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16:04 14.10.2021
Im herbstlichen Burgdorf ist der Verkaufsoffene Sonntag ein Erlebnis für die ganze Familie.
Verborgene Schätze - Sammler stellen aus

Von 12 Uhr an öffnen die drei Burgdorfer Museen und können kostenfrei und durchgehend bis 18 Uhr besucht werden. Kulturinteressierte erwarten gleich drei sehenswerte Ausstellungen. Im Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) laden der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt zu einem Streifzug durch die Ausstellung „Verborgene Schätze − Sammler stellen aus“ ein. Dort gibt es zahlreiche Schätzchen und Skurrilitäten aus den Sammlerstuben zu sehen. Unter anderem Buffetuhren, Spielzeugeisenbahnen, Badeenten, Modellautos, kunstvoll gestaltete Wandmasken und historische Fahrräder.

Beim Rundgang werden sich bestimmt viele Besucher an die eigene, früher oder auch aktuell gepflegte Sammelleidenschaft erinnern, das gemeinsame Sortieren der Briefmarken mit Opa, das Tauschen von Sammelfiguren oder Karten mit Schulkameraden. Übrigens: Auch Freunde der schönsten Nebensache der Welt kommen nicht zu kurz: Dem Fußball und seiner Fankultur ist ein spezieller Ausstellungsabschnitt gewidmet. Mit zahlreichen Exponaten aus dem Fußballmuseum Springe wie Eintrittskarten, Sportberichten und Fanartikeln dürfte dieser die Herzen kleiner und großer Fußballfans gleichermaßen höher schlagen lassen.

Es geht ums Kino

Im Mittelpunkt der Schau „Zweimal Sperrsitz bitte − 90 Jahre Schauburg-Kino“ in der Kultur-WerkStadt (Poststraße 2) steht das Lichtspielhaus, das die Burgdorfer Kinogeschichte maßgeblich bestimmt hat und dies immer noch tut: die Neue Schauburg. Als einziges Kino in der gesamten Region hat es das Schauburg-Kino geschafft, den Charme eines traditionellen, familienbetriebenen Lichtspielhauses zu bewahren und sich gegen die Konkurrenz der Kinopaläste in Hannover und das allgegenwärtige Fernsehen durchzusetzen.
 

Burgdorfer Flohmarkt

Wie dies gelang, zeigt ein Blick auf die informativen Schautafeln. Sie zeichnen die markantesten Abschnitte der Schauburg-Geschichte und ihrer untergegangenen Mitbewerber nach. Während der Kriegsjahre diente der Besuch im Kino der Flucht aus dem Alltag; in den Nachkriegsjahren gab es dann sogar einen richtigen Kinoboom. Auch Durststrecken überstand die Neue Schauburg im Zuge seiner wechselvollen Geschichte. Eines blieb jedoch in all den Wechselfällen der Jahrzehnte konstant: Seit seiner Gründung befindet sich die Schauburg im Besitz der Familie Hahne bzw. Lindemann. Und auch, wer sich nicht nur für Stadtgeschichte, sondern für historische Kinotechnik interessiert, wird in der Ausstellung fündig.

Nach Sammlerschätzen und Kintopp widmet sich die dritte Ausstellung der Fotografie. Scena – der Kulturverein im VVV zeigt in der Magdalenenkapelle an der Hochbrücke eine „nothing between“ überschriebene Ausstellung mit Fotografien von Roman Pawlowski. Der 1988 geborene Künstler studierte Fotografie in Hannover, Hamburg und Russland. Als Porträt- und Reportagefotograf arbeitet er gerne eng mit Menschen zusammen. Wenn er nicht gerade fotografiert oder an seinem ersten Dokumentarfilm arbeitet, kann es passieren, dass er plötzlich aufbricht − wie, wohin und wie lange, weiß er manchmal selbst nicht so genau.

Bilder von links nach rechts: Sammlerschätze wie die Buffetuhren gibt es in der Schau „Verborgene Schätze − Sammler stellen aus“ im Stadtmuseum zu sehen. In der Ausstellung „Zweimal Sperrsitz bitte – 90 Jahre Schauburg-Kino“ begegnen Besucher klassischen Leinwandhelden. Wer sich für historische Filmtechnik interessiert, sollte diese Ausstellung auf jeden Fall besuchen.
Bilder von links nach rechts: Sammlerschätze wie die Buffetuhren gibt es in der Schau „Verborgene Schätze − Sammler stellen aus“ im Stadtmuseum zu sehen. In der Ausstellung „Zweimal Sperrsitz bitte – 90 Jahre Schauburg-Kino“ begegnen Besucher klassischen Leinwandhelden. Wer sich für historische Filmtechnik interessiert, sollte diese Ausstellung auf jeden Fall besuchen.

So entstand unter vielem anderen gemeinsam mit Svenja Beller ein Buch „Einfach loslaufen“ über eine Reise in fremde Leben, von der Haustür in den hohen Norden. Portraits nehmen in der Ausstellung zwar eine Hauptrolle ein, sie stehen aber im Kontext zu schwarz-weißen und dezent farbigen Natur- und Landschaftsaufnahmen, wodurch sich viel assoziativer Raum für ganz individuelle Geschichten öffnet. Für alle Kunst- und Fotoaffinen bietet der 10. Oktober übrigens die letzte Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung: Es handelt sich um den letzten Öffnungstag. Also noch ein guter Grund mehr, Burgdorf zu besuchen.

„Peter und der Wolf“ in der St. Pankratius-Kirche

Und auch darauf dürfen sich große und kleine Musikfreunde beim dritten Verkaufsoffenen Sonntag in Burgdorf im Jahr 2021 freuen: Am Nachmittag des 10. Oktober beginnt um 16 Uhr (Einlass ab 15.30 Uhr) ein Familienkonzert in der St.-Pankratius-Kirche. Im Mittelpunkt von „Peter und der Wolf − einem musikalischen Märchen für Orgel und Erzähler von Sergej Prokofjew“ steht Peter, ein kleiner Junge, der mit seinem Großvater im ländlichen Russland lebt.

Als der lange Winter endlich vorbei ist, geht der Junge durch das Gartentor auf die Wiese und trifft dort seine Freunde, den zwitschernden Vogel, der ihm sein Gelege zeigt, und die Ente, die sich darauf freut, endlich wieder zu schwimmen. Während die Tiere streiten, hofft Peters Kater auf Beute. Doch daraus wird nichts: Der Großvater naht und schimpft mit Peter, weil er das Tor offen gelassen hat. Im Wald hinter der Wiese gibt es nämlich wilde und gefährliche Tiere wie den Wolf. Und der lässt sich auch direkt sehen, nachdem Peter mit seinem Großvater ins Haus verschwunden ist. Und damit beginnt das Abenteuer erst so richtig.

Das Besondere an der Geschichte ist, dass jeder Figur ein eigenes musikalisches Leitmotiv zugeschrieben ist. Kirchenkreiskantorin Tina Röber-Burzeya spielt an der frisch renovierten Orgel der St.-Pankratius-Kirche. Sie spiegelt mit den vielfältigen Klangfarben ihres Instruments die Tiere des Märchens in der Fantasie der Zuhörer wider. Den Part der Erzähler übernehmen Rüdiger Fleck, Sigrid Jahnel, Michael Wöstefeld und Rüdiger Hofmeister.

Der Einlass ist frei. Spenden am Ausgang sind willkommen. Für die Besucher des Familienkonzertes gelten die 3-G-Regeln und sowie eine Registrierungspflicht.

Dreizehn Sponsoren unterstützen den Verkaufsoffenen Sonntag

Stadtmarketing-Geschäftsführer Gerhard Bleich betont abschließend: „Der Verkaufsoffene Sonntag bietet eine ideale Gelegenheit, mit der Familie durch unsere schöne Innenstadt zu bummeln und gemütlich in den Geschäften zu stöbern. Wir danken allen Partnern und Sponsoren für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.“ Und mit dem 7. November steht noch ein weiterer Verkaufsoffener Sonntag im Burgdorfer Terminkalender.

Diese dreizehn Sponsoren unterstützen den Verkaufsoffenen Sonntag: Hannoversche Volksbank, Stadtsparkasse Burgdorf, Stadtwerke Burgdorf GmbH, Schuhhaus Polch, Stadt Burgdorf, Marktspiegel-Verlag GmbH, HAZ/Neue Presse, NEUE WOCHE, Bekleidungshaus Fehling, Mietwagen 2216, VGH-Vertretung Holger Wesche, CarWash (Lise-Meitner-Straße 10) und Bleich Drucken und Stempeln.

Umfangreiche Parkmöglichkeiten

Wichtig zu wissen für alle Besucher, die mit dem Auto anreisen: Sie sollten unbedingt beachten, dass das Veranstaltungsgebiet in der City (Marktstraße, Poststraße, Spittaplatz) von 8.00 bis 20.00 Uhr für den Verkehr komplett gesperrt ist. Doch an Parkplätzen ist trotzdem kein Mangel: Parkmöglichkeiten ganz in der Nähe gibt es nämlich auf dem Schützenplatz, auf dem Pferdemarktplatz am Kleinen Brückendamm, im Parkhaus am Bahnhof, auf und unter der Hochbrücke sowie auf der Hannoverschen Neustadt.

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