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Home Sonderthemen Hannover Region Nord Die Ursprünge des Spargels reichen lange zurück
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06:16 18.05.2020
In der ayurvedischen Medizin wird Spargel bei Nervenleiden und Magengeschwüren verwendet. Foto: Pixabay

Bevor sich Spargel beim Zubereiten von Speisen etabliert hat, wurde er als Heilpflanze genutzt. In Griechenland, Ägypten und China wurde das Gemüse bei der Behandlung von unterschiedlichen Krankheitsbildern eingesetzt. Wobei neben den Wurzeln ebenfalls die Blüten, Beeren und Sprossen Verwendung gefunden haben.

So soll Spargel bei Geschwüren, Harnwegsbeschwerden und Husten Abhilfe geschafft haben. Der heute bekannte Gemüsespargel hat den lateinischen Namen „Asparagus officinalis“, was übersetzt „arzneilicher Spargel“ bedeutet. Die in Indien heimische Spargelsorte „Asparagus racemosus“ wird im Volksmund als „Heiler von 100 Krankheiten“ bezeichnet. Das beliebte Frühlingsgemüse ist bis in das 19. Jahrhundert hinein als Arzneimittel verschrieben worden. In der ayurvedischen Medizin wird Spargel noch heutzutage bei Nervenleiden und Magengeschwüren verwendet.

Im alten Rom versuchte man die Bitterstoffe nach und nach mithilfe der Zucht zu reduzieren. Daraus entwickelte sich der Gemüsespargel, wie er heute bekannt ist. Ab diesem Zeitpunkt hat die Heilpflanze als Lebensmittel an Beliebtheit gewonnen. Spargel wird heutzutage in den Farben Grün, Violett und Weiß angeboten. Die populäre weiße Farbe des Spargels ist jedoch zufällig entstanden. Bis zum 19. Jahrhundert gab es ausschließlich grünen Spargel. Um das Gemüse vor Tieren zu schützen, wurden Tontöpfe über das Gewächs gestülpt. Somit wurde die Entstehung von Chlorophyll verhindert, welches für das Grün des Spargels verantwortlich ist. Die Spargelstangen blieben weiß und verfärbten sich nicht. Der Weißspargel hat sich aufgrund seines milden Geschmacks mit der Zeit durchgesetzt. Seitdem wird Spargel anstatt über unter der Erde angebaut. lps/Jm


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Spargel richtig kochen, braten und backen

Beim Kauf sollte auf Frische und Qualität geachtet werden. Foto: Pixabay
Beim Kauf sollte auf Frische und Qualität geachtet werden. Foto: Pixabay

Die Zubereitung von Spargel ist nicht unkompliziert. Mit einigen Tipps und Tricks werden jedoch Fehler vermieden, sodass sich das leckere Gemüse optimal zubereiten lässt. Bereits beim Kauf ist es sinnvoll, auf frischen und qualitativ hochwertigen Spargel zu achten.

Frischen Spargel erkennt man an geschlossenen Spargelspitzen und am Quietschen des Spargels, wenn man die Stangen aneinanderreibt. Das Frühlingsgemüse sollte idealerweise direkt am Kauftag verarbeitet werden, damit es so frisch wie möglich ist. Vor dem Zubereiten müssen die Spargelstangen geschält werden. Hierbei beginnt man ungefähr einen Zentimeter unterhalb des Kopfes. Bei grünem Spargel ist es ausreichend, lediglich das untere Drittel der Stange zu schälen. Im Gegensatz zum Weißspargel ist die Schale weicher.

Zum Kochen eignen sich spezielle Spargelkochtöpfe, bei denen die Spargelstangen stehend gegart werden können. Für Grünen Spargel ist eine Garzeit von 8 bis 10 Minuten ausreichend. Weißer Spargel sollte zwischen 15 und 20 Minuten gekocht werden. Beim Kochen sollte darauf geachtet werden, dass die Spargelstangen knapp mit Wasser bedeckt sind. Idealerweise werden dem Wasser neben Salz ebenfalls Butter und eine Prise Zucker hinzugefügt. Die Butter verstärkt den Geschmack und der Zucker reduziert die Bitterstoffe des Spargels.

Das beliebte Gemüse eignet sich ebenfalls zum Braten oder Backen im Ofen. Gebraten, ob in der Pfanne oder dem Wok, passt Spargel optimal zu Fisch und Fleisch. Hierbei ist es wichtig, die Stangen in kleine Stücke zu schneiden und mit ausreichend Butter anzubraten. Im Ofen gegart behält Spargel sein intensives Aroma. Es hat sich bewährt, das Gemüse mit Salz und Pfeffer zu würzen und anschließend in Alufolie gewickelt im Ofen zu garen. lps/Jm 

Das Gemüse ist gut für die Gesundheit

Spargel ist besonders kalorienarm, da er zu 90 Prozent aus Wasser besteht. Foto: Pixabay
Spargel ist besonders kalorienarm, da er zu 90 Prozent aus Wasser besteht. Foto: Pixabay

Spargel wird traditionell von Mitte April bis zum 24. Juni angeboten und verzehrt. Neben dem einzigartigen Geschmack überzeugt er mit Eigenschaften, die einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Das Gemüse beinhaltet Vitaminarten wie Vitamin C und E sowie den Ballaststoff Inulin. Letzterer wird den Präbiotika zugeordnet und fördert die Darmaktivität. Die im Spargel enthaltenen Folate sind insbesondere für schwangere Frauen wichtig, weshalb sich der Verzehr von Spargel in der Schwangerschaft empfiehlt. Die Folate regen die Milchproduktion an und sind daher ebenfalls während der Stillzeit wichtig. Spargel enthält zudem Asparagusinsäure, die eine entwässernde Funktion hat und die Nierenfunktion anregt. Kalium wirkt harntreibend und hat eine reinigende Wirkung. Das Gemüse ist zudem kalorienarm, da es zu etwa 90 Prozent aus Wasser besteht. Aus diesem Grund eignen sich Spargelgerichte optimal beim Abnehmen. Darüber hinaus wird Spargel eine aphrodisierende und belebende Wirkung nachgesagt. Für letztere kann das Vitamin E ursächlich sein, das die Vitalität steigert. Beim Kauf von Spargel sollte darauf geachtet werden, dass dieser möglichst frisch vom Feld stammt. Beim Zubereiten ist es wichtig, das Gemüse nicht zu kochen, sondern lediglich anzudämpfen. lps/Jm

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