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05:50 20.08.2020
Abstand halten, auch wenn es schwerfällt, das ist bei Trauerfeiern das oberste Gebot. Foto: BDB

Um auch in Zeiten der Corona-Pandemie eine würdevolle und familiäre Trauerfeier durchführen zu können, hat der Bundesverband deutscher Bestatter e. V. (BDB) Richtlinien und Empfehlungen veröffentlicht, an die sich auch die hannoverschen Bestatter orientieren.

Dazu Malte Lautenbach, der das Unternehmens Gebr. Lautenbach alleinverantwortlich leitet: „Wir alle sind sehr darauf bedacht, dass die Gesundheit oberstes Gebot ist. Wir informieren die Angehörigen schon während des Trauergespräches über die aktuellen Regeln und geben Empfehlungen und Tipps, wie sie dennoch eine würdevolle Trauerfeier organisieren können.“

Körperkontakt meiden

Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollte bei Trauerfeiern auf körperliche Gesten der Kondolenz und Anteilnahme verzichtet werden. Dazu gehören beispielsweise Umarmungen, Küsse und Händeschütteln. „Das ist nicht immer einfach, denn gerade das Sich-in-den-Arm-nehmen gehört zum Trostspenden dazu, doch es ist wichtig, dass wir hier Distanz wahren, um einer möglichen Ansteckung entgegenzuwirken“, sagt Bestatter Torsten Jöcks. Zudem sollte, wie sonst auch, die 1,5 Meter Abstandsregel eingehalten werden, und die Sitzplätze für Trauergäste sollten möglichst weit auseinander liegen.

Bestattungsart nach wie vor frei wählbar

Die Bestattungsarten Erdbestattung und Feuerbestattung bleiben derzeit frei wählbar. Angehörige können daher weiterhin entscheiden, ob sie Verstorbene in einem Sarg beerdigen, oder in einer Urne beisetzen lassen möchten. Verschiedene Städte fordern derzeit dazu auf, bei Trauerfeiern eine Teilnehmer- bzw. Kondolenzliste zu führen, damit bei einer eventuellen Erkrankung eines Teilnehmers der Infektionsweg nachverfolgt werden kann bzw. andere potenziell Betroffene informiert werden können.

Empfehlungen zum Ablauf der Trauerfeier

Doch trotz Beschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen: Abschied und Trauer ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig. Wenigstens der engste Kreis der Familie sollte an einer Trauerfeier vor Ort beziehungsweise auf dem Friedhof am Grab teilnehmen können. Die Bestattungsunternehmen, die auf dieser Seite ihre Dienste anbieten, haben für trauernden Angehörigen alternative Angebote. Möglich ist: Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung findest zunächst im engsten Kreis statt, die größere Trauerfeier/Gedenkfeier später, wenn die Corona-Krise vorbei ist. Hierauf sollte dann auch schon in Anzeigen und Trauerbriefen hingewiesen werden.

Auch Online-Übertragungen der Trauerfeier über das Internet können, wenn die technischen Voraussetzungen bestehen, eine Alternative sein. Oder man lässt die Trauerfeier als Video aufzeichnen, so dass der Film später, zum Beispiel bei einer Gedenkveranstaltung, gemeinsam angesehen werden kann. In welchem Rahmen Trauerfeiern stattfinden dürfen, ist von Bundesland zu Bundesland anders geregelt.

Wegen der momentan weitgehenden Lockerungen sollten Angehörige in jedem Fall tagesaktuell erfragen, welche Vorgaben bei ihnen gelten. Die auf dieser Seite vertretenen Unternehmen helfen dabei sehr gerne. Quelle: u. a. BDB


Wege aus dem Schmerz: Bewegung verhilft zu mehr Zufriedenheit

Sport an der frischen Luft ist eine Möglichkeit, Trauer in den Griff zu bekommen. Foto: Pixabay.com
Sport an der frischen Luft ist eine Möglichkeit, Trauer in den Griff zu bekommen. Foto: Pixabay.com

ln schwierigen Lebensphasen können Menschen dazu neigen, die Öffentlichkeit zu scheuen und die gewohnten vier Wände ungern verlassen zu wollen. Sicherlich hat jeder und jede Trauernde seine ganz persönliche Art, mit dem Schmerz umzugehen. Dennoch sollten der sozialen Isolation und Abschottung nicht auf Dauer Raum gewährt werden. Auch der Faktor der körperlichen Betätigung ist in solchen Phasen nicht zu unterschätzen. Bewegung, vor allem an der frischen Luft oder mit anderen Menschen gemeinsam, kann helfen die Stimmung wieder zu heben. Auch wenn anfänglich die Motivation hierfür vielleicht noch etwas schwerfallen mag, so wird diese bald zurückkehren. Dabei dürfen sich ruhig kleine oder auch größere sportliche Ziele gesetzt werden, wie beispielsweise das Absolvieren eines Stadtlaufes. Das hilft, den Fokus wieder auf Positives zu setzen und steigert durch Erfolgserlebnisse das Selbstbewusstsein. lps/ML


Vorsorgeverfügungen entlasten Familien

Es hat Vorteile, rechtzeitig mit den Angehörigen zu besprechen, was im Todesfall passieren soll

Damit Familien ihr Glück möglichst unbeschwert genießen können, ist vorausschauendes Handeln und Planen wichtig. Foto: wundervisuals/iStockphoto.com/DELA Lebensversicherung/akz-o
Damit Familien ihr Glück möglichst unbeschwert genießen können, ist vorausschauendes Handeln und Planen wichtig. Foto: wundervisuals/iStockphoto.com/DELA Lebensversicherung/akz-o

Die finanzielle Absicherung der eigenen Familie oder des Partners im Todesfall ist der Mehrheit der Menschen sehr wichtig. Das haben 68,4 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage bestätigt, die das Analyse- und Beratungshaus Assekurata Solutions im Auftrag der DELA Lebensversicherungen durchgeführt hat.

Tatsächlich vorgesorgt haben deutlich weniger Menschen. So haben nur 11 Prozent eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen. Dabei sollten Familien, die auf den „Ernstfall“ vorbereitet sein wollen, schon frühzeitig miteinander sprechen und klären, was sie sich für die eigene Bestattung wünschen und wie einmal die Kosten von durchschnittlich 7300 Euro für eine Bestattung und Trauerfeier aufgebracht werden sollen.

„Auch wenn beispielsweise die Eltern nicht über dieses Thema sprechen wollen, können Kinder sich und ihre Eltern vor den finanziellen Belastungen eines plötzlichen Todesfalls schützen, indem sie selbst eine Sterbegeldversicherung für die eigenen Eltern abschließen“, weist Walter Capellmann von der DELA auf eine Möglichkeit hin, die vielen Menschen nicht bekannt ist.

Der Schutz einer Sterbegeldversicherung geht weit über die rein finanzielle Absicherung hinaus und kann auch die organisatorische Hilfe im Trauerfall einschließen. Je nach Leistungsumfang reicht die Unterstützung bei der Organisation der Trauerfeier von der Dekoration bis hin zum Trauerredner.

Auch eine Überführung aus dem Ausland ist über die Versicherung abgedeckt, wenn der Todesfall bei einem Auslandsaufenthalt eintritt. Über die finanzielle Bestattungsvorsorge hinaus ist es wichtig, auch über Vorsorgedokumente wie eine Sorgerechtsverfügung, eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung zu sprechen und diese für alle Familienmitglieder zu erstellen. Diese entscheiden im Ernstfall über die Zukunft der Angehörigen.

Im Fall eines schweren Unfalls beispielsweise kann der Arzt zwar davon ausgehen, dass der Patient möchte, dass seine Angehörigen über seinen Zustand informiert werden.

Geht es aber um Behandlungsentscheidungen, wird es kompliziert, wenn der Betroffene sich nicht mehr selbst äußern und nicht über seine Behandlung entscheiden kann. Für einen solchen Fall lässt sich mit einer Patientenverfügung genau festlegen, was im Ernstfall zu tun ist. Ohne dieses Vorsorgedokument wissen Angehörige und Ärzte nicht, wer entscheiden darf oder welche Behandlungsmethoden gewünscht sind.

In einer sowieso schon schwierigen emotionalen Situation ist es wichtig, Angehörige zu entlasten und Klarheit zu schaffen, damit der Wille des Patienten auch über den Tod hinaus an erster Stelle steht. Der Versicherer stellt Kunden solche anwaltlich geprüften Dokumente kostenfrei zur Verfügung. akz-o
       

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