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Home Sonderthemen Hannover Region Ost Geld sparen – und die wohlige Wärme im Haus genießen
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15:03 08.11.2019
Von der Optimierung des Heizsystems profitieren auch neuere Anlagen. Foto: Dmitry Kalinovsky/caifas/shutterstock.com/Verbraucherzentrale Bundesverband e. V./ akz-o

Schon mit kleinen Investitionen kann man die Lebensdauer der Heizung verlängern und den Wohnkomfort verbessern. Vor allem spart man Energie und Kosten. Etwa 85 Prozent des Energieverbrauchs in im Haus verwenden man für das Heizen und die Warmwassererzeugung. Daraus ergibt sich ein großes Sparpotenzial.

Die Heizung ist neben der Wärmedämmung der Bereich, mit dem sich im Rahmen einer energetischen Modernisierung am schnellsten die meiste Energie sparen lässt. Dabei muss nicht immer ein neues Heizsystem installiert werden. Häufig würde man die Energie schon viel effizienter nutzen, wenn alle Komponenten der Heizung besser aufeinander abgestimmt wären oder man einzelne Elemente der Heizung austauschen lässt, wie zum Beispiel die Heizungspumpe.
       

Auch eine gute Rohrdämmung, Nachtabsenkung oder ein hydraulischer Abgleich vollbringen wahre Energiesparwunder. Ist die Heizung optimal eingestellt, geben alle Heizkörper gleichmäßig Wärme ab, verursachen keine störenden Geräusche mehr und de Heizung entspricht viel besser den Bedürfnissen. Darüber freut sich auch die Umwelt, denn das bedeutet einen geringeren Energieverbrauch und damit verbunden niedrigere Emissionen. Auch neue Heizungsanlagen entfalten ihr volles Effizienzpotenzial erst, wenn alle Komponenten der Anlage aufeinander und vor allem auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sind. Die vorinstallierten Werkseinstellungen können das nicht leisten.

Tipps für die Heizungsrenovierung

Bei der Renovierung empfiehlt es sich die gesamte Heizanlage auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Dazu gehören auch moderne Heizkörper oder Flächenheizungen, ohne die das Energieeinsparpotenzial zeitgemäßer Wärmeerzeuger gar nicht ausgeschöpft werden kann. Alte Heizkörper oder die noch millionenfach im Einsatz befindlichen DIN-Radiatoren sind nicht nur optisch unattraktiv, ihr hoher Wasserinhalt treibt die Energiekosten unnötig in die Höhe und macht das Heizungssystem träge.

Tipps zum Sparen
Dämmung aller Heizungs- und Wärmeleitungen.
■ Einen hydraulischen Abgleich machen lassen. So werden die Heizkörper gleichmäßig warm.
■ Alte Umwälzpumpen durch energiesparende Hocheffizienzpumpen ersetzen.
■ Heizkurve und Heizungsbetrieb
entsprechend den individuellen
Bedürfnissen einstellen.
■ Heizung nachts abschalten. Wer ein gut gedämmtes Haus hat, können sie nachts sogar ganz abschalten.
■ Auch die Warmwasserbereitung nachts absenken.
■ Den Betrieb der Heizung regelmäßig überwachen lassen.

Der Austausch des Heizkessels gegen moderne Technik spart bis zu 20 Prozent Heizenergie ein. Unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de finden sich weitere Infos zum Beratungsangebot „Heiz-Check“ der Energieberatung der Verbraucherzentrale.


In Wohnräumen ist eine Temperatur von rund 20 Grad Celsius angemessen. Foto: livingpress / Wohnzimmer Credo
In Wohnräumen ist eine Temperatur von rund 20 Grad Celsius angemessen. Foto: livingpress / Wohnzimmer Credo

Insbesondere in der kalten Jahreszeit steigt der Stromverbrauch aufgrund der Heizperiode an. Ungefähr 70 Prozent des Stromverbrauchs sind auf den Betrieb der Heizung zurückzuführen. Die Heizperiode beginnt üblicherweise im Oktober und endet im April. Abhängig von der jeweiligen Region kann dieser Zeitraum schwanken.

Mithilfe weniger Tricks lassen sich die Heizkosten so gering wie möglich halten und Energie sparen. Daher ist es sinnvoll, im Winter, sobald es dunkel wird, die Rollläden und Jalousien zu nutzen. Sie dienen als Dämmung und verhindern das Auskühlen der Innenräume. So lässt sich ein Wärmeverlust um bis zu 20 Prozent verringern. Tür- und Fensterdichtungen sollten regelmäßig überprüft und bei Abnutzung ausgetauscht werden. Schaumstoff- und Gummidichtungen sind beispielsweise im Baumarkt erhältlich und lassen sich unkompliziert austauschen.

Weniger ist häufig mehr – ebenfalls beim Heizen. Wer die Heizung herunterdreht, verliert nicht an Komfort, spart aber Geld. Die optimale Temperatur von Wohnräumen liegt zwischen 19 bis 21 Grad Celsius. Im Schlafzimmer sollten es allerdings nicht weniger als 16 Grad sein. Jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent Heizenergie ein.

In einem noch nicht sanierten Einfamilienhaus mit 150 m2 Wohnfläche lassen sich je nach Heizung über 1000 Kilowattstunden pro Jahr einsparen. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen einen Raum und dessen Wände aus. Deshalb raten Fachleute zum Stoßlüften, mehrfach am Tag für jeweils ein paar Minuten.

Am besten sorgt man dabei für Durchzug, dann tauscht sich die Luft noch schneller aus. Von Dezember bis Februar empfehlen sich vier bis sechs Minuten zu lüften. Befindet sich Luft in den Heizkörpern, können diese nicht richtig warm werden. Außerdem entstehen oft gluckernde Geräusche. Deshalb sollte man vor Beginn der Heizsaison die Heizkörper entlüften, indem man das Entlüftungsventil aufdreht. lps/Jm


In den Fünfzigerjahren wurden verstärkt Ölheizungen eingesetzt. Seit dieser Zeit hat sich diese Heiztechnik immer weiterentwickelt. Jedem Heizungsfachmann ist die Ölheizung bestens bekannt.

Dazu ist der Brennstoff immer verfügbar, denn in Deutschland wird Heizöl aus über 30 Ländern importiert. Die weltweiten Reserven und die Erdölvorkommen reichen soweit, dass der Bedarf für die kommenden 50 Jahre problemlos gedeckt werden kann. Dazu wird an der Weiterentwicklung synthetischer Brennstoffe gearbeitet, die von fossilen Quellen unabhängiger machen. Eine ökologische Alternative zum konventionellen Brennstoff Öl ist das Bio-Heizöl. Das ist schwefelarmes Heizöl, dem ein Anteil aus nachwachsenden Rohstoffen beigemischt wurde.

Das verwendete Bio-Öl wird in der Regel aus Raps-, Soja- oder Sonnenblumenöl und Methanol hergestellt und hat insgesamt einen Anteil von drei bis etwa zehn Prozent am Heizöl.

In den meisten neuen Ölheizungen kann dieser alternative Brennstoff in der Regel problemlos eingesetzt werden. Neben der Heizwerttechnik ist die Brennwerttechnik mittlerweile Standard in der Wärmeerzeugung. Der Unterschied beider Technologien liegt in der Nutzung der sogenannten Kondensationswärme. Diese wird dann freigesetzt, wenn die Verbrennungsgase flüssig werden. Vor allem lassen sich Ölbrennwertkessel problemlos zum Beispiel mit einer Biomasseheizung oder einer Wärmepumpe vereinen. Moderne Ölheizkessel lassen sich leicht und schnell mit anderen Heizsystemen verbinden.

Das steigert die Wirtschaftlichkeit. Sie lassen sich sogar auch mit Biogasmischung betreiben und entlasten so die Umwelt. Mit einer Solarthermie-Anlage senkt man zum Beispiel die Heizkosten und schont das Klima. Die Solarthermie-Anlage fängt die Energie der Sonne auf und wandelt sie in Wärme um, die dann zur Warmwasserbereitung und auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden kann.

Liefert die Solaranlage nicht genügend Energie in das System, schaltet die intelligente Regelung auf das Heizen mit Öl um und stellt sicher und stellt so angenehme Wärme im sicher.

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