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Home Sonderthemen Hannover Region Ost Erst der Kirchgang, dann der Absacker
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13:34 31.12.2018
Lange her: NP-Mann Christoph Dannowski vor acht Jahren mit seinem inzwischen verstorbenen Vater, Hans Werner, und Mutter Edith. RAINER DRÖSE

Wie überragend wichtig das Weihnachtsfest für meine Eltern und mich immer war, lässt sich gewiss schon beim Beruf meines Vaters erahnen: Er war Pastor. Und so waren sowohl der Heilige Abend als auch beide Feiertage geprägt von vielen Kirchgängen und einem straffen Zeitplan. Wenn der Vater an allen drei Tagen im Stress ist, fällt das Faulenzen auf dem Sofa genauso flach wie Besuche bei Freunden und Verwandten.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Zeit zwischen 1980 und 1998. Zwischen meinem 15. und dem 33. Lebensjahr war mein 2016 verstorbener Vater, Hans Werner, Stadtsuperintendent und Hauptpastor der Marktkirche, dem Wahrzeichen der hannoverschen Innenstadt. Besonders der 24-Uhr-Gottesdienst am 24. Dezember lag ihm sehr am Herzen.


Bis 21 Uhr mussten wir daheim in der Waterloostraße durch sein mit Abendessen und Bescherung, dann zog sich mein Vater zurück und ging noch einmal intensiv seine Predigt durch. Alles musste passen, der letzte Heiligabend-Gottesdienst war nicht nur für die evangelischen Christen ein Höhepunkt des Weihnachtsfestes, er war Kult. Bis zu 1500 Menschen drängten sich im Gotteshaus, standen an allen Wänden und saßen auf den Teppichen unterm großen Kreuz und auf den hölzernen Stufen zur Kanzel. Um 22.30 Uhr machten wir uns zu viert – ab dem Jahr 1990 war meine jetzige Ehefrau, Beatrix, mit dabei – auf den Weg in die längst völlig überfüllte Kirche. Weil unsere reservierten Plätze direkt neben meinem Vater im Altarraum waren, mussten wir einmal längs durch die Marktkirche unter den bisweilen neidischen Blicken Hunderter Besucher, die eng an eng jeden Quadratzentimeter besetzten.

Meiner Frau, die ungern in der Öffentlichkeit steht, war das unendlich peinlich, auch ich hätte gerne darauf verzichtet. Kam man sich doch vor wie das Mitglied einer Adelsfamilie im 19. Jahrhundert, das am Pöbel vorbei in seine geweihte Loge zieht.

Immerhin: Nach dem Zeremoniell mit Chormusik, einer meistens prachtvollen Predigt meines Papas und dem stehend gesungenen „O du fröhliche“ bin ich stets noch in der Altstadt geblieben. Als Jugendlicher hat es mich meistens in die „Baggi“, die Osho-Disco am Raschplatz, verschlagen, als Erwachsener mit Freundin oder Frau haben wir uns mit Freunden auf einen Absacker getroffen. Da habe ich dann gerne in der hintersten Ecke der Kneipe gesessen. Christoph Dannowski


20. Geburtstag in Kanada

Frohe Weihnachten, Lena
Frohe Weihnachten, Lena

Zwei Tage vor Weihnachten habe ich Geburtstag gefeiert, meinen 20. Seit September bin ich nun unterwegs, erst in Australien und seit dem 2. Dezember in Kanada. Ich verbringe Weihnachten in diesem Jahr in Whistler. Mitten in den Rocky Mountains werde ich mit meinem Freund zusammen feiern. Wir sind dabei, eine Weltreise zu machen, und wollen nun in Kanada arbeiten.

Am ersten Advent sind wir in Vancouver angekommen. Dort hat uns die Weihnachtsstimmung sofort eingeholt. Die Straßen sind sehr schön beleuchtet und dekoriert. Ich vermisse den Adventskalender und das Zusammensein mit der Familie.


Die Feiertage werden wir mit lauter fremden Menschen verbringen. Ich hoffe, dass es trotzdem ein gemütliches Fest wird. Vor allem jetzt an Weihnachten wäre ich sehr gern zu Hause. Außerdem vermisse ich jetzt schon das Weihnachtsessen und das Krippenspiel in unserer Gemeinde. Ganz liebe Grüße an Mama, Papa und Hans. Lena Neubert

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