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Home Sonderthemen Hannover Stadt Ost Auf Durchzug schalten: Die Wohnräume richtig lüften
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17:39 31.01.2020
Mehrmals täglich lüften sorgt für einen guten Luftaustausch.

Im Sommer ist das Lüften für kaum jemanden ein Problem, denn die frische Luft trägt keine unangenehme Kälte hinein. Höchstens eine angenehme frische Brise. Nicht nur Unsereins profitiert von der Ventilation, sondern auch die Wände der Wohnräume und natürlich das Weltklima. Im Herbst beginnen viele Menschen zu frieren und können den Beginn der Heizperiode kaum noch erwarten. Wann man die Heizungen anschaltet und welche Temperaturen noch vertretbar sind, ist Teil vieler Diskussionen.

Frauen wollen es sehr warm haben, Männer hingegen eher kühl. Welche Temperaturen sind empfehlenswert und wie wichtig das Lüften? Man sagt, rund 20 Grad sollte das Wohnzimmer aufweisen. Bei dieser Temperatur fühlen sich Menschen wohl und es ist auch für das Gemäuer des Hauses gut. Das Schlafzimmer hingegen sollte etwas kühler sein, zwischen 16 und 19 Grad. Da man eingekuschelt unter der dicken Decke liegt, fällt der Temperaturunterschied kaum auf. Wenn man allerdings nicht nur etwas für den Klimaschutz, sondern auch für den eigenen Geldbeutel tun möchte, dann sollte man die Raumtemperatur um ein weiteres Grad senken. Damit spart man tatsächlich fünf bis zehn Prozent Heizenergie und eine Menge Geld. Die somit jährlich eingesparten 450 Kilogramm CO² entsprechen rund 135 Euro.

Auch wenn es vielen Menschen schwer fallen mag, das regelmäßige Lüften ist sehr wichtig. Gerade im Winter sollte man auf angekippte Fenster verzichten und stattdessen alle zwei bis drei Stunden stoßlüften. Sind die Fenster weit geöffnet, reichen bereits wenige Minuten aus, die gesamte Raumluft auszutauschen. Mit dieser Methode spart man rund 600 Kilogramm CO² ein, was jährlich 180 Euro bedeutet.

Nicht nur die Natur wird es danken, sondern auch unsere eigene Gesundheit. Frische Luft stärkt nämlich bekanntermaßen die Abwehrkräfte. lps/AM


„,Schindlers Liste‘ ist aktueller denn je!“

Dramatisch, berührend und beängstigend zugleich: Ein Theaterstück das niemand verpassen sollte

Es gibt nur wenige Begebenheiten aus der Geschichte des grausamen Zweiten Weltkriegs und der damit verbundenen Gräueltaten des Hitler-Regimes und seiner Schergen, die sich wie ein kleines Licht in dem so düsteren Kapitel der deutschen Gesichte hervorheben. Eine davon ist die Leistung, die Oskar Schindler vollbracht hat. Er rettete 1945 rund 1000 jüdische Menschen vor dem sicheren Tod.

Theatermacher Florian Battermann ist es gelungen, diese Geschichte für die Bühne zu dramatisieren. Herausgekommen ist ein beeindruckendes Stück, das 2018/19 in mehr als 50 Städten und Bühnen für ausverkaufte Vorstellungen und stehende Ovationen sorgte. Am Freitag, 6. November, kommt die Produktion nun endlich auch nach Hannover, in das Theater am Aegi.

75 Jahre nach dem Holocaust brandaktuell

Selten zuvor ist es einem Bühnenautor gelungen, so authentisch, so nahe an der Geschichte, ein Thema aufzuarbeiten, das auch 75 Jahren nach dem Holocaust brandaktuell ist. „Das Weltgeschehen zeigt uns leider, dass das Thema ethnische Säuberung und damit Vertreibung, Flucht und Völkermord nach wie vor allgegenwärtig ist“, sagt Florian Battermann. „Und deshalb ist die Geschichte um Oskar Schindlers Liste aktueller denn je.“

Eine unglaubliche Geschichte

Mit Armin Riahi (links), der überaus eindringlich den Lagerkommandanten Amon Göth spielt, und Stefan Bockelmann, der Oskar Schindler verkörpert, hat Florian Battermann zwei Rollen ideal besetzt. Fotos: Imagemoove
Mit Armin Riahi (links), der überaus eindringlich den Lagerkommandanten Amon Göth spielt, und Stefan Bockelmann, der Oskar Schindler verkörpert, hat Florian Battermann zwei Rollen ideal besetzt. Fotos: Imagemoove

Oskar Schindlers Liste ist die unglaubliche Geschichte eines deutschen Unternehmers, dem es 1945 gelungen ist, mehr als 1000 Juden vor den NS-Vernichtungslagern zu bewahren. „Schindlers Liste“ umfasst die Namen von 800 Männern und 300 Frauen, die Schindler allesamt mit seinem Vermögen als Arbeitskräfte kaufte und sie somit vor der Deportation bewahrte.

Nachdem Steven Spielberg Oskar Schindler bereits 1993 in Hollywood ein filmisches Denkmal gesetzt hat, brachte Florian Battermann die Geschichte 2018 erstmals auf die Bühne. In einer Zeit voller Ausgrenzung und populistischer Parolen – leider auch in unserem Land – ist dieses Theaterstück nicht nur ein äußerst packender Theaterabend, sondern auch ein Statement.

Ein Dutzend Schauspieler brillieren

Zwölf Schauspieler brillieren in insgesamt 27 Rollen, die den Geist Oskar Schindlers auf der Bühne wieder lebendig werden lassen. Mehr als drei Jahre recherchierte Battermann für das Stück. In seinem Grußwort zur Premiere der Produktion im Oktober 2018 in Wolfenbüttel schreibt Michael Fürst, Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen KdöR: „Ich wünsche der Theaterproduktion viel Erfolg. Sie soll dazu beitragen, auch junge Menschen mit künstlerischen Mitteln die Zeit nahezubringen, die das Judentum in Europa beinahe ausgelöscht hätte, wenn es nicht Menschen wie Oskar Schindler gegeben hätte.“

Tickets in allen HAZ/NP-Verkaufsshops

Karten zum Preis ab 29 Euro gibt es an allen HAZ/NP-Ticketshops sowie über die Konzertdirektion Hannover GmbH, Aegidientorplatz 2, Telefon: (05 11) 9 80 98 98, E-Mail: postbox@kd-hannover.de

■ Gruppenpreise, unter anderem für Schulklassen, sind auf Anfrage möglich.

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