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11:58 29.12.2021
Bruchmeister Thorald Abramowaki zeigt, wie man die Lüttje Lage richtig trinkt. Fotos: Tim Schaarschmidt/ Archiv

Zu verdanken haben die Hannoveraner ihr „Nationalgetränk“ dem in Stöcken geborenen Cord Broyhan. Im Hause des Bürgermeisters Jörgen von Sode an der Leinstraße gelang es ihm 1526 ein helles Bier zu brauen, das im Volksmund nach kurzer Zeit nur noch „Broyhan“ hieß. Sehr schnell wurde es Sitte, dieses neue Bier mit Branntwein zu trinken. Zur „Lüttje Lage“ gehören zwei spezielle Gläser: eines gefüllt mit Lüttje-Lagen-Bier und eines mit leichtem Korn (32 Prozent). Doch ganz einfach ist es nicht, diese hannoversche Spezialität „unfallfrei“ zu trinken. Daher nutzen die Bruchmeister jede Gelegenheit, um die richtige Handhabung zu lehren:

Mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand wird das Lüttje-Lagen-Bierglas gegriffen, mit dem Mittelfinger und Ringfinger derselben Hand das Glas mit Korn. Das Lüttje-Lagen-Glas und das Schnapsglas werden dann gleichzeitig so an die Lippen gesetzt, dass der Korn aus dem oberen Glas zusammen mit dem Lüttje-Lagen-Bier in einem Zuge getrunken wird. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Das Museum

Rolf Franke (Mitte) und Torben Völksen (rechts) übergeben Museumsdirektor Thomas Schwank die Leihgaben. Foto: Tim Schaarschmidt
Rolf Franke (Mitte) und Torben Völksen (rechts) übergeben Museumsdirektor Thomas Schwank die Leihgaben. Foto: Tim Schaarschmidt

Die Bruchmeister haben sogar den Einzug ins Historische Museum geschafft. Seit dem vergangenen Sommer sind dort in einer Vitrine ein historischer Zylinder und eine Kleeblatt-Anstecknadel zu sehen, wie sie die Bruchmeister bei der Amtseinführung durch den Oberbürgermeister bekommen.

Die Dauerleihgaben stammen aus dem Fundus des ehrenwerten Collegiums ehemaliger Bruchmeister. Dessen Vorsitzender Rolf Franke und der aktuell amtierende Bruchmeister Torben Völksen übergaben die Stücke dem Museum im Juli dieses Jahres.


Der Schul-Wagen

Ein Projekt liegt dem Collegium der ehemaligen Bruchmeister besonders am Herzen. Sie unterstützen den sogenannten Schul-Wagen, in dem die Kinder der Schausteller während des Schützenfestes nach dem Besuch der regulären Schule einen festen Anlaufpunkt haben, um individuell zu lernen. Dafür wurde vor mehreren Jahren vom Schaustellerverband ein Wagen angeschafft und zur mobilen Schule umgebaut. Mittlerweile wurde auch ein Projekt für Kinder im Vorschulalter gestartet, um auch diese Kinder optimal auf die Schule vorzubereiten.

Die Bruchmeister wollen das Projekt gemeinsam mit dem Freundeskreis der hannoverschen Bruchmeister auch künftig unterstützen – unter anderem sollen die Einnahmen des Papageienschießens der Bibliothek des Schul-Wagens zur Verfügung gestellt werden.

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