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Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover

Home Sonderthemen Hannover Region Süd „Ich freue mich auf die Zeit nach einem erfüllten Berufsleben und sage Danke für viele schöne Jahre“
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13:58 10.06.2019
Nicole Beier (links) und Verena Feist freuen sich über tolle gemeinsame Jahre.

Tschüss Verena Feist: 41 Jahre nachdem die Friseurmeisterin ihr Fachgeschäft im Pattenser Ortsteil Jeinsen eröffnet hat, übergibt sie den Salon nun an ihre langjährige Geschäftspartnerin Nicole Beier. „Natürlich gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt die Friseurmeisterin. Doch nun, nachdem auch ihr Mann im Ruhestand sei, sei es an der Zeit, an das „Leben nach dem Job“ zu denken. „Ich freue mich auf mehr Zeit mit meinem Mann, meiner Familie und meiner Mutter, die ich gerne noch aktiv in ihrem hohen Alter betreuen möchte.“ Und da ist ja auch noch der schöne, große Garten. „Da gibt es immer etwas zu tun. Jetzt freue ich mich auf meinen Un-Ruhestand und neue, private Herausforderungen.“

„Ich bin dankbar!“

„Ich hatte mir vorgenommen, dass ich mit 63 Jahren in Rente gehe, und das passiert nun. Ich bin dankbar für die vielen, vielen Jahre, die ich hier in Jeinsen arbeiten durfte. Ganz besonders danke ich meinen vielen Kunden, die ich schon jetzt vermisse, aber auch meiner langjährigen Kollegin Nicole Beier, mit der ich die vergangenen 13 Jahre hier Seite an Seite super zusammengearbeitet habe.“
               

Höfer GmbH & Co. KG

Alles begann Anfang der Siebzigerjahre

„Friseurin war immer mein Traumberuf, schon als Kind war ich fasziniert davon, wenn mich meine Mutter zu ihren Friseurterminen mitgenommen hat. Daraus entstanden dann ein Praktikum und die spätere Lehre bei einem Kollegen in Sarstedt.“ Nach der Meisterschule 1977 wurde 1978 das Geschäft eröffnet. Dabei halfen ihr ihre Eltern entscheidend. „Mein Vater hat immer gesagt, dass er mir ein Geschäft einrichtet, und so ist es dann auch gekommen. Dafür war ich ihm damals, aber auch noch heute, unendlich dankbar.“ Die Eltern unterstützten den beruflichen Weg der Tochter und halfen bei der Eröffnung des eigenen Salons im elterlichen Haus in Jeinsen – noch heute Standort des Geschäfts. 2005 kam Nicole Beier dazu, und das Geschäft erhielt seinen jetzigen Namen: Verenico Trendecke – ein Wortspiel aus den beiden Vornamen der Friseurinnen.
                

Stilberaterin und auch Seelsorgerin

Von den vielen kleinen und großen Geschichten, Anekdoten und liebevollen Begegnungen zu erzählen, das würde nach Meinung von Verena Feist hier und jetzt den Rahmen sprengen. „So viel steht aber fest, ich war nicht nur Friseurmeisterin und Stilberaterin, sondern auch Seelsorgerin, Vertraute, Psychologin und einfach nur eine gute Zuhörerin, bei der sich meine Kunden entspannen und immer auch mal wieder ihr Herz ausschütten konnten.“ Auch viele Bräute gingen haartechnisch gesehen durch ihre Hände, für viele Familienfeiern, Events und besondere Anlässe wurde geschnitten, gefärbt, geföhnt und, und, und…
               

So bleibt Verena Feist ihren Kunden in Erinnerung: Als fachkompetente und liebenswürdige Friseurmeisterin mit viel Empathie.
So bleibt Verena Feist ihren Kunden in Erinnerung: Als fachkompetente und liebenswürdige Friseurmeisterin mit viel Empathie.

„Ich habe viele Trends kommen und gehen sehen, immer wieder habe ich Schulungen, Seminare und Fortbildungen besucht, um am Ball zu bleiben.“ Doch alles habe großen Spaß gemacht. „Ich bereue keine Minute, die ich für meinen Beruf und meinen Salon eingesetzt habe.“ Zum Glück sei die Familie immer im Hintergrund unterstützend dabei gewesen. „Ohne meine Eltern und meinem Mann hätte ich ja Beruf und Familie, immerhin zwei Kinder, gar nicht unter einen Hut bringen können. Doch da der Salon ja in meinem Elternhaus integriert ist, war das alles gut zu lösen – meiner ganzen Familie gebührt deshalb auch der größte Dank.“

Viele Jahre als Duo im Einsatz

In den vergangenen rund 13 Jahren sorgten Verena Feist und Nicole Beier in ihrem Geschäft Verenico Trendecke dafür, dass nicht nur Kunden aus dem Pattenser Ortsteil Jeinsen frisch frisiert, mit modernem Haarschnitt, trendigen Frisuren, schicken Färbungen, aber auch klassischen Dauerwellen, ihr schmuckes Geschäft verlassen. Weit über die Tore des Ortsteils hinaus haben sich die beiden Friseurinnen einen hervorragenden Ruf erarbeitet. „An dieser Stelle möchten wir auch einmal Danke sagen, Danke für die vielen, vielen Stammkunden, Danke für das Vertrauen und die vielen tollen Begegnungen hier in unserem Geschäft“, sagen die beiden Frauen übereinstimmend. Qualität, Service und Freundlichkeit waren und sind die drei Säulen, die das Duo allen Kunden entgegengebracht hat – ohne Wenn und Aber. Und so soll es auch weitergehen.

Aus Verenico Trendecke wird Nicoletta Frisuren

Im August plant Nicole Beier die Vorstellung einer neuen Mitarbeiterin und eines neuen Geschäftsnamens.

„Nicole Beier wünsche ich alles nur erdenklich Gute und danke ihr an dieser Stelle für die vergangenen gut 13 Jahre – es war eine schöne und intensive, aber auch immer eine überaus harmonische und vertrauensvolle Zusammenarbeit – danke und alles, alles Gute und Liebe!“


Statt Blumen und Geschenken: Eine Spende für die Clinic Clowns ist zur Verabschiedung erwünscht

Im vergangenen Jahr musste die Feier zum 40. Geburtstag des Friseursalons aus Krankheitsgründen leider ausfallen. Diese Feier und zugleich ihren Abschied möchte Verena Feist nun am Sonnabend, 29. Juni, ab 11 Uhr in dem Salon nachholen.

„Ich freue mich auf ganz viele Gäste und Kunden, die mir Tschüss sagen möchten, doch ich bitte sehr darum, dass anstelle von lieb gemeinten persönlichen Geschenken für mich die Spendendose, die ich aufstellen werden, gefüllt wird.“ Der Inhalt der Spendendose soll dem Verein „Clinic-Clows Hannover e.V.“ zur Verfügung gestellt werden. „Die leisten eine hervorragende Arbeit, die ich gerne so unterstützen möchte“, begründet Verena Feist die Aktion.

1996 nahm Helga Timm alias Colli Bum ihre Arbeit als erster Clinic-Clown an der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) auf. Sie hatte die Idee der Clowns in Krankenhäusern bereits in Kanada kennengelernt. Auch hier findet die Arbeit schnell Anerkennung und Freunde. 2001 gründet sie mit zwei weiteren Weggefährten den Verein Clinic-Clowns-Hannover e. V.

Inzwischen arbeiten 15 Clowns an neun Kliniken in sieben Städten. Ihr Motto: „Wir glauben fest daran, dass Lachen gesund macht.“

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