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13:30 28.05.2021
Badsanierungen sind ein Thema für Fachleute. Foto: tdx/ Wüstenrot

Das Badezimmer hat im Lauf der letzten Jahre eine starke Entwicklung genommen. Was einst eine Art Nasszelle zur Körperpflege war, hat sich inzwischen zu einem Wohlfühlraum gemausert, in dem man gern auch länger verweilt. Dazu muss er allerdings auch ein einladendes Ambiente bieten. Bei vielen Wohnungen und Häusern aus den Sechziger- und Siebzigerjahren ist das noch nicht der Fall. Oft ist eine anstehende Badsanierung deswegen eine gute Gelegenheit, das Badezimmer in die Moderne zu katapultieren.

KfW unterstützt Einzelmaßnahmen

Es ist allerdings eine Sache, ein paar Armaturen auszutauschen, und eine andere, ein Bad zu modernisieren. Man muss sich von vornherein im Klaren darüber sein, dass eine komplette Badsanierung Investitionen in einem fünfstelligen Bereich kosten kann. Einen solchen Betrag haben die Wenigsten mal eben in der Kasse. Da ist eine Förderung der öffentlichen Hand willkommen.

Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat dazu Förderprogramme aufgelegt, die Einzelmaßnahmen in Höhe von zehn Prozent der förderfähigen Kosten übernehmen. Die Programme sind allerdings an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

Niedersachsen fördert Barrierefreiheit

Besonders zu nennen sind hier alle Maßnahmen, die zur Barrierereduzierung beitragen. Das kann zum Beispiel der Einbau einer bodengleichen Dusche sein. Aber auch die Modernisierung von Sanitärobjekten wie Toiletten oder Badewannen fallen darunter. Wichtig allerdings ist, dass das Objekt für Wohnzwecke genutzt wird. Ferienwohnungen oder Wochenendhäuser können nicht gefördert werden. Berücksichtigt werden dabei alle Teile der Einzelmaßnahmen, also von der Planung und Beratung bis hin zu den Bau- und Materialkosten. Nicht darunter fallen die Kosten für die Finanzierung und Versicherung, also Kapitalkosten, Zwischenfinanzierungen oder Steuerbelastungen. Der Antrag auf Förderung muss vor Beginn der Baumaßnahme bei der KfW gestellt werden. Das ist im Internet auf www.kfw.de möglich.

Zusätzlich zur Bundesförderung hält das Land Niedersachsen über die Investitions- und Förderbank des Landes (NBank) Programme bereit, bei denen der Umbau zur Barrierefreiheit unterstützt wird. Gibt es im Haushalt eine Person mit entsprechender Pflegestufe, beteiligt sich auch die Pflegekasse an bestimmten Maßnahmen bei Duschen oder Toiletten. Bei entsprechender Indikation können auch Ärzte Hilfsmittel – etwa Duschstühle – verschreiben. In allen diesen Fällen ist es aber wichtig, sich vor dem Umbau oder der Anschaffung von Hilfsmitteln einen Antrag zu stellen.
   

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