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20:59 30.12.2019
Joyeux Noël, eure Mira

Die Weihnachtszeit im Ausland zu verbringen ist eine große Bereicherung. Plötzlich entdecke ich ganz neue Arten, Weihnachten zu feiern, und ich integriere diese neuen Traditionen vielleicht auch nächstes Jahr in mein Fest in Deutschland. 

Durch mein Studium in Nancy bleibt meist nicht viel Zeit, andere Städte um Nancy herum zu besuchen. Doch gerade im Dezember haben die Studenten hier viel vorlesungsfreie Zeit, um dies nachzuholen. Somit besuchen wir dieses Jahr nicht nur den Weihnachtsmarkt in Nancy, sondern auch die Märkte in Straßburg und Reims. 

Eine besondere Tradition hat in Nancy auch der St. Nikolaus, der Süßigkeiten an die Kinder verteilt. Hierbei sind besonders Macarons, Chichis und Éclaires beliebte Spezialitäten. Die Nikolausparade ist für viele das absolute Weihnachtshighlight. Eine Wagenparade fährt dabei durch Nancy, die von verschiedenen Künstlern mitgestaltet worden ist. Dieses Jahr konnte man unter anderem ein etwa fünf Meter großes, beleuchtetes Pferd durch die Stadt „reiten“ sehen. Die ganze Prozedur erinnert sehr an deutsche Karnevalsumzüge.

Aber auch der typische Glühwein darf hier in Frankreich nicht fehlen. Dieses Jahr habe ich das Glück, den Weihnachtsmarkt direkt vor meiner Haustür zu haben. Das bedeutet einerseits, dass mein Zimmer fast dauerhaft nach frischen Waffeln riecht, aber auch, dass ich mir jeden Tag dieselben Weihnachtslieder anhören muss. Diese bestehen allerdings aus einer Dauerschleife von amerikanischen Weihnachtsliedern, die ins Französische übersetzt worden sind.

Die Geselligkeit und das häufige Treffen auf dem Weihnachtsmarkt sind durchaus Dinge, die die Weihnachtszeit hier besonders gesellig machen und den Alltag entschleunigen. Dass so viele verschiedene Kulturen in unserer Universität aufeinandertreffen, macht meine Zeit hier auch besonders. Wir integrieren unter anderem die Traditionen unserer japanischen, mexikanischen und kanadischen Freunde. Wir haben Buñuelos, süße Krapfen, gegessen und von der berühmten japanischen Weihnachtstorte erfahren.

Am schönsten ist es aber, wenn ein Paket mit Süßigkeiten, Keksen oder einem Adventskalender aus der Heimat eintrifft. Man ist wohl niemals zu alt, um sich darüber wie ein Kind zu freuen. Dies habe ich auch festgestellt, als mein Mitbewohner in der Nacht zum ersten Advent in mein Zimmer gestürmt ist, mich geweckt hat, nur damit wir gemeinsam unser erstes Türchen im Adventskalender aufmachen können.

In diesem Sinne wünsche ich frohe Weihnachten und möchte besonders meine Großeltern und meinen Korbballverein grüßen. Mira Sommer

Der Weihnachtsbaum kann nicht festlich genug leuchten

Frohes Fest, euer Jonas
Frohes Fest, euer Jonas

Ich wünsche meiner Familie und meinen Freunden ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

Leider kann ich dieses Jahr nicht persönlich bei euch sein. Deshalb wünsche ich euch viel Freude beim gegenseitigen Beschenken, beim Essen und geselligen Beisammensein. Ich hoffe, ihr sucht auch ohne meine Unterstützung einen tollen Weihnachtsbaum aus – und bitte denkt daran, es ist nie genug Weihnachtsschmuck am Baum, da ist immer noch irgendwo etwas Platz! Die besten Grüße und Wünsche sende ich euch aus dem warmen, aber auch sehr weihnachtlich geschmückten Singapur. Jonas Duensing
  

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