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Home Sonderthemen Hannover Region West Barsinghausen: Corona-Pandemie hat zu hohen Verlusten und Ausfällen geführt
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09:38 14.05.2020
Die passenden Adressen für handwerkliche Arbeiten aller Art finden Kunden in der Rubrik „Fachbetriebe in Ihrer Nähe“. Foto: Archiv

Auch nach den ersten behördlichen Lockerungen, und dem damit eingeleiteten stufenweisen Ende des Lockdowns der Wirtschaft aufgrund der Covid-19-Pandemie, kämpft aktuell mehr als jedes zweite Unternehmen mit Stornierungen, fehlender Nachfrage oder dem Stillstand des Geschäftsbetriebes. Das ist das Ergebnis der dritten Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Hannover für Niedersachsen mit über 1700 Unternehmensantworten aus dieser Woche. Mit einer Rückkehr zur Normalität rechnet jedes dritte Unternehmen erst für 2021.
  

Carsten Kuhnert hat Beschränkung getroffen

Carsten Kuhnert, Inhaber des gleichnamigen Fachbetriebes für Hausgeräte, Küchenstudio und Elektroinstallationen, bestätigt in Teilen den Umfragetrend der IHK: „Die Schließung unserer Geschäfte hat uns natürlich getroffen.“ Sein Unternehmen konnte durch geschickte Planung und Organisation die Kurzarbeit vermeiden: „Durch alten Urlaub und Überstundenabbau haben wir die Zeit überbrückt, und bevor Kurzarbeit nötig geworden ist, sind ja die Geschäfte wieder geöffnet worden. Wir brauchten daher bisher keine Corona-Zuschüsse zu beantragen, sondern konnten die Ausfälle aus der Substanz abfedern.“


"Durch alten Urlaub und Überstundenabbau haben wir die Zeit überbrückt, und bevor Kurzarbeit nötig geworden ist, sind ja die Geschäfte wieder geöffnet worden. Wir brauchten daher bisher keine Corona-Zuschüsse zu beantragen."

Carsten Kuhnert,
Inhaber des gleichnamigen Fachbetriebes für Hausgeräte, Küchenstudio und Elektroinstallationen


Sein Unternehmen sei also „glimpflich“ davongekommen. Carsten Kuhnert: „Nur ganz wenige Kunden haben ihre Termine verschoben, das waren auch nur kleine Aufträge. Unsere Elektriker konnten im Grunde normal weiterarbeiten, es ist genug Arbeit da.“

Die Firma Kuhnert steht seit 1969 für Zuverlässigkeit und Innovation in den Bereichen Hausgeräte- Fachhandel, Küchenstudio und Elektroinstallation. Für den Miele- Spezialisten Kuhnert gilt: Tradition trifft auf Moderne! Kunden wissen, warum ihr Motto lautet: Einmal Elektro Kuhnert – immer Elektro Kuhnert.

Erfolg beruht auf einer starken Basis. Die Firma Miele Spezialist Kuhnert ist sowohl ein traditioneller und zugleich moderner Elektroinstallationsbetrieb als auch vielseitiger Ansprechpartner für Küchen und Hausgeräte mit Kundendienst und Reparaturservice mit Sitz in Barsinghausen: Elektroinstallationen aller Art, Kundendienst und Reparaturservice, Smart-Home – Vernetzung der Haustechnik, Lichtgestaltung und LED-Technik. Dazu das breite Spektrum der Multimediatechnik in Sachen Kommunikation, wie zum Beispiel Telefon, Internet, Netzwerk und vieles mehr. Des Weiteren eine Ausstellung mit Musterküchen und entsprechend hochwertigen Miele-Haushalts- und Elektrogeräten.

Daran hat sich nichts geändert: Das Unternehmen Kuhnert steht für Qualität und Zuverlässigkeit Foto: privat
Daran hat sich nichts geändert: Das Unternehmen Kuhnert steht für Qualität und Zuverlässigkeit Foto: privat

Die Lockerungen der Landes- und Bundesregierung mit Blick auf die Corona-Pandemie treffen auch die „Fachbetriebe in Ihrer Nähe“: alle Geschäfte dürfen unter den strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder umfänglich öffnen. Kunden dürfen also wieder in die Geschäfte und Ausstellungsräume.

Und dennoch leiden verständlicherweise alle Geschäfte unter den wochenlangen Schließungen. „Fast alle Unternehmen leiden unter Nachfrageeinbrüchen und fehlender Kundschaft bei gleichzeitig hohen Fixkosten und coronabedingten Mehrkosten. Insbesondere die Unternehmen, die nur aufgrund der behördlichen Vorgaben in eine existenzgefährdende Situation gekommen sind, müssen auch in einer weiteren Förderphase unterstützt werden. Die Unternehmen benötigen keine weiteren Kredite, die sie später nicht bedienen können, sondern direkte Unterstützung und weniger Belastungen durch Steuern und Abgaben“, sagt Dr. Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der IHK Niedersachsen.

Erschreckende Zahlen

44 Prozent der Unternehmen in Niedersachsen gaben in dieser Woche an, dass ihr Betrieb nahezu oder komplett stillsteht; 15 Prozent berichten sogar von einer drohenden Insolvenz in den nächsten Monaten. Über die Hälfte der Unternehmen rechnet auf Jahressicht mit einem Umsatzrückgang von über 25 Prozent.

Besonders betroffen ist in Niedersachsen aktuell das Gastgewerbe inklusive der Reisewirtschaft. Aber auch der niedersächsische Handel ist trotz Wiedereröffnung weit von der früheren Normalität entfernt: 36 Prozent der Unternehmen berichten, dass das Kundenaufkommen um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist, bei jedem zweiten Unternehmen hat sich der Umsatz mehr als halbiert, während bei 69 Prozent der Betriebe die Fixkosten spürbar angestiegen sind. Dies führt zu einer stark rückläufigen Eigenkapitalausstattung vieler Unternehmen (62 Prozent) und in 27 Prozent der Fälle trotz aller Soforthilfen zu konkreten Liquiditätsengpässen.

Betriebe greifen zu unterschiedlichen Maßnahmen

Infolge der schwachen Umsätze ergreifen die Unternehmen die unterschiedlichsten Maßnahmen, um den Rückgang des Eigenkapitals zu bremsen: Rationalisierung (34 Prozent), verstärkte Digitalisierung (29 Prozent) und die Umstellung auf neue Produkte oder Dienstleistungen (27 Prozent) sind die wichtigsten Handlungsfelder. Von den Unternehmen, die neue Lieferanten für Vorprodukte und Dienstleistungen suchen, konzentrieren sich über 90 Prozent auf die Suche im Inland. Während nahezu 60 Prozent mit einem konstanten Personalbedarf planen, geben allerdings 38 Prozent der Unternehmen an, dass sie sich gezwungen sehen, Personal abzubauen. Das deckt sich exakt mit dem Ergebnis der Konjunkturumfrage der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern, die vor zwei Wochen veröffentlicht wurde und davon ausgeht, dass wir in diesem Jahr mit einem Rückgang der niedersächsischen Wirtschaft um acht Prozent rechnen müssen.

Covid-19-Fall führt nicht zur Schließung

Unternehmen oder Bildungseinrichtungen müssen nicht pauschal geschlossen werden, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet wird. Darauf hat jetzt die Region Hannover nochmals hingewiesen, nach zahlreichen Nachfragen zu diesem Thema.

Unter Quarantäne gestellt werden müssen nur die Beschäftigten, die in den vergangenen 14 Tagen engen Kontakt mit einer nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Person hatten. Eng heißt laut Mitteilung der Region, dass beispielsweise bei einem Gespräch auf dem Büroflur der Sicherheitsabstand von zwei Metern unterschritten wurde und der Kontakt länger als insgesamt 15 Minuten dauerte.

Insbesondere in Unternehmen, die sich strikt an die seit Ausbruch der Pandemie geltenden Vorgaben gehalten, dürften daher eher wenige Personen von einer Quarantäne betroffen sein – durch Maßnahmen wie Home-Office und Schichtsysteme sind die Kontakte zudem stark reduziert.

In der Anfangszeit haben Behörden und Unternehmen oft weitgehende Maßnahmen ergriffen. Zum Teil haben Firmen womöglich auch vorsorglich ihr Unternehmen geschlossen. Quelle: u. a. IHK
  

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