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Themenwelten
16:35 14.06.2021
Ein Regensammler sorgt dafür, dass Behältnisse nicht mehr überlaufen. Foto: dach.de

Ein norddeutscher Sommer ist nicht jedermanns Sache. Zu oft vermiesen dunkle Regenwolken die Freude an warmen Temperaturen und lauen Sommerabenden auf der Terrasse. Dabei ist Wasser lebenswichtig für den Garten. Es hat seinen Grund, dass viele Gärten in sattem Grün wachsen. Wer sein kleines privates Paradies hinter dem Haus hat, weiß, dass Beete und Rasen reichlich Wasser benötigen.

Viele Vorteile

Aber wie kommt das Nass letztendlich in den Garten? Die meisten Gartenbesitzer nehmen dazu den Schlauch und schließen ihn an die Wasserleitung an. Kostbares Trinkwasser also wird auf die Pflanzen geleitet. Dabei gibt es eine günstige Variante für die Bewässerung, denn der Regen sorgt für Wasser im Überfluss. Mehr als 1000 Liter pro Quadratmeter fallen pro Jahr in Deutschland vom Himmel. Genug also, um damit seinen Garten zu bewässern.

Regenwasser hat gegenüber Leitungswasser nicht nur den Vorteil, dass es kostenlos ist. Es ist tatsächlich sogar besser für die Pflanzen geeignet. Da es weich und kalkarm ist, mögen es die Blumen und Johannisbeeren wesentlich lieber als Wasser aus dem Hahn.

Wie aber macht man den Niederschlag nutzbar? Die gute alte Methode ist immer noch die Regentonne. Man platziert sie an das Fallrohr, sodass sie bei Regen schnell gefüllt wird. Genau hier liegt allerdings oft das Problem, denn bei starkem Regen kann das Behältnis in kurzer Zeit überlaufen. Das Resultat ist dann oft eine Sumpflandschaft, die kein Gartenbesitzer haben möchte.

Darüber hat sich die Industrie natürlich Gedanken gemacht und Lösungen gefunden. Intelligente Dachentwässerung sorgt dafür, dass die Regentonne nicht mehr überläuft - beispielsweise durch die Installation eines Regensammlers.

Das Prinzip des Regensammlers ist ein sehr einfaches. Im Innern der Vorrichtung befindet sich ein Abscheider, der das Regenwasser, das durch das Fallrohr läuft, auffängt und über einen Steckanschluss in die Regentonne ableitet.

Installation ist einfach

Die Installation eines Regensammlers ist keineswegs kompliziert - insbesondere dann nicht, wenn das Fallrohr den Standarddurchmesser von 100 Millimetern hat. Es reicht, mit einer Säge ein rund 30 Zentimeter großes Stück aus dem Rohr herauszunehmen und den Regensammler einzusetzen. Einmal installiert, wird schließlich an den integrierten Anschluss ein Gartenschlauch angeschlossen und zur Tonne geführt. Ein Vorteil dieser Konstruktion ist zusätzlich, dass die Tonne nicht unbedingt direkt am Fallrohr stehen muss.

Bei der Installation muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Anschluss an den Regensammler mindestens auf gleicher Höhe, idealerweise aber sogar ein paar Zentimeter höher liegt als der Abfluss in die Tonne. Auf diese Weise wird das Überlaufen der Tonne verhindert, denn sobald der Wasserspiegel in der Tonne die Höhe des Einleiters erreicht hat, wird die Zufuhr in die Tonne unterbunden. Der Regensammler sorgt dann dafür, dass das überschüssige Regenwasser durch das Fallrohr direkt in die Kanalisation fließt.
  

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