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11:27 05.10.2021
Die Berater haken nach und klären auf. Foto: Pexels

Nur wenigen Menschen ist ein Immobilienkauf ganz ohne fremde Hilfe möglich. Der Großteil vereinbart demnach einen Beratungstermin bei seiner Bank und hofft auf eine positive Kreditentscheidung.

Wie kann man sich bestmöglich vorbereiten und welche Auskünfte muss man überhaupt erteilen? Zunächst sollte man sich genau überlegen, wie hoch die tatsächlich benötigte Kreditsumme ausfällt. Manchmal ist es ratsam, diese etwas höher anzusetzen, da nachträgliche Erhöhungen schwer zu erreichen sind.

Punkte wie die Laufzeit sind zu klären

Eine Immobilienfinanzierung bewegt sich überwiegend im sechsstelligen Bereich. Allein aus diesem Grund ist eine Laufzeit von mindestens 25 Jahren vorteilhaft. So übersteigt die Lebensdauer des Objektes auch die Kreditlaufzeit. Um die vereinbarten Raten auch konstant tilgen zu können, ist ein realistischer Finanzplan anzuraten.

Die regelmäßigen Ausgaben plus Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben, wie beispielsweise eine neue Waschmaschine, sollten der Bank transparent mitgeteilt werden. Nur so lässt sich eine optimale Ratenhöhe errechnen.

Vertrauen ist in Gesprächen wichtig

Neben diesen Zahlen und Fakten spielt natürlich auch das Zwischenmenschliche eine Rolle. Schließlich befindet man sich in einem persönlichen Gespräch mit einem Menschen. Daher sind Pünktlichkeit, ein gepflegtes Erscheinungsbild, Freundlichkeit und Ehrlichkeit unerlässlich für ein erfolgreiches Gespräch.

Unterlagen sind nötig

Darüber hinaus zeigt man Engagement, sobald man nötige Unterlagen mitbringt und vorlegt. Hierzu zählen: Einkommensnachweise, Einkommensteuerbescheide der letzten zwei Jahre bei Selbstständigen, Personalausweis oder Reisepass, Auflistung laufender Kredite und etwaiger Unterhaltszahlungen sowie aktuelle Versicherungspolicen. Jede Bank prüft alle Unterlagen sehr genau und benötigt daher oft mehr als fünf Werktage für die Kreditentscheidung. lps/AM

Wenn der Kredit abgelehnt wird: In der Regel gibt die Bank Auskunft über Gründe

Viele Menschen legen ihr Schicksal in die Hand ihrer Bank. Das Bangen beginnt, nachdem alle erforderlichen Unterlagen für eine Immobilienfinanzierung eingereicht und der Überprüfung übermittelt wurden. Tage werden zu gefühlten Wochen und Hoffnung und Zweifel wechseln sich ab. Wenn sich schlussendlich die Befürchtungen bewahrheiten und die Ablehnung kommuniziert wird, zerbricht der Traum vom Eigenheim. Plötzlich stellen sich viele Fragen. Unter anderem, was man tun kann, um attraktiver für eine Immobilienfinanzierung zu werden. Die Gründe für eine Kreditablehnung können sein: Ein befristetes Arbeitsverhältnis, eine Kreditanfrage wird während der Probezeit gestellt, eine bestehende Selbstständigkeit liegt weniger als drei Jahre zurück, das Einkommen ist zu gering, es sind Rücklastschriften auf eingereichten Kontoauszügen zu verzeichnen, das Girokonto weist ein Soll auf, es existieren Nachweise von Inkassounternehmen auf den Kontoauszügen oder der Antragsteller ist für einen Immobilienkredit zu alt. In der Regel gibt die Bank Auskunft über den Ablehnungsgrund. Mit dieser Begründung lässt sich arbeiten, um seine Chancen zu erhöhen. Reicht die Bonität nicht aus, können laufende Kredite schneller getilgt werden. Liegt es am zu geringen Einkommen, kann ein Nebenjob helfen, mittelfristig eine positive Kreditentscheidung zu erreichen.

Eine weitere Möglichkeit ist ein erneutes Gespräch mit seiner Bank. Wurde die Kreditanfrage aufgrund einer zu hohen Kreditsumme abgelehnt, ist eventuell ein „kleinerer“ Kredit umsetzbar. Mehrere kleine Kredite zu verschiedenen Laufzeiten bei unterschiedlichen Banken abzuschließen, ist ebenfalls eine durchführbare und beliebte Methode. So wird man nicht nur zum Immobilieneigentümer, sondern genießt überdies eine sehr flexible Darlehenstilgung. lps/AM

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