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13:25 13.10.2021
Jens-Michael Emmelmann, Geschäftsführender Gesellschafter des Einkaufsparks Klein-Buchholz, fährt selbst ein E-Modell und ist überzeugt von der zukunftsweisenden Technologie.

Herr Emmelmann, der Tag der E-Mobilität, verbunden mit dem verkaufsoffenen Sonntag und der Gewerbeschau hat ja in dieser Form zum ersten Mal stattgefunden. Wie zufrieden sind sie mit der Veranstaltung? 

Es war ein wirklich gelungener Start. Unser Ziel war es, aufzuzeigen, was die E-Mobilität bieten kann. Wir werden das ausbauen. Das „Grundrauschen“ hat gestimmt.

Was ist Ihnen bei der Veranstaltung besonders aufgefallen?

Dass ein sehr großes Interesse da war. Wir haben den Tag der E-Mobilität ja auch veranstaltet, um Hemmschwellen durch Information abzubauen. Deshalb war es uns auch so wichtig, dass zu den professionellen Anbietern wie Autohäusern auch Menschen mit ihren privaten E-Autos kamen. Das war natürlich Information aus erster Hand. Und das hat hervorragend geklappt.

Gibt es etwas, wo Sie sich mehr Resonanz gewünscht hätten?

Wir hätten gern Anbieter von E-Bikes und E-Fahrrädern auf dem Platz gehabt. Im Moment sind aber deren Auftragsbücher derart voll, dass sie uns keine Modelle hätten zur Verfügung stellen können. Wir werden uns zum nächsten Tag der E-Mobilität ganz stark bemühen, auch diese Anbieter zu uns zu bekommen. Im ganzen sind unsere Erwartungen wirklich übertroffen worden. Diese Veranstaltung hat ordentlich Potenzial – und sie wird ganz sicher ihre Wiederholung finden.

Die Veranstaltung fand ja auf dem Gelände des Einkaufsparks Klein- Bucholz statt. Es ist wird ja viel diskutiert über verändertes Einkaufsverhalten. Spüren Sie dies auch?

Ja, natürlich. Doch der Einkaufspark Klein-Bucholz ist ein Fachmarktzentrum mit einem guten Branchenmix. Das Einkaufsverhalten der Kunden ist zurzeit schon etwas verhaltener. Wir profitieren aber von der Lokalität im Quartier. Die Menschen hier haben eine engere Bindung zu den Händlern und Geschäften. Das ist schon anders als bei den großen Innenstadtlagen mit sehr viel Filialisten. Bei uns im Park geht es noch intimer zu. Man kennt sich eben. Das ist ein großer Vorteil.

Welche Veränderungen spüren Sie noch?

Vor allem bemerken wir ein verändertes Mobilitätsverhalten. Wir haben rund 200 Stellplätze für Fahrräder, und nun wird der Platz knapp. Deshalb werden wir die Fahrradstellplätze erhöhen. Dazu werden wir den Ausbau von E-Ladesäulen im Einkaufspark vorantreiben. Und wir tun auch selbst einiges für die Nachhaltigkeit des Einkaufsparks.

Können Sie darüber mehr sagen?

Wir haben zum Beispiel vor zwei Jahren eine große Fotovoltaikanlage installiert. Damit betreiben wir unter anderem die Beleuchtung der Tiefgarage und der Arkaden sowie die Heizungspumpen. Seit bestehen der Anlage konnten wir bis heute tatsächlich 57 Tonnen Kohlendioxid einsparen, das entspricht über die Nutzungszeit rund 1800 Bäumen. Wenn die großen Speichermedien in ein wirtschaftliches Kostenniveau gelangen, werden wir auch sie einsetzen, um den erzeugten Strom abzuspeichern und nach Bedarf abrufen zu können.

Gibt es ein Anliegen, das Ihnen besonders wichtig ist?

Oh ja, ich appelliere an die Einwohner und Kunden, kommen sie zu den örtlichen Geschäften. Der örtliche Handel ist wichtig. Er sorgt für den täglichen Bedarf und ist auch da, wenn man plötzlich merkt, das etwas im Haushalt fehlt. Dann kann man schnell hinüber ins Geschäft gehen und den Bedarf augenblicklich decken – auch nach 17 oder 18 Uhr. Beim Onlinehandel müsste man erst darauf warten, das der Onlinehändler die Ware versendet – das dauert. Spontankäufe oder etwas Vergessenes schnell zu bekommen, das ist eben nur beim örtlichen stationären Handel möglich. Dazu kommt der persönliche Service. Das sollten und müssen wir erhalten. Deshalb: kaufen Sie lokal. 
   

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