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10:57 06.05.2021
Egal, wie alt man ist: Mutter bleibt Mutter und Kind bleibt Kind.

Sobald ein Kind geboren wird, ist es zunächst abhängig von seiner Mutter. Es wird ernährt, behütet, beschützt und belehrt. Im Laufe der Jahre entwickelt es sich zu einem erwachsenen Menschen heran, setzt Gelerntes um und übernimmt Verantwortung für sich.

Wenn Kinder irgendwann einmal „große Kinder“ sind, sind deren Mütter bereits in der zweiten Lebenshälfte. Spätestens dann schleicht sich allmählich ein Rollentausch ein. Die Kinder erkundigen sich nach dem Befinden der Mama, sorgen sich um ihre Gesundheit und erinnern sie zuweilen an Arzttermine. Die einstig einseitige Fürsorgepflicht schlägt in eine gegenseitige um.

Natur-Pur

Mit dem Alter wächst die Verantwortung

Mütter werden sich immer um ihre Kinder sorgen – egal ob diese drei oder dreißig Jahre alt sind. Verlor man bereits seine Großeltern, wird einem die Vergänglichkeit bewusst. Sorge und Verlustangst um die eigene Mutter werden sporadisch spürbar. Im Erwachsenenalter übernimmt man nicht länger nur Verantwortung für sich selbst, sondern auch für andere Lebewesen. Das können eigene Kinder, der Partner, das Haustier oder auch die ältere Mama sein. Manche Mütter sind sogar auf die Hilfe und Unterstützung ihrer Schützlinge angewiesen.

Viele Kinder kümmern sich um ihre Eltern

Oft hat das gesundheitliche Gründe. Seien es instabile Beine, neurologische Erkrankungen oder schnelle Erschöpfung nach einer körperlicher Anstrengung. Regelmäßige Einkäufe, der Hausputz und Begleitungen zu Terminen sind dann nicht selten. Sobald es schwere Ausmaße annimmt, werden die Mütter nicht selten von ihren Kindern aufgenommen und umsorgt.

Ist das aufgrund von Zeit- oder Platzmangel oder fehlender medizinischer Fachkenntnisse nicht umsetzbar, nehmen sich Seniorenheime diesem Unterfangen an. Das Leben wird von einem Wechselspiel aus Geben und Nehmen begleitet: Mütter geben, Kinder nehmen. Bis der Lauf des Lebens eine Veränderung vorsieht und es heißt: Kinder geben, Mütter nehmen. lps/AM

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