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11:44 04.10.2021
Biologische Landwirtschaft steht für Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung für Mensch und Tier.

Bio ist schon lange mehr als ein Trend. Gentechnik und Pestizide, wie sie in der konventionellen Landwirtschaft häufig zum Einsatz kommen, stehen seit einigen Jahren stark in Verruf. Die Kritik an der Gentechnik wird immer lauter, auch weil die Langzeitfolgen für Mensch und Umwelt nicht absehbar sind. Die starke Düngung zur Ertragssteigerung schädigt die Böden durch einen Überschuss an Stickstoff.

Vor allem Fleischprodukte sind teurer

Die Alternative zur konventionellen Landwirtschaft ist die biologische Landwirtschaft. Dabei ist der Einsatz von Umweltgiften strengstens verboten und die Produktionskreisläufe sind geschlossen. Während Bio-Gemüse und Bio-Obst mittlerweile kaum noch teurer sind als Produkte aus konventioneller Landwirtschaft, bezahlt man besonders bei Fleischprodukten häufig noch einen höheren Preis. Doch das Ganze relativiert sich, wenn man bedenkt, dass die Lebensmittel in Deutschland im Vergleich zu anderen Industrieländern vergleichsweise günstig sind.

Die Deutschen geben gerade mal etwa 10 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Der höhere Preis des Bio-Fleisches kommt hauptsächlich daher, dass mehr Fläche pro Tier benötigt wird, als dies bei der Massentierhaltung der Fall ist. Außerdem wird bei der Massentierhaltung hauptsächlich Soja aus Südamerika zur Mast verfüttert.

Und das hat ebenfalls einen hohen Preis, allerdings auf Kosten der Natur, denn der Sojaanbau ist einer der Hauptursachen für die Abholzung des Regenwaldes. Bei der biologischen Landwirtschaft kommt das Tierfutter direkt vom Hof. Die biologische Landwirtschaft ist daher eine notwendige Alternative, um auch für spätere Generationen ein stabiles Ökosystem zu erhalten und nachhaltig zu wirtschaften. lps/DGD

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