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09:08 20.11.2020
Regelmäßig, mindestens zweimal am Tag, die Zähne gründlich putzen: So lautet die Empfehlung von Zahnärzten. Foto: djd/DEVK/Pixabay
Zahnarzt & Implantologe Dr. Ingolf Böttcher MSc

Ein strahlendes Lächeln ist die beste Visitenkarte eines Menschen. Die wichtigsten Schritte zu schönen Zähnen sind tägliche, sorgfältige Zahnpflege sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt und eine zahngesunde Ernährung.

Zahnseide benutzen

Regelmäßig, mindestens zweimal am Tag, die Zähne gründlich putzen: So lautet die eindringliche Empfehlung von Zahnärzten. Häufig entsteht Karies aber auch in den Zahnzwischenräumen, wo die normale Zahnbürste nicht hinkommt.

Um auch dort Nahrungsresten und Zahnbelag den Garaus zu machen, sollte man einmal am Tag Zahnseide oder geeignete Interdentalbürstchen verwenden. Auch antibakterielle Mundspüllösungen sowie Zungenschaber helfen bei der Mundpflege. Mindestens einmal im Jahr - besser aber halbjährlich - sollte man außerdem seinen Zahnarzt für eine Prophylaxe-Untersuchung aufsuchen.

Schutz für Zähne und Geldbeutel

Am besten lässt man sich den Zahnarztbesuch im Bonusheft nachweisen. So erhält man einen höheren Festzuschuss von der Krankenkasse, wenn eine Versorgung mit Zahnersatz notwendig werden sollte. Zudem kann es sinnvoll sein, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Denn viele wichtige Leistungen des Zahnarztes muss der gesetzlich Krankenversicherte selbst tragen. Das kann schnell teuer werden. Mit einer Zahnzusatzversicherung ist man dagegen auf der sicheren Seite: Bei der DEVK zum Beispiel werden 100 Prozent der Kosten für Kunststofffüllungen, Wurzel- und Parodontosebehandlungen sowie Voll- und Teilnarkosen im zahnärztlichen Bereich übernommen. Bei hochwertigem Zahnersatz und Implantaten zahlt der Kölner Versicherer bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten.

ZA Leif Torben Krüger & Kollegen

Zahnpflege beim Profi

Sinnvoll für die Gesunderhaltung der Zähne ist es, mindestens einmal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung machen und Zahnfissuren versiegeln zu lassen. Ist ein Zahnersatz nötig, kann die Gebissfunktion geprüft werden. So lässt sich eine Fehlbelastung von Zähnen und Unterkiefer vermeiden, wenn der Zahnersatz im Mund befestigt ist. Auch die Kosten für diese Leistungen werden bei einer Zahnzusatzversicherung übernommen oder bezuschusst. Mehr Informationen dazu gibt es im Internet auf der Seite www.devk.de/zahnerhalt. Leistungen gibt es auch für die Mundkrebsvorsorge.

Leinemund

Den Zuckerkonsum einschränken

Daneben leistet eine zahngesunde Ernährung einen wichtigen Beitrag, Zahnerkrankungen zu vermeiden: etwa den Zuckerkonsum einschränken, vor allem Wasser oder ungesüßten Tee trinken und säurehaltige Getränke nur in Maßen genießen. Kaugummi dagegen kann der Zahnpflege dienen, wenn es ein zuckerfreies Produkt ist. djd


Zahnarztpraxen bleiben auch im Lockdown offen

Patienten sind bei Zahnarztbesuchen gut geschützt

Niedersachsens Zahnarztpraxen bleiben während des aktuell geltenden Lockdowns für ihre Patienten geöffnet. Alle notwendigen Behandlungen können und dürfen durchgeführt werden. Entscheidungen über jede einzelne Behandlung treffen Zahnarzt und Patient gemeinsam. Darauf weisen die Kassenzahnärztliche Vereinigung Niedersachsen (KZVN) und die Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN) hin.

„Gerade in Zeiten einer Pandemie sollten die Patienten ihre Mundgesundheit nicht vernachlässigen. Karies nimmt keine Rücksicht auf einen Lockdown. Eine gesunde Mundschleimhaut beugt zudem der Entstehung von Viruserkrankungen vor, zu denen auch CoViD-19 zählt. Deshalb sollten Zahnfleischerkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden“, so Henner Bunke, D.M.D./Univ. of Florida, Präsident der ZKN.

Der Vorsitzende des Vorstands der KZVN, Dr. Thomas Nels, ergänzt: „Während des ersten Lockdowns wurden in Niedersachsen mehr als 300 000 Vorsorgeuntersuchungen weniger durchgeführt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das ist zahnmedizinisch höchst bedenklich. Eine kleine Karies kann, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird, zu einer schwerwiegenden Erkrankung werden. Wurzelbehandlungen oder sogar Zahnverlust können die Folge sein.“

Kassenzahnärztliche Vereinigung und Zahnärztekammer appellieren an alle Patienten, die sich dieses Jahr noch nicht beim Zahnarzt haben untersuchen lassen, dies schnellstmöglich nachzuholen – auch mit Blick auf das lückenlos geführte Bonusheft.

„Wir haben in den vergangenen Jahren große Erfolge bei der Verbesserung der Mundgesundheit erreicht. Die Pandemiesituation darf nicht zu gesundheitsrelevanten Kollateralschäden an Zähnen und Zahnfleisch führen“, betont Dr. Jürgen Hadenfeldt, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der KZVN.

Die beiden zahnärztlichen Körperschaften verweisen zudem auf das hohe Niveau der Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen in den Zahnarztpraxen: Der in Wietze bei Celle praktizierende Zahnarzt und Kammerpräsident Bunke betont: „Selbst in Norditalien und China wurden kaum Infektionen bei zahnmedizinischem Personal festgestellt. Das zeigt: Auch als die Erkrankung CoViD-19 noch gar nichtbekannt war, haben die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung und die seit vielen Jahren vorbildlichen zahnärztlichen Hygienemaßnahmen Infektionen in den Zahnarztpraxen wirksam verhindert.“ ZKN