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Home Sonderthemen Hannover Region Nord Gartenarbeit im Herbst
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18:50 27.09.2020
Laub und abgestorbene Pflanzenreste im Garten zu entfernen gehört zu den Hauptaufgaben in der kälteren Jahreszeit. Foto: Pixabay

Im Herbst werden die Sonnenstunden deutlich weniger, die Feuchtigkeit nimmt zu und die Temperaturen sinken. Nachts kann es sogar zu Bodenfrost kommen. Um den Garten auf die neue Saison vorzubereiten und um sicherzustellen, dass er im nächsten Jahr wieder in voller Pracht erblüht, können einige Vorkehrungen getroffen werden.

Kernstück vieler Gärten ist der Rasen. Laub, Moos und abgestorbene Pflanzenteile sollten entfernt werden, um noch einmal Luft an den Rasen zu lassen. Der Herbst ist zudem die Zeit, um den Rasen zu vertikutieren, auch Düngen kann hilfreich sein, dafür gibt es speziellen Herbstdünger im Fachhandel.

Stauden, Sträucher und Bäume werden zurückgeschnitten. Vor allem abgestorbene und kranke Äste sowie Pflanzenteile sind zu entfernen. Der Herbst ist ebenfalls gut geeignet, um größere Pflanzen umzusetzen. Dabei gilt es zu beachten, dass die Wurzeln nicht beschädigt werden. Hilfreich ist es daher, wenn die Pflanze großzügig ausgegraben wird. Nach dem Umsetzen muss sie ausgiebig gewässert werden, damit sie am neuen Platz gut angeht. Das Umsetzen darf nicht zu spät im Herbst erfolgen, damit Frost und Kälte der Pflanze nicht zu stark zusetzen. Frostempfindliche Gewächse sind generell erst im Frühjahr umzusetzen.

Zu guter Letzt kann man die Beete auflockern, mulchen und Frühblüher setzen. Verwelkte Pflanzen sollten entfernt werden. Winterharte Pflanzen, welche in der Erde bleiben, werden durch eine Schicht aus Laub oder Mulch- Substrat geschützt. lps/Bi


Ernte am Ende des Sommers

Leuchtende Herbstfarben im Gemüsegarten

Auch im Herbst kann eine große, vielfältige Ernte eingebracht werden. Foto: Pexels
Auch im Herbst kann eine große, vielfältige Ernte eingebracht werden. Foto: Pexels

Beleuchtet die im Herbst recht tief stehende Sonne den Acker, kommen die Herbstfarben wunderbar zur Geltung. Die ein oder andere verblühende Blume oder Gemüsesorte sieht in der Herbstsonne fast noch schöner aus als mitten im Sommer, wenn alles grün und frisch ist. Hobbygärtnern kann sich daher ein toller Anblick bieten.

Sonnenblumen beispielsweise überzeugen durch ihren mitunter sehr hohen Wuchs. Sie erscheinen mit einer Größe von bis zu drei Metern fast wie Bäume und sind somit für kleine Parzellen nicht immer geeignet, da sie andere Pflanzen verdrängen. Im Herbst ist dies jedoch kein Problem, da die meisten Gemüsesorten ohnehin bereits abgeerntet sind und es auf den Bepflanzungsflächen lichter wird.

Die Sonnenblumen erstrahlen im Herbst nicht nur in schönen Gelb- oder Orangetönen, vielmehr überzeugen sie durch rötlich scheinende Blütenblätter. Bei ausreichender Wässerung, vor allem im Sommer, bleiben die Blätter dabei in einem kräftigen Grün erhalten, lediglich der Stamm bekommt eine bräunliche Färbung. Alles in allem erzeugt die bereits verblühende Sonnenblume einen wunderschönen herbstlichen Anblick und sollte daher nie zu früh abgeschnitten werden. Auch die Ernte kommt im frühen Herbst nicht zu kurz. Unter anderem können Lauch, Knollensellerie, Tomaten und Bohnen geerntet werden. Ebenfalls beliebt sind Kürbisse, welche zudem die herbstliche Küche prägen.

Mit etwas Glück und Planung lassen sich ebenfalls Kartoffeln aus der Erde ziehen. So kann auch im Herbst der Garten noch vollständig genutzt und mit selbst geernteten Zutaten gekocht werden. Zwar sind die meisten anderen Pflanzen und Gemüsesorten bereits abgeerntet und verwelkt, nicht selten verbleiben jedoch Schoten oder Samen, welche bis zum nächsten Jahr aufgehoben und wieder eingepflanzt werden können. lps/Bi


Bäume fällen: Das gilt es zu beachten

Nur bei sehr dünnen Bäumen wird für das Fällen eine Axt verwendet. Foto: Pexels
Nur bei sehr dünnen Bäumen wird für das Fällen eine Axt verwendet. Foto: Pexels

Der Herbst ist eine gute Zeit, wenn man einen Baum fällen will oder muss. Bevor man sich jedoch an die Arbeit macht, ist vorerst die gesetzliche Regelung zu betrachten. Generell gilt, dass Gemeinden und Bundesländer nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine sogenannte Baumschutzsatzung erlassen können, welche verhindern könnte, dass der besagte Baum gefällt werden darf. Daher muss sich zuvor nach dieser Satzung bei der Gemeinde erkundigt werden. Bei einem Vergehen gegen die gesetzliche Reglung drohen durchaus hohe Geldstrafen. Hat man die Genehmigung für das Fällen des Baumes von der Gemeinde erhalten, muss meist eine sogenannte „Ersatz- und Ausgleichsmaßnahme“ erfüllt werden. Dies bedeutet, dass anstelle des gefällten Baumes ein neuer Baum zu pflanzen ist.

Einen Baum zu fällen ist generell kein Hexenwerk. Die richtige Arbeitskleidung ist jedoch ein Muss. Eine Motorsäge hat viel Kraft. Rutscht sie ab, ist eine hochwertige Arbeitskleidung unabdingbar. Einige Baumärkte oder Gartencenter ermöglichen es Hobbygärtnern, eine Motorsäge auszuleihen.

Nicht selten ist die passende Arbeitskleidung mit inbegriffen. Ist dies nicht der Fall, sollte sie unbedingt ebenfalls ausgeliehen werden, schließlich kann das Fehlen dieser lebensbedrohliche oder zumindest sehr schmerzhafte Folgen haben. Ebenfalls unerlässlich ist das Absichern der Umgebung. Schließlich gilt es zu vermeiden, dass die Laube oder der Schuppen in Mitleidenschaft gezogen werden. Ist der Baum zu hoch, wird angeraten, die Hilfe eines Profis in Anspruch zu nehmen.

Beim Baumfällen selber gibt es eine Vielzahl an Techniken. Ziel bei jeder ist es, den Baum in die gewünschte Richtung fallen zu lassen. Grundsätzlich gilt, dass der Baum entgegen der häufig falschen Annahme nicht umgesägt, sondern gekeilt wird. lps/Bi

Hochbeet bauen im Herbst

Hochbeete sind bei Hobbygärtnern sehr beliebt. Durch die hohe Lage ermöglichen sie ein rückenschonendes Gärtnern. Die Erträge sind im Hochbeet zudem meist höher, was daran liegt, dass die Erde sich darin schneller erwärmt und sich, je nach Material des Hochbeets, die Wärme zudem länger hält. Im Herbst beginnen die Planungen für die kommende Gartensaison. Somit ist es auch der ideale Zeitpunkt, um ein neues Hochbeet zu errichten. Der Grund liegt darin, dass im Herbst eine große Zahl an Sträuchern und Bäumen beschnitten werden, wodurch eine Menge Herbstlaub anfällt. Dies wiederum ist perfekt dafür geeignet, um es in den unterschiedlichen Schichten des Hochbeets zu verteilen. Bis zum Frühjahr sackt die Befüllung des Hochbeets ein gutes Stück ab, da sich die groben Mineralien bereits zersetzen und die verschiedenen Schichten somit leicht in sich zusammenfallen. Vor einer Bepflanzung im Frühjahr kann daher noch mal frische Erde nachgefüllt werden. Ein weiterer Grund für das Bauen eines Hochbeets im Herbst ist, dass die Beete durch die Ernte im Spätsommer frei geworden sind und somit Platz für das Beet vorhanden ist. Je nach Zeitpunkt des Aufbaus und der Befüllung kann das Hochbeet sogar noch für die Herbst- und Winterbepflanzung durch beispielsweise Spinat genutzt werden. Ein Hochbeet wird stets schichtweise befüllt. Die Basis bildet Grobschnitt aus Ästen, Zweigen und Heckenschnitt. Das fördert die Belüftung und beugt Fäulnis vor. lps/Bi

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