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Home Sonderthemen Hannover Region Ost Ein wacher Geist lässt sich inspirieren
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20:21 12.10.2020
Malen, planen, gestalten und neue Ideen entwickeln: Kreative Betätigungen sind ein Motor dafür, im Kopf fit zu bleiben. Foto: Pixabay

Wohl jeder wünscht sich, bis ins hohe Alter nicht nur körperlich, sondern auch geistig leistungsfähig zu bleiben. Verschiedene neurowissenschaftliche Studien belegen, dass auch diese Art von „Fitness“ trainiert werden kann. 

Durch unterschiedliche Übungen können gezielt verschiedene Teile des Gehirns beansprucht und gefördert werden. So ist es beim „Gehirnjogging“ wichtig, neben der Gedächtnisleistung auch die Kreativität, das logische Denken und das Sprachverständnis zu fordern. Im Handel sind hierzu zahlreiche Bücher mit Übungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden erhältlich. 

Wer solche Trainingseinheiten regelmäßig einbaut, der wird feststellen, wie sich die Merkkapazität und die Schnelligkeit beim Lösen der Übungen auch in älteren Lebensjahren schnell verbessern. Doch Lernen findet nicht nur mit Papier und Stift statt – auch das Einüben eines neuen Instrumentes oder einer Sprache sind exzellente Mittel, fit im Kopf zu bleiben. Sogar körperliche Geschicklichkeits- und Koordinationsübungen wie Jonglage oder leichte Ballspiele sind geeignet, um das Gehirn zu fordern. Die ältere Generation steht jungen Menschen dabei in nichts nach. Im Gegenteil – bei vielem neu zu Erlernendem hilft Lebenserfahrung, um im Gehirn Vernetzungen bilden zu können.

Dabei sollte jedoch immer auch der Spaß im Vordergrund stehen. Druck oder gar Versagensängste können Blockaden bilden. Und schließlich möchten wir im Alter nicht nur fit bleiben, sondern auch fröhlich sein. lps/ML
 

Wichtige Vorsorgeuntersuchungen: Prävention, Früherkennung und Behandlungen

Bereits in jungen Jahren empfiehlt sich der regelmäßige Arztbesuch. Allgemeiner Check-Up, Krebsvorsorge und jährliche Tests auf Infektionen stehen hierbei im Fokus. Mit zunehmendem Alter verdichtet sich die Prävention. Frauen sowie Männern ab 35 Jahren werden regelmäßige Untersuchungen und Früherkennungsmaßnahmen empfohlen. Nur auf diese Weise können bestimmte Auffälligkeiten schnell erkannt und behandelt werden. Ab dem 50. Lebensjahr werden die medizinischen Vorsorgeuntersuchungen häufiger.

Die Früherkennung von Darmkrebs erfolgt durch ein Testverfahren auf verborgenes Blut im Stuhl. Diese Methode wird bestenfalls jährlich durchgeführt. Eine Darmspiegelung wird in einem Turnus von zehn Jahren empfohlen. Diese Präventionsmaßnahmen gelten für Frauen und Männer gleichermaßen. Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren wird alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening nahegelegt, um etwaige Auffälligkeiten in der Brust festzustellen. Da Brustkrebs mit etwa 30,5 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist, sollten diese Untersuchungen ernst genommen werden. Männer ab einem Alter von 65 Jahren haben einen einmaligen Anspruch auf eine Ultraschalluntersuchung auf Aneurysmen der Bauchschlagader. Ein Aneurysma ist eine lokale Aussackung eines Blutgefäßes. Da man es in der Regel nicht spürt, ist es sehr gefährlich. Sobald das Aneurysma reißt, kommt es zu einem großen Blutverlust. Da sich fast 75 Prozent der Aneurysmen im Bauchraum bilden, sollten Männer diese Früherkennungsuntersuchung wahrnehmen. Diverse Schutzimpfungen werden Senioren ebenfalls ans Herz gelegt. Hierzu gehören Impfungen gegen Pneumokokken (bakterieller Erreger einer Lungenentzündung), Gürtelrose und FSME (durch Viren verursachte Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute) sowie die jährliche Grippeschutzimpfung. lps/AM


Sportlich älter werden

Spaziergänge und Wanderungen sind eine gute Art, sich fit zu halten. Foto: Pixabay
Spaziergänge und Wanderungen sind eine gute Art, sich fit zu halten. Foto: Pixabay

Bewegung ist gesund – und das in jedem Alter! Deshalb sollte man nicht nur in jungen Jahren auf ausreichend sportliche Aktivität achten. Auch wer früher keinen oder nur wenig Sport betrieben hat, kann in fortgeschrittenem Alter noch damit anfangen. So ist der Körper in jeder Lebensphase lernfähig und kann trainiert werden.

Es ist zu raten, vor dem Beginn des Trainings und in regelmäßigen Abständen eine ärztliche Routineuntersuchung durchführen zu lassen. Dabei können neben bereits bestehenden körperlichen Beschwerden eventuelle neu auftretende Probleme rechtzeitig erkannt werden. Auch der Besuch eines anerkannten Physiotherapeuten oder eines ausgebildeten Fitnesstrainers kann helfen, den eigenen körperlichen Gesundheitszustand richtig einzuordnen und das Bewegungspensum darauf anzupassen. Generell ist eine Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining immer eine richtige Wahl. Dabei geht es mit fortschreitendem Alter darum, einen starken körperlichen Abbau zu verlangsamen. So sollte sowohl beim Krafttraining als auch bei Ausdauermethoden dem eigenen Organismus nicht zu viel Belastung zugemutet werden.

Eine Vielzahl schonender, aber sehr wirkungsvoller Sportarten sind auch für ältere Menschen geeignet. Das traditionelle Joggen kann durch schnelles Gehen oder Walken ersetzt werden. Dies fordert und stärkt das Herz-Kreislaufsystem, schont jedoch Gelenke und Bänder. Obwohl biologisch bedingt im Alter die Muskelmasse abbaut, können geeignete Übungen helfen, diesen Vorgang zu verlangsamen. Hierzu eignet sich das Training mit dem eigenen Körpergewicht besonders gut. Dabei können auch Kleingeräte eingebaut werden. In jedem Fall sollten die Übungen mit erfahrenen Trainern besprochen werden, um Verletzungen vorzubeugen. lps/ML


Ist eine WG besser geeignet als betreutes Wohnen?

Wahl der Wohnform ist auch abhängig vom Charakter

Zusammenhalt ist wichtig, wenn Menschen unterschiedlicher Generationen ihr Leben teilen. Foto: Pixabay
Zusammenhalt ist wichtig, wenn Menschen unterschiedlicher Generationen ihr Leben teilen. Foto: Pixabay

Immer mehr Menschen haben den Wunsch, im Alter nicht allein leben zu müssen. Deshalb informieren sich viele schon frühzeitig über Angebote wie betreutes Wohnen oder andere Wohngemeinschaften mit Älteren. Eine weitere schöne Möglichkeit, diesen Traum wahr werden zu lassen, ist das Zusammenleben mit Menschen mehrerer Generationen.

Was in früheren Zeiten und in verschiedenen Kulturräumen heute noch als selbstverständlich angesehen wurde und wird, ist dennoch nicht immer ganz einfach zu realisieren. Vor allem für alle, die bisher allein oder im engsten Familienkreis gelebt haben, kann der Umzug in ein Zuhause mit mehreren Generationen eine große Umstellung bedeuten. Deshalb ist das Einholen von Informationen über verschiedene Träger und Angebote frühzeitig anzuraten. So kann das „Projekt Mehrgenerationenwohnen“ ganz verschieden gestaltet werden. Zum einen natürlich im familiären Umkreis. Das Zusammenleben mit Kindern und Enkeln kann für alle Seiten sehr bereichernd sein. Dennoch muss Rücksicht auf die verschiedenen Bedürfnisse aller Familienmitglieder genommen werden.

Wer nicht so eng mit der eigenen Familie zusammenleben möchte oder kann, der hat zum anderen die Möglichkeit, in einem Wohnprojekt unterzukommen. Diese sind entweder privat organisiert oder von Vereinen ins Leben gerufen. In solch einem Haus hat meist jede Person oder jede Partei eine eigene Wohnung, während Gemeinschaftsräume geteilt werden. Doch nicht nur der Wohnraum soll in dieser Form des Zusammenlebens geteilt werden. Die Bewohner verbringen je nach Grundidee des jeweiligen Projektes mehr oder weniger viel Zeit miteinander.

Hier ist es wichtig, sich bei der Suche des passenden Altersdomizils viel Zeit zu lassen und sich genau zu informieren. Fragen wie: Wie viel Zeit soll in der Gemeinschaft verbracht werden? Welche Aufgaben sind wie verteilt? Und was wird von mir als älterer Person erwartet? Sollten vorher mit den Mitgliedern der Gemeinschaft unbedingt geklärt werden, um ein harmonisches Miteinander möglich zu machen. lps/ML
              

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