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Home Sonderthemen Hannover Region Nord-West Besinnung und Gedenken im November
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13:31 18.11.2019
Der Volkstrauertag erinnert an die Opfer von Gewaltherrschaft und die Kriegstoten. Der Totensonntag ist dem Gedenken an die Verstorbenen gewidmet. Foto: Rudolpho Duba/pixelio.de, Bernd Kasper/pixelio.de

Das Jahr geht zu Ende. Doch bevor die schöne und fröhliche Vorweihnachtszeit beginnt, ist der November der Monat, in dem drei Tage stehen, die uns an die Vergänglichkeit unseres Lebens erinnern und dass wir unser Leben deshalb Tag für Tag bewusst führen sollten. Der Volkstrauertag, der Totensonntag und der Buß- und Bettag sind stark mit dem Glauben verbunden. Doch auch alle Menschen, die keiner Glaubensgemeinschaft angehören, sollen zu diesen stillen Tagen eingeladen sein.
  

Volkstrauertag – Erinnerung an das Leid durch Gewalt und Krieg

Der Volkstrauertag wird in Deutschland seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen. In diesem Jahr ist es der Sonntag am 17. November. An diesem Tag werden in Deutschland die Flaggen auf Halbmast gesetzt um Trauer auszudrücken und die Toten zu ehren. Dieser Tag soll über alle Nationen hinaus an die Opfer von Gewaltherrschaften und Kriegstoten und das Leid vieler Menschen, die in unnötigen Kriegen ihre Angehörigen verloren haben, erinnern. So ist dieser Tag auch ein Mahnmahl für den Frieden, den diese Welt so dringend braucht. 1919 wurde in der Weimarer Republik vorgeschlagen, zum Gedenken an die im ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten, einen Volkstrauertag einzuführen. Der erste Volkstrauertag fand am 26. Februar 1926 statt. Der Volkstrauertag wurde später auf das Ende des Jahres gesetzt, da er theologisch gesehen mit den Themen Zeit, Tod und Ewigkeit in enger Verbindung steht.
  

In Deutschland findet jedes Jahr zum Volkstrauertag eine Gedenkstunde im Deutschen Bundestag statt. Dabei hält der Bundespräsident in Anwesenheit der Bundeskanzlerin, des Kabinetts und des Diplomatischen Korps eine Rede. Traditionell werden außerdem in vielen Regionen Kranzniederlegungen durchgeführt.

Totensonntag: Erinnerung an geliebte Menschen

Den Totensonntag nennt man auch den „Ewigkeitssonntag“. Er fällt als beweglicher Feiertag auf den letzten Sonntag des Kirchenjahres. Die evangelischen Kirchen in Deutschland und in der Schweiz gedenken an diesem Tag der Verstorbenen. Eingeführt hat ihn der preußische König Friedrich Wilhelm III. Er führte 1816 das „allgemeine Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen“ am Sonntag vor dem 1. Advent ein. Alle evangelischen Landeskirchen übernahmen den Feiertag als Totensonntag.

Der Totensonntag ist ein stiller Tag, an dem zum Beispiel Musikveranstaltungen verboten sind. In den Gottesdiensten werden zum Gedenken die Namen der Verstorbenen des Kirchenjahres verlesen, das mit dem Totensonntag abgeschlossen wird. Am Totensonntag, der jetzt am 24. November stattfindet, werden auch in diesem Jahr die Angehörigen die Gräber mit Blumen, Kerzen und Gestecken schmücken und an ihre verstorbenen Familienmitglieder und Freunde in stillen Minuten gedenken.

Buß- und Bettag: Umkehr und Sinnesänderung

Der Buß- und Bettag, der in diesem Jahr am Mittwoch, 20. November, stattfindet, ist ein evangelischer Feiertag. Im 20. Jahrhundert wurde er auf den Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag, den Totensonntag gelegt.

Er ist der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Dieser Tag soll die Menschen dazu führen, ihr Gewissen vor Gott auf den Prüfstand zu stellen. Früher war der Buß- und Bettag ein gesetzlicher Feiertag.

Mitte der Neunzigerjahre wurde er als Feiertag abgeschafft. Nur in Sachsen gibt es den Bußund Bettag noch als gesetzlichen Feiertag. Mit der Abschaffung sollte die Pflegeversicherung, die für eine finanzielle Mehrbelastung bei den Arbeitgebern sorgte, durch Mehrarbeit der Mitarbeiter wieder ausgeglichen werden.

Traditionelle Bräuche gibt es am Buß- und Bettag nicht, aber in den Abendstunden finden in den Kirchen Gottesdienste statt. Das Thema Buße, das an diesem Tag im Mittelpunkt steht, wird allerdings nicht als „Strafe“ gesehen, sondern man soll in sich gehen und sich Gedanken über sich und seine Handlungen machen, die dann zu einer Umkehr und zur Sinnesänderung führen können.


Das Alpenveilchen ist eine Herbstpflanze, die für einen stimmigen optischen Gesamteindruck des Grabes sorgt. Fotos (2): djd/ Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner/Margit Wild
Das Alpenveilchen ist eine Herbstpflanze, die für einen stimmigen optischen Gesamteindruck des Grabes sorgt. Fotos (2): djd/ Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner/Margit Wild

Friedhofsgärtner bereiten mit viel Erfahrung und Fachwissen die Gräber auf den Herbst vor. Dabei steht in diesem Jahr eine Pflanze auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben: Das Alpenveilchen, lateinisch Cyclamen Persicum, das mit Farbvariationen von weiß bis pink für farbenfrohe Akzente auf dem Friedhof sorgt.

Die Pflanze hält zum einen Temperaturen bis minus 5 Grad Celsius aus – und sie ist zudem aufgrund ihrer Farbenvielfalt auch sehr gut mit klassischer Heide, Paprika oder Silberblatt kombinierbar.

„Das Alpenveilchen ist eine sehr schöne Herbstpflanze, die mit ihrer Leuchtkraft starke Akzente setzt und für einen stimmigen, optischen Gesamteindruck des Grabes sorgt“, erklärt Birgit Ehlers-Ascherfeld, Friedhofsgärtnerin und Vorsitzende der Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner mbH. Alpenveilchen könnten den ganzen Winter hindurch blühen und würden an fast jedem Standort gedeihen. „Am liebsten mögen sie es sonnig“, so Ehlers-Ascherfeld.

Wer wissen möchte, wie man das Alpenveilchen als Grabbepflanzung ideal einsetzt, sollte sich bei qualifizierten Friedhofsgärtnern und Friedhofsgärtnerinnen erkundigen.

Mehr Informationen gibt es unter www.grabpflege.de. Die Experten und Expertinnen für schöne Gräber stehen ihren Auftraggebern aber auch bei allen anderen Fragen rund um die Grabpflege mit Rat und Tat zur Seite. „Wir wissen, welche Pflanze an welchem Standort optimal blüht, wie man sie perfekt kombiniert und welche Pflege sie benötigt“, erläutert Birgit Ehlers-Ascherfeld. Friedhofsgärtner bieten im Übrigen neben der Beratung auch viele verschiedene Serviceleistungen an. Sie gestalten die Gräber, gießen die Pflanzen, wechseln sie je nach Jahreszeit gegen andere aus, entfernen Unkraut oder decken die Ruhestätte im Winter mit kunstvoll arrangierten Tannenzweigen, Wacholder und Moosstreifen ab. Zu den Totengedenktagen fertigen sie zudem individuelle Grabgestecke und Kränze an. djd
   

Das Alpenveilchen ist wegen seiner Farbenvielfalt gut mit anderen Pflanzen kombinierbar.
Das Alpenveilchen ist wegen seiner Farbenvielfalt gut mit anderen Pflanzen kombinierbar.

Wer die Pflege eines Grabes in die Hände von professionellen Friedhofsgärtnern geben möchte, kann einen Treuhandvertrag bei einer Dauergrabpflegeeinrichtung abschließen. Bei ihr wird das Geld sicher verwaltet - und sie überprüft regelmäßig die Qualität der beauftragten Leistungen. Sollte eine Friedhofsgärtnerei die Grabpflege nicht mehr übernehmen können, kümmert sie sich um einen Nachfolger. Ein Vorsorgevertrag für Dauergrabpflege kann bereits zu Lebzeiten abgeschlossen werden.

Weitere Informationen und Kontaktdaten zu einer Dauergrabpflegeeinrichtung in der Nähe gibt es im Internet auf der Website www.grabpflege.de. djd
  

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