo Hotel, Tiergartenstraße 117. Einlass ist ab 14.45 Uhr, Beginn um 15.11 Uhr. Der Eintritt ist für Kinder frei, für Erwachsene kostet die Sause 6 Euro. Eine Kostümierung ist für die Kinder keine Pflicht, aber sehr erwünscht. Eintrittskarten bekommen alle Teilnehmer im Leonardo Hotel.

Die Leinespatzen bieten ein kindgerechtes Programm an und dazwischen gibt es Spielstationen mit Überraschungen; Es gibt also keinen Grund für Langeweile. Das Besondere: Kindertollität Prinz Korbinian I. wird auftreten.

Die allseits sehr beliebte Veranstaltung für den Nachwuchs bescherte im vergangenen Jahr ein volles Haus. Auch diesmal werden wieder viele kleine und große Karnevalisten dabei sein und in ausgelassener Stimmung der Prunksitzung folgen können. Die Initiatoren wünschen allen Teilnehmern viel Spaß.
  

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